Karibiksturm "Noel" wird zum Hurrikan


Auf seinem Weg über den offenen Atlantik hat der Tropensturm "Noel" an Kraft gewonnen - und bedroht als Hurrikan der Stufe eins die Küsten Floridas. Bereits jetzt hat der Sturm in der Dominikanischen Republik und Haiti über 100 Tote eingefordert - Zehntausende sind auf der Flucht.

Der Tropensturm „Noel“ hat auf seinem Weg in Richtung Bermudas Hurrikanstärke erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde stuften die US-Behörden den Wirbelsturm im offenen Atlantik in die unterste Hurrikan-Kategorie eins ein. Er sollte nordöstlich in Richtung der kanadischen Provinz Nova Scotia weiterziehen.

Auf der Insel Hispaniola in der Karibik hat "Noel" bereits mehr als 100 Menschenleben gefordert. Allein in der Dominikanischen Republik wurden 73 Tote registriert. Von 43 Menschen fehle bislang jede Spur, teilte der Katastrophenschutz mit. Das benachbarte Haiti beklagte bis 34 Tote. 14 Menschen galten als vermisst.

Angesichts der Katastrophe verhängte der dominikanische Präsident Leonel Fernàndez für die kommenden 30 Tage den nationalen Notstand. Er ordnete zudem die Evakuierung von 36 Städten und Ortschaften in betroffenen Gebieten an. Zehntausende waren von dem Tropensturm geflohen. Auch regnete es ununterbrochen auf der Ferieninsel Hispaniola, die sich Haiti und die Dominikanische Republik teilen.

Auf Kuba hob die Regierung die Sturmwarnung inzwischen auf. Dort waren Tausende rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Nach Behördenangaben kam es zu Überschwemmungen.

DPA, Reuters DPA Reuters

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