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Drohnenattacke im Jemen: USA töten al Kaidas Nummer zwei mit Drohne

Osama bin Ladens Ex-Sekretär Nasser al-Wahischi hat eine Drohnen-Attacke im Jemen nicht überlebt. Er führte den aus US-Sicht gefährlichsten al-Kaida-Ableger. Sein Nachfolger soll schon feststehen.

Der Tod von Nasser al Wahischi ist ein harter Schlag für das Terrornetzwerk al Kaida

Der Tod von Nasser al Wahischi ist ein harter Schlag für das Terrornetzwerk al Kaida

Die Nummer zwei des Extremistennetzwerks al Kaida wurde im Jemen getötet. Die Terroristen haben den Tod ihres Chefs Nasser al-Wahischi inzwischen bestätigt. Al-Wahischi sei bei einem Drohnenangriff zusammen mit zwei weiteren Kämpfern getötet worden, teilte al Kaida in einem auf der Online-Plattform Youtube veröffentlichten Video mit.

Die US-Armee hat in den vergangenen Jahren in dem Land Dutzende Drohneneinsätze geflogen. Zu einem Angriff auf al Wahischi äußerte sich das Militär bislang nicht. Er stand auf der US-Liste der meistgesuchten Terroristen. Aus Sicht der Regierung in Washington ist Aqap der gefährlichste al-Kaida-Ableger. Aqap gilt unter anderem als Drahtzieher des Anschlags auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar 2015. Die Gruppe nutzt den unruhigen Jemen als Rückzugsgebiet.

Aqap-Unterstützer schrieben laut dem US-Sender CNN bei Twitter ebenfalls vom Tod Al-Wahischis. Den Tweets zufolge soll ihm Kassim al-Rimi, der Aqap-Militärchef, an der Spitze der Extremisten nachfolgen. Er ist auch bekannt als Abu Hureira al Sanaani.

Al Wahischis Tod wäre der zweite große Schlag der USA gegen den internationalen Terrorismus binnen weniger Tage: In Libyen sollen US-Flugzeuge am Wochenende mit Mokhtar Belmokhtar einen weiteren weltweit berüchtigten Islamisten getötet haben. Der Algerier war lange ein wichtiger Anführer der Gruppe al Kaida im Islamischen Maghreb (Aqim). Die USA bestätigten Berichte über seinen Tod bislang nicht. 

Al Wahischi, auch Abu Baschir genannt, stammt aus der Provinz Abjan im Südjemen. In den 90er Jahren hatte er in Afghanistan den inzwischen getöteten al Kaida-Chef Osama bin Laden kennengelernt. Später wurde er dessen Privatsekretär.

Kämpfer an der Seite bin Ladens

In der Schlacht um die Bergfestung Tora Bora kämpfte al Wahischi an der Seite Bin Ladens. Beide entwischten dort 2001 den US-Truppen. Nach seiner Rückkehr aus Afghanistan sperrten ihn die Behörden im Jemen in ein Hochsicherheitsgefängnis in der Hauptstadt Sanaa. Von dort aus baute er das al-Kaida-Netzwerk in dem arabischen Land wieder auf. Nach seiner Flucht aus der Haftanstalt 2006 rückte al Wahischi im Jahr darauf an die Spitze von al Kaida im Jemen. Zwei Jahre später vereinigte er den jemenitischen und den saudischen Ableger des Extremistennetzwerks zu Aqap.

 Im Jemen kämpfen schiitische Huthis derzeit gegen Anhänger des sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, der nach Saudi-Arabien geflüchtet ist. Seit Ende März bombardiert ein von Riad geführtes Bündnis Stellungen der Aufständischen in dem Land.

Zum Auftakt der ersten Friedensgespräche für den Jemen forderte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erste Schritte zu einer friedlichen Lösung. "Wir haben keinen Augenblick zu verlieren", sagte er am Montag im schweizerischen Genf. Ban rief zu einer Feuerpause während des Fastenmonats Ramadan auf. Diese solle Hilfe für die notleidende Bevölkerung ermöglichen. Der Ramadan beginnt am Donnerstag.

stb / DPA
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