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Irak: Mehr als 100 Tote bei IS-Bombenanschlag

Während der Feierlichkeiten zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan explodierte auf einem Markt im Irak eine Autobombe. Mehr als 100 Menschen starben bei dem Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat.

Mindestens 86 Menschen sind bei einer Autobomben-Explosion auf einem belebten Markt nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet worden. Wie der US-Nachrichtensender CNN weiter unter Berufung auf die Polizei und Beamte der Gesundheitsbehörden berichtete, wurden 116 Menschen verletzt. Zu dem Anschlag am Freitagabend in der Stadt Chan Bani Saad, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Bagdad, bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Kurznachrichtendienst Twitter. 

Die Menschen hatten gerade das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan gefeiert, als der Lastwagen mit Sprengstoff explodierte. Die sunnitische Terrororganisation erklärte laut CNN, das Attentat habe einer Zusammenkunft schiitischer Milizen gegolten. Er sei Vergeltung für die Tötung von Sunniten in der Region. Die irakische Armee hatte gemeinsam mit schiitischen Milizen die IS-Kämpfer in der Provinz Dijala zurückgedrängt.

Die betroffene Region steht zu weiten Teilen unter Kontrolle des IS. Während der Kämpfe zwischen irakischen Regierungstruppen und IS-Extremisten wurden im Irak seit Anfang 2014 nach UN-Angaben mindestens 15.000 Zivilisten getötet und 30.000 verletzt.

DPA / Reuters