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Früherer US-Vizepräsident Kuss auf den Hinterkopf - Parteifreundin wirft Joe Biden unangemessenes Verhalten vor

Ex-Vizepräsident Joe Biden bei seiner Trauerrede für John McCain in einer Baptistenkirche in Phoenix, Arizona
Ex-Vizepräsident Joe Biden sieht sich mit delikaten Vorwürfen konfrontiert
© Justin Sullivan / AFP
Noch hat der frühere Vize-Präsident Joe Biden nicht offiziell erklärt, ob er in das Rennen um die die US-Präsidentschaft einsteigt. Doch nun sieht er sich mit unappetitlichen Vorwürfen konfrontiert. Hat er sich einer Parteifreundin unangemessen genähert?

Der frühere US-Vizepräsident und mögliche Herausforderer von Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020, Joe Biden, soll eine Parteikollegin unerlaubt auf den Hinterkopf geküsst haben. Die Vorwürfe von Lucy Flores kommen just zu einer Zeit, in der Biden eine Entscheidung über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur zu treffen hat. In den Umfragen liegt er zum Teil deutlich vor seinen demokratischen Parteikollegen und auch deutlich vor dem Amtsinhaber Trump.

Flores hatte in einem Zeitungsbeitrag erklärt, Biden habe sich bei einem ihrer Wahlkampfauftritte im Rahmen der Kandidatur für das Amt der Vize-Gouverneurin in Nevada im Jahr 2014 von hinten genähert, an ihrem Haar gerochen und ihr einen Kuss auf den Hinterkopf gegeben.

"Warum berührt mich der Vizepräsident der Vereinigten Staaten?"

In einem Beitrag im "New York Magazine" schildert Flores, wie sie die Begegnung mit dem damaligen Vize-Präsidenten empfunden hat: "Als ich mich auf meinen Auftritt vorbereitet habe, spürte ich plötzlich zwei Hände auf meiner Schulter. Ich erstarrte. 'Warum berührt mich der Vize-Präsident der Vereinigten Staaten?'", schreibt Flores. Dann kam es laut ihrer Schilderung zu einem langen Kuss auf ihren Hinterkopf. Flores: "Mein Verstand konnte nicht verarbeiten, was da gerade geschah. Ich war aufgewühlt. Ich war schockiert. Ich war durcheinander."

Biden äußerte sich am Sonntag in einem Statement zu den Vorwürfen. Er habe nie im Glauben gehandelt, irgendetwas Unangemessenes zu tun. "In meinen vielen Jahren im Wahlkampf und im öffentlichen Leben habe ich unzählige Handschläge ausgetauscht, Umarmungen, Sympathiebekundungen, Unterstützung und Trost. Nicht einmal, nie, hätte ich gedacht, unangemessen zu handeln", heißt es in der Stellungnahme.

Er werde voller Respekt zuhören, ließ Biden wissen - auch wenn er möglicherweise eine andere Erinnerung habe oder überrascht sei von dem, was er höre. Flores erklärte, es sei sicher nicht ungesetzlich gewesen, was Biden getan habe. Sie wollte aber auf das Verhalten des damaligen Vizepräsidenten aufmerksam machen.

kng DPA

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