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Kampf gegen Islamischen Staat: USA beliefern Kurden aus der Luft mit Waffen

Diese Hilfe dürfte der Türkei nicht sonderlich gefallen. Im Kampf gegen den Islamischen Staat bekommen die Kurden Hilfe von der USA: Waffen und Medizin - schließlich sei der IS ein gemeinsamer Feind.

Abflug für Kurden: Der US-Flugzeugträger Carl Vinson im Arabischen Golf

Abflug für Kurden: Der US-Flugzeugträger Carl Vinson im Arabischen Golf

Das US-Militär hat die Kurden in der Umgebung der umkämpften syrischen Grenzstadt Kobane zum ersten Mal aus der Luft mit Nachschub an Waffen, Munition und medizinischem Material versorgt. Das US-Militärkommando Centcom sprach von "mehreren" erfolgreichen Versorgungsflügen, die mit Transportmaschinen vom Typ C-130 ausgeführt worden seien. Demnach wurde das Material, darunter auch Kleinwaffen, von den kurdischen Behörden im Irak bereitgestellt. Auf Widerstand seien die Maschinen nicht gestoßen, sagte ein ranghoher US-Regierungsvertreter.

Mit dem Nachschub könnten die um Kobane kämpfenden Kurden der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) weiterhin "Widerstand leisten", teilte Centcom weiter mit. Die Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei ist schwer umkämpft. Eine US-geführte Militärallianz bombardiert dort seit Wochen mutmaßliche IS-Stellungen. Am Wochenende gab es Centcom zufolge erneut elf Luftangriffe.

IS gemeinsamer Feind von USA und Türkei

Die Versorgung der Kurden durch die USA dürfte nun vor allem die Türkei verärgern: Noch am Sonntag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Bewaffnung der kurdischen Kämpfer in Syrien erneut abgelehnt. Die syrische Kurdenpartei PYD, deren bewaffneter Arm in Kobane gegen den IS kämpft, sei ebenso eine "Terrorgruppe" wie die in der Türkei verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), sagte Erdogan.

Ein US-Regierungsvertreter sagte dazu, er könne die Bedenken der Türkei gegenüber auch kurdischen Gruppen verstehen. Allerdings sei der IS ein "gemeinsamer Feind" der Türkei und der USA.

nik/AFP / AFP
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