Donald Trump will eine Öffnung der Straße von Hormus erzwingen. Der Iran antwortet seinerseits mit Angriffen. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Daniel Bakir
Donald Trump droht mit 48-Stunden-Ultimatum
Liebe Leserinnen und Leser,
im Irankrieg ist leider keine Entspannung in Sicht. Das sind die wichtigsten Ereignisse der Nacht.
- US-Präsident Donald Trump droht mit einem Ultimatum: Sollte der Iran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden freigeben, würden die USA die Kraftwerke des Landes angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten". Das schrieb Trump auf Truth Social.
- Als Reaktion darauf droht Iran seinerseits mit Eskalation: Sollten die Energieanlagen des Landes angegriffen werden, werde man alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen in der Golfregion mit Verbindungen zu den USA ins Visier nehmen.
- Trump reagierte außerdem auf kritische Medienberichte im eigenen Land mit markigen Worten. Die USA hätten den Iran "von der Landkarte gefegt" und er wolle "keinen Deal" mit Iran: "Ihre Führung ist weg, ihre Marine und Luftwaffe sind vernichtet, sie haben absolut keine Verteidigung mehr, und sie wollen einen Deal machen. Ich nicht! Wir liegen Wochen vor dem Zeitplan."
- Bei einem iranischen Raketenangriff auf Südisrael wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen verletzt. Die israelische Flugabwehr konnte mindestens zwei Raketen nicht abwehren.
- Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein Verteidigungsminister Israel Katz kündigten derweil eine Fortsetzung der Angriffe gegen den Iran an. Man sei entschlossen, "unsere Feinde weiterhin an allen Fronten anzugreifen".
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Phil Göbel
Iran weitet Angriffe auf Länder im Nahen Osten aus
Entspannung ist in der gesamten Region nicht ins Sicht. „Die Flugabwehrsysteme reagieren derzeit auf eine Bedrohung durch Raketen. Bitte bleiben Sie an einem sicheren Ort und folgen Sie offiziellen Kanälen für Warnungen und neue Informationen“, teilte die Katastrophenschutzbehörde in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, mit.
Die Emirate reagierten nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher auf Beschuss mit 345 Raketen, 15 Marschflugkörpern und mehr als 1.700 Drohnen. Zwei Angehörige der Streitkräfte und sechs Zivilisten kamen seit Kriegsbeginn ums Leben. 160 weitere Menschen wurden im Land verletzt.
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Phil Göbel
Während die Welt weiterhin auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten hofft, fordert Israel mehr Unterstützung. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drängt weitere Länder dazu, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. „Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert“, so Netanjahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
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Phil Göbel
Apropos Streumunition: Solche Geschosse gelten international als „geächtete Waffe“. Welche System ansonsten eigentlich nicht im Krieg genutzt werden dürfen, haben wir für Sie in dieser Strecke zusammengefasst:
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Phil Göbel
Bei den iranischen Raketenangriffen auf Israels Süden ist es nach Militärangaben zu direkten Einschlägen in den Wüstenstädten Arad und Dimona gekommen. Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte dies im Gespräch mit Journalisten. Die Zerstörungen seien „katastrophal“, mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, davon Dutzende schwer.
Bei einer weiteren Attacke auf Tel Aviv seien zudem 15 weitere Menschen verletzt worden. Israel wirft dem Iran vor, erneut Streumunition eingesetzt zu haben.
Bei einer weiteren Attacke auf Tel Aviv seien zudem 15 weitere Menschen verletzt worden. Israel wirft dem Iran vor, erneut Streumunition eingesetzt zu haben.
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Daniel Bakir
Iranische Raketen haben in der Nacht auf Sonntag Jerusalem getroffen. Die israelische Hauptstadt wurde laut der Nachrichtenagentur AFP von Explosionen erschüttert, es gab aber zunächst keine Berichte über Opfer.
Im Irak wurde der Flughafen der Hauptstadt Bagdad Ziel nächtlicher Luftangriffe. Laut irakischen Sicherheitsvertretern gab es acht Angriffe mit Raketen und Drohnen. Laut iranischen Staatsmedien war ein Militärstützpunkt nahe des Flughafens Ziel der Angriffe.
Katar meldet den Absturz eines Militärhubschraubers im Persischen Golf, bei dem sieben Menschen gestorben seien. Grund soll eine technische Störung und kein Abschuss gewesen sein.
Im Irak wurde der Flughafen der Hauptstadt Bagdad Ziel nächtlicher Luftangriffe. Laut irakischen Sicherheitsvertretern gab es acht Angriffe mit Raketen und Drohnen. Laut iranischen Staatsmedien war ein Militärstützpunkt nahe des Flughafens Ziel der Angriffe.
Katar meldet den Absturz eines Militärhubschraubers im Persischen Golf, bei dem sieben Menschen gestorben seien. Grund soll eine technische Störung und kein Abschuss gewesen sein.
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Phil Göbel
Der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) liegen nach eigenen Angaben Berichte über den Einschlag eines Geschosses in der israelischen Stadt Dimona vor.
Es gebe jedoch keine Hinweise auf Schäden am dortigen Nuklearforschungszentrum Negev, teilt die UN-Behörde mit. Regionalen Behörden zufolge sei nach dem Zwischenfall keine ungewöhnliche radioaktive Strahlung gemessen worden.
Es gebe jedoch keine Hinweise auf Schäden am dortigen Nuklearforschungszentrum Negev, teilt die UN-Behörde mit. Regionalen Behörden zufolge sei nach dem Zwischenfall keine ungewöhnliche radioaktive Strahlung gemessen worden.
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Jessica Kröll
Die G7-Staaten haben den Iran aufgefordert, seine Angriffe auf ihre Verbündeten im Nahen Osten zu beenden. „Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes“, erklärten die Außenminister der G7-Staaten und die EU-Außenbeauftragte in einer gemeinsamen Erklärung.
Sie bekundeten zudem ihre „Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter“.
Sie bekundeten zudem ihre „Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter“.
„Wir unterstützen das Recht der Länder, die zu Unrecht vom Iran oder von Stellvertretern des Iran angegriffen werden, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen“, heiß es in der Erklärung weiter.
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Jessica Kröll
Mehrere Verletzte nach Raketeneinschlag in Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel am frühen Abend sind mindestens 20 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels seien ein zehnjähriger Junge und eine Frau, die durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete mittelschwer verletzt worden seien, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Die „Jerusalem Post“ berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt.
Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte der Iran seinerseits einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
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Jessica Kröll
Die EU-Kommission hat die Zielvorgaben für die Befüllung der Gasspeicher in den EU-Ländern gesenkt. EU-Energiekommissar Dan Jörgensen rief die Mitgliedstaaten in einem Brief dazu auf, eine Senkung ihres Befüllungsziels „auf 80 Prozent so früh wie möglich in Betracht zu ziehen“. Damit solle den Marktteilnehmern „Sicherheit und Zuversicht“ vermittelt werden. Das übliche Füllziel liegt bei 90 Prozent.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat sich der Ölpreis um mehr als 50 Prozent erhöht und die Gaspreise in der EU sind um mehr als 30 Prozent gestiegen. Der Iran nimmt bei seinem Vergeltungsangriffen Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten ins Visier. Zudem ist die für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transport wichtige Straße von Hormus faktisch für die Schifffahrt gesperrt.
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Jessica Kröll
Die USA haben nach eigenen Angaben die iranischen Fähigkeiten für bewaffnete Einsätze in der Straße von Hormus geschwächt. Bei einem Angriff mit bunkerbrechenden Bomben sei in dieser Woche ein unterirdisches Waffenlager an der iranischen Küste zerstört worden, teilte das US-Militär am Samstag mit. Die USA und Israel griffen iranischen Staatsmedien zufolge außerdem die wichtige Atomanlage Natans im Zentrum des Iran an.
Die US-Arme habe mehrere knapp 2300 Kilogramm schwere Bomben auf die unterirdische Anlage nahe der Straße von Hormus abgeworfen, wo Schiffsabwehr-Raketen, mobile Abschussrampen und weitere Ausrüstung gelagert worden seien, teilte der Befehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, mit.
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Daniel Bakir
Iranischer Angriff auf 4000 Kilometer entfernten Militärstützpunkt Diego Garcia
Irans Raketen haben offenbar eine größere Reichweite als bisher angenommen. Britische und amerikanische Medien berichten von einem Angriff auf den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia, der rund 4000 Kilometer von Iran entfernt im Indischen Ozean liegt. Die offiziell bestätigte Reichweite iranischer Raketen lag bisher bei 2000 Kilometern. Ein britischer Regierungsvertreter bestätigte dem "Wall Street Journal" einen "erfolglosen Angriff" auf Diego Garcia. Eine der beiden iranischen Raketen versagte laut Bericht in der Luft, die andere wurde wohl abgefangen.
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Daniel Bakir
Iran meldet US-israelische Angriffe auf Atomanlage Natans
Die wichtige iranische Atomanlage Natans ist offenbar am Samstagmorgen Ziel von US-israelischen Luftangriffen geworden. Das melden iranische Staatsmedien. Es sei kein radioaktives Material ausgetreten. In der Atomanlage wird Uran angereichert, sie war bereits bei den Luftschlägen im vergangenen Jahr eines der Hauptziele der USA.
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Daniel Bakir
Japanische Schiffe dürfen laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi die Straße von Hormus passieren. Die Meerenge sei nicht gesperrt, sagte er in einem Interview. Länder, die den Iran angreifen, müssten mit Einschränkungen rechnen. Japan, das auf Öltransporte aus der Region angewiesen ist, wolle der Iran eine sichere Durchfahrt gewähren.
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Daniel Bakir
Der Iran droht den Vereinigten Arabischen Emiraten mit "schweren Angriffen", sollten diese von ihrem Territorium Attacken auf zwei strategisch wichtige Inseln zulassen. Es geht um die Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf westlich der Straße von Hormus. Sie werden vom Iran kontrolliert, aber auch von den Emiraten beansprucht.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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