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Großbritannien und China "So viel Handel wie wir bekommen können"


Der britische Premierminister David Cameron hat China am Mittwoch zu politischen Reformen ermutigt. Das sei der beste Weg, um soziale Stabilität und anhaltendes wirtschaftliches Wachstum zu garantieren.

Der britische Premierminister David Cameron hat China am Mittwoch zu politischen Reformen ermutigt. Das sei der beste Weg, um soziale Stabilität und anhaltendes wirtschaftliches Wachstum zu garantieren, erklärte Cameron in einer Rede an einer Pekinger Eliteuniversität. Dass China sich von marxistischen Wirtschaftsideen verabschiedet habe, habe sich innerhalb und außerhalb des Landes positiv ausgewirkt. Er hoffe, dass das mit der Zeit auch zu größerer politischen Offenheit führe.

Auf die politische Repression in China, wie die langjährige Haftstrafe für den diesjährigen Friedensnobelpreisträger Liu Xiabao, ging Cameron aber nicht direkt ein, wie aus dem Redetext hervorging. Im Mittelpunkt des zweitägigen Besuchs des britischen Regierungschefs in China, der am Mittwoch zu Ende ging, standen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Als Ziel hat Cameron ausgegeben, das Volumen des Handels mit China bis 2015 auf mehr als hundert Milliarden Dollar zu verdoppeln. Der freie Handel liege in der DNA der Briten, erklärte er. "Und wir wollen den Handel mit China. So viel wie wir davon bekommen können."

Unterzeichnet wurde unter anderem bereits ein Abkommen im Umfang von 1,2 Milliarden Dollar für die Lieferung von Triebwerken des Herstellers Rolls Royce für 16 Airbus A330 der China Eastern Airlines. Cameron wurde von vier Ministern und rund 50 Unternehmensvertretern begleitet.

Am letzten Tag seines Besuchs kam Camreon auch noch mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao zusammen, der ihm versicherte, China sei am Ausbau der Kooperation mit Großbritannien interessiert und wolle das Niveau des gegenseitigen politischen Vertrauens verbessern.

APN APN

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