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Unübersichtliche Sicherheitslage: Großbritannien und USA schließen Botschaften im Jemen

Wegen der angespannten Sicherheitslage im Jemen hat nach der US-Regierung auch Großbritannien die Botschaft in der Hauptstadt Sanaa geschlossen und seine Bürger dazu aufgerufen das Land zu verlassen.

Wegen der angespannten Sicherheitslage im Jemen haben die USA ihre Botschaft in der Hauptstadt Sanaa geschlossen

Wegen der angespannten Sicherheitslage im Jemen haben die USA ihre Botschaft in der Hauptstadt Sanaa geschlossen

Die USA und Großbritannien haben ihre Botschaften in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wegen der unübersichtlichen Sicherheitslage im Land geschlossen und das diplomatische Personal abgezogen. Aus Sicherheitsgründen sollten britische Staatsbürger das Land umgehend verlassen, teilte das Außenministerium in London mit.

"Wir werden uns weiter international engagieren, um dem Jemen zu helfen, eine legitimen, transparenten politischen Übergang zu erreichen, in dem alle Jemeniten vertreten sind", sagte der für den Nahen Osten zuständige Staatssekretär Tobias Ellwood. Auch die amerikanische Außenamtssprecherin Jen Psaki sagte, man werde Optionen für eine Rückkehr nach Sanaa prüfen, sobald sich die Lage stabilisiert habe.

Jemen versinkt im Chaos

Im Jemen hatte Ende Januar die schiitische Huthi-Miliz den Präsidentschaftspalast in Sanaa eingenommen und seitdem ihre Kontrolle über das Land ausgeweitet. Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi trat ebenso wie die gesamte jemenitische Regierung zurück. Am Freitag verkündete die Huthi-Miliz die Auflösung des Parlaments und die Bildung eines sogenannten Präsidentschaftsrates, der für eine Übergangszeit von zwei Jahren eine Regierung bilden soll. Ein sogenannter Nationalrat soll das Parlament ersetzen.

Seit Montag verhandeln die Konfliktparteien bei von der UNO vermittelten Gesprächen über die Krise. Huthi-Anführer Abdelmalek al-Huthi warnte in einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache davor, das Land weiter zu destabilisieren. Zu Spekulationen über Botschaftsschließungen sagte er, die Sorgen der Diplomaten seien "unbegründet". Die Sicherheitslage in Sanaa sei "stabil".

stb/DPA/AFP / DPA