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Vor Parlamentswahlen Jugendlicher schlägt Spaniens Ministerpräsidenten mit Faust ins Gesicht


Vier Tage vor den spanischen Parlamentswahlen ist Ministerpräsident Mariano Rajoy angegriffen worden. Bei dem Schlag ins Gesicht ging seine Brille zu Bruch, seinen Termin konnte der 60-Jährige aber fortsetzen. Ein Video zeigt den Vorfall.

Bei einem Wahlkampfauftritt ist der spanische Regierungschef Mariano Rajoy von einem Jugendlichen angegriffen worden. Jemand habe dem Ministerpräsidenten am Mittwoch bei einem Auftritt in der galicischen Stadt Pontevedra im Nordwesten Spaniens ins Gesicht geschlagen und seine Brille zerbrochen, verlautete aus Kreisen seiner konservativen Volkspartei (PP). Rajoy gehe es aber gut und er habe seinen Rundgang durch die Stadt fortgesetzt. Aus Polizeikreisen verlautete, bei dem Angreifer handele es sich um einen 17-Jährigen, der festgenommen worden sei.

Auf einem Video des Vorfalls ist zu sehen, wie ein Jugendlicher mit einer schwarzen Jacke fest auf Rajoys linke Gesichtshälfte schlägt, bevor er zu Boden gerungen wird. Die Infrastrukturministerin Ana Pastor, die Rajoy in Pontevedra begleitete, erklärte im Kurznachrichtendienst Twittter, sie sei "empört über diesen Angriff" auf den 60-jährigen Regierungschef.

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Rajoy legt sich mit Herausforderer Sánchez an

In Spanien wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. In aktuellen Umfragen bleibt Rajoys PP unter 30 Prozent der Stimmen, dürfte aber dennoch stärkste Kraft werden.

Zu Wochenbeginn hatte Rajoy sich mit seinem sozialistischen Herausforderer Pedro Sánchez einen hitzigen Schlagabtausch geliefert. Sánchez hatte Rajoy vorgeworfen, dass er nicht "anständig" sei, weil er trotz im Jahr 2011 erhobenen Korruptionsvorwürfen gegen ihn nicht zurückgetreten sei. Rajoy hatte daraufhin den Oppositionschef als "elenden Schuft" bezeichnet. Den tätlichen Angriff auf Rajoy verurteilte Sánchez via Twitter als "nicht hinnehmbar".

mod AFP

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