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Jemen: Gesundheitszustand von Präsident Saleh nach Raketenangriff weiter unklar

Ein Diplomat des Landes sagte am Mittwoch, Ali Abdullah Saleh sei nach einer Operation bei guter Gesundheit. Eine weitere Operation sei wahrscheinlich nicht nötig. Dagegen hatten Vertreter der USA und des Jemens am Dienstag von einer ernsteren Lage berichtet.

Der Gesundheitszustand des jemenitischen Präsidenten ist nach einem Raketenangriff auf seinen Palast weiter unklar. Ein Diplomat des Landes sagte am Mittwoch, Ali Abdullah Saleh sei nach einer Operation bei guter Gesundheit. Eine weitere Operation sei wahrscheinlich nicht nötig. Dagegen hatten Vertreter der USA und des Jemens am Dienstag von einer ernsteren Lage berichtet. Demnach erlitt Saleh bei dem Angriff am Freitag Verbrennungen an etwa 40 Prozent seines Körpers.

Der Diplomat Taha al-Hemjari sagte dagegen am Mittwoch, Saleh gehe es gut. Er könne sprechen und auf einem Stuhl sitzen. Es gehe ihm besser als den anderen Verletzten. Saleh wird in der saudiarabischen Hauptstadt Riad behandelt. Bei dem Angriff auf den Palast des 69-Jährigen in Sanaa kamen am Freitag sieben Menschen ums Leben. Hochrangige Mitarbeiter und Berater wurden verletzt.

In der Hauptstadt Sanaa wurde ein Waffenstillstand eingehalten. Seit fünf Monaten fordern Demonstranten im Jemen überwiegend friedlich ein Ende der seit beinahe 33 Jahren währenden Herrschaft Salehs. Zuletzt kam es aber vor allem in der Hauptstadt Sanaa zu schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und rivalisierenden Clans mit Hunderten Toten. Viele Demonstranten fordern, dass Saleh aus Saudi-Arabien nicht mehr in dem Jemen zurückkehren solle.

ste/Reuters / Reuters