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Terrormiliz in Syrien: IS schießt Kampfjet ab - Pilot gefangen

Die Terrormiliz vergewaltigt und mordet in ihrem "Kalifat". Luftschläge sollen sie stoppen. Nun gelang es dem IS, einen der Jets abzuschießen. Der Pilot befindet sich in der Gewalt der Dschihadisten.

Seit 100 Tagen wird Kobane von dem IS belagert. Nach Angaben von Menschenrechtlern sind bislang 1431 Menschen ums Leben gekommen, darunter 951 Kämpfer der Terrormiliz.

Seit 100 Tagen wird Kobane von dem IS belagert. Nach Angaben von Menschenrechtlern sind bislang 1431 Menschen ums Leben gekommen, darunter 951 Kämpfer der Terrormiliz.

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sollen erstmals einen Kampfjet der von den USA angeführten internationalen Koalition abgeschossen haben. Bei dem Flugzeug handele es sich um eine arabische Maschine, sagte Rami Abdel-Rahman, der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Maschine sei abgeschossen worden, als sie Luftschläge gegen die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien flog. Das Schicksal des Piloten war zunächst unklar. Ein jordanischer Kampfjetpilot sei nach dem Abschuss seiner Maschine aufgegriffen worden, verkündete die Miliz im Internet. Auf Twitter verbreiteten die Dschihadisten Fotos, die den Mann in der Gewalt des IS zeigen sollen sowie einen jordanischen Militärausweis, der dem Mann gehören soll. Demnach handelt es sich um einen 26-jährigen Leutnant.

Das jordanische Militär hat die Gefangennahme eines seiner Piloten bestätigt. Der Kampfjetpilot sei als Geisel genommen worden.

Bei mehreren Anschlägen im Nordirak und der Hauptstadt Bagdad sind am Mittwoch mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen und 44 verletzt worden. Zudem wurden nach Angaben von Sicherheitskräften 18 Kämpfer des IS bei Gefechten nördlich von Bagdad getötet.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Armeestützpunkt im Süden Bagdads starben nach Angaben der irakischen Nachrichtenseite "Al-Sumaria News" 24 Menschen. Der Anschlag sei zielgerichtet auf den Morgenappell des Stützpunkts abgepasst gewesen, zitiert "Al-Sumaria News" eine Polizeiquelle. 38 weitere Personen seien verletzt worden.

Kampf um Bakuba

Zuvor hatten Kämpfer der IS-Miliz am Morgen im 50 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Bakuba an zwei Stellen Sprengsätze gelegt. Bei der Explosion der ersten Bombe seien drei kurdische Peschmerga-Kämpfer getötet und vier verletzt worden, sagte ein irakischer Sicherheitsbeamter. Bei dem zweiten Anschlag seien drei Zivilisten getötet und zwei weitere verletzt worden. Nach Angaben des Sicherheitsbeamten wurden bei anschließenden Gefechten 18 IS-Dschihadisten getötet.

Bakuba ist seit mehreren Tagen hartumkämpft, nachdem die Peschmerga den IS in anderen Teilen des Nordiraks zurückgedrängt hatten. Am Wochenende befreiten die Kurden das zuvor vom IS kontrollierte Sindschar-Gebirge.

ivi/DPA / DPA