VG-Wort Pixel

Kalifornisches Gericht stoppt Schwulen-Bann Regenbogen über der US-Armee


Schwule und Lesben wurden in der US-Armee bislang nur hinter vorgehaltener Hand toleriert: Wer sich öffentlich outete, flog. Dieser Praxis hat ein Bundesgericht in Kalifornien nun einen Riegel vorgeschoben.

Homosexuelle Angehörige der US-Streitkräfte können seit Dienstag aufatmen: Ein kalifornisches Bundesgericht hat es dem Militär nun verboten, bekennende Schwule und Lesben aus ihren Reihen zu entlassen.

Bislang galt die sogenannte Regelung "Don't ask, don't tell"-Praxis: Über die Frage der Homosexualität wurde strikt geschwiegen, wer sich outete, musste mit der Kündigung rechnen.

Diese Regelung sei diskriminierend und verstoße gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung, gab das Gericht am Dienstag bekannt. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass die Regierung Berufung gegen den Richterspruch einlegt.

US-Präsident Barack Obama hatte allerdings schon zu Wahlkampfzeiten versprochen, die mittlerweile 17 Jahre alte Praxis aufzuheben. Auf gesetzlichem Weg war Obama mit diesem Verschuch bereits gescheitert: Den Demokraten war es nicht gelungen, im Senat ein Gesetz über die Abschaffung zur Abstimmung zu bringen. Schuld daran trug nicht nur der geschlossene Widerstand der oppositionellen Republikaner - selbst im Regierungslager gab es Gegenstimmen.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker