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News des Tages: Wolf nach Schafsrissen zum Abschuss freigegeben

Penny und Rewe rufen Wurst zurück +++ Toter Syrer in Chemnitz: Tatverdächtige Landsleute in Haft +++ "Beispiellose" Cholera-Epidemie im Kongo: Bereits 38.000 Fälle  +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker

In Sachsen wurde ein Wolf zum Abschuss freigegeben (Symbolbild)

In Sachsen wurde ein Wolf zum Abschuss freigegeben (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.26 Uhr: Bundesliga: Mainz und Frankfurt trennen sich unentschieden +++

Eintracht Frankfurt hat den vorübergehenden Sprung auf den vierten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga verpasst. Zum Auftakt des 10. Spieltags mussten sich die Hessen mit einem 1:1 (1:0) beim FSV Mainz 05 begnügen. Frankfurt war durch ein Eigentor des Mainzers Stefan Bell (37.) in Führung gegangen, Suat Serdar (71.) traf für die Gastgeber zum Ausgleich. Frankfurt verfehlte vor 33 794 Zuschauern zum 14. Mal einen Auswärtssieg in diesem Rhein-Main-Derby. Während Frankfurt mit 15 Punkten weiterhin Siebter ist, kletterte Mainz durch das Remis mit elf Zählern auf Platz elf.

+++ 20.56 Uhr: Mit Reinigungsmittel verunreinigt: Rewe und Penny rufen Wurst zurück +++

Bei Rewe und Penny verkaufte Wurst der Marke Wilhelm Brandenburg ist wegen Verunreinigung mit Reinigungsflüssigkeit zurückgerufen worden. Das teilte die Großmetzgerei Wilhelm Brandenburg mit Sitz in Frankfurt/Main mit. Von dem Rückruf sei fast ganz Deutschland betroffen, hieß es bei der Rewe Group, zu der die Großmetzgerei gehört. Von den Produkten gehe keine unmittelbare Gesundheitsgefahr aus, bei der Verunreinigung handle sich um kleinste Spuren einer Reinigungsflüssigkeit.

Bei Selbstbedienungsware gelte der Rückruf für Wilhelm Brandenburg Bierschinken 100 g (Mindesthaltbarkeitsdatum 25.10. 2017 bis 06.11.2017), Wilhelm Brandenburg Jagdwurst 100 g, (Mindesthaltbarkeitsdatum 27.10. 2017 bis 06.11.2017) sowie Wilhelm Brandenburg Aufschnitt Trio 100 g, (Mindesthaltbarkeitsdatum 26.10.2017 bis 06.11.2017) und Wilhelm Brandenburg Fleischkäse grob 100 g (Mindesthaltbarkeitsdatum 26.10.2017 bis 03.11.2017). Bei Fleisch und Wurst aus der Bedienung gelte der Rückruf für Bierschinken, Jagdwurst und Fleischkäse grob, wenn die Waren zwischen 09.10.2017 bis 26.10.2017 gekauft wurden. 

+++ 20.36 Uhr: Zweite Bundesliga: Remis in Hamburg, Ingolstadt gewinnt in Bielefeld +++

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli muss weiter auf den zweiten Heimsieg der Saison warten. Die Mannschaft von Trainer Olaf Janßen trennte sich vor 28 742 Zuschauern im Duell mit dem FC Erzgebirge Aue 1:1 (1:0). Jeremy Dudziak brachte die Hamburger nach einer Vorlage von Luca-Milan Zander in Führung (33. Minute). Die Gäste aus Aue drängten auf den Ausgleich und wurden dafür belohnt, als Dennis Kempe (70.) nach einem Eckball das 1:1 erzielte. Der FC St. Pauli rückt vorläufig auf den fünften Tabellenplatz vor, während Erzgebirge Aue auf Tabellenplatz acht steht.

Der FC Ingolstadt hat seinen Aufwärtstrend in der 2. Fußball-Bundesliga bestätigt. Am Freitag gewann der Erstliga-Absteiger auswärts vor 15 005 Zuschauern gegen Arminia Bielefeld mit 3:1 (2:1) und konnte aus den vier zurückliegenden Spielen zehn Punkte holen. Für die Gäste trafen Thomas Pledl (11. Minute) Stefan Kutschke (45.+1/Foulelfmeter) und Sonny Kittel (85.). Das Bielefelder Tor erzielte Julian Börner (29.). Beide Teams waren schon vor der Pause dezimiert. Ingolstadts Marcel Gaus (13.) musste mit Gelb-Rot vom Platz, der Bielefelder Brian Behrendt (26.) sah die Rote Karte.

+++ 20.30 Uhr: Spanische Regierung setzt Kataloniens Regionalregierung ab +++

Die spanische Regierung hat die Absetzung der Regionalregierung in Barcelona beschlossen. Das gab der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy nach einem außerordentlichen Treffen des Ministerrats in Madrid bekannt. Zudem wurde das Regionalparlament aufgelöst. Neuwahlen in Katalonien wurden für den 21. Dezember angesetzt. Die Absetzung und weitere beschlossene Maßnahmen werden erst mit der Veröffentlichung im spanischen Amtsblatt wirksam.


+++ 19.48 Uhr: Katalonien: UN-Chef fordert Lösungssuche +++

UN-Generalsekretär António Guterres hat alle Beteiligten in Madrid und Barcelona zu einer Lösung des Konflikts um die katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen aufgefordert. Es müssten "Lösungen innerhalb des Rahmens der spanischen Verfassung" gefunden werden, ließ Guterres  in New York über seinen Sprecher Farhan Haq ausrichten. Zudem müssten "politische und gesetzliche Kanäle" eingerichtet werden. Guterres verfolge die Lage in Spanien sehr genau, sagte Haq.


+++ 17.42 Uhr: Wolf nach Schafsrissen zum Abschuss freigegeben +++

Nach dem Riss von mehr als einem Dutzend Schafen in nur einer Nacht ist ein Wolf aus einem sächsischen Rudel zum Abschuss freigegeben worden. Das Umweltministerium in Dresden gab sein Einverständnis zu einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Bautzen, wie die Behörden mitteilte. "Mit dem Erlass dieser Ausnahmegenehmigung kann im Bereich des Rosenthaler Rudels ein Wolf aus der Natur entnommen werden", hieß es. Die Genehmigung gelte aber nur für einen Wolf, "der entsprechend geschützte Weidetiere angreift", und nur für einen eigens beauftragten Jäger. In der Nacht zum vergangenen Sonntag waren bei Rosenthal 15 Schafe einer von Elektrozaun und Flatterband geschützten Herde getötet worden. 30 weitere Schafe wurden vermisst. Experten hatten festgestellt, dass es sich um eine Wolfsattacke handelte.


+++ 16.56 Uhr: Japanische Schülerin verklagt Schule wegen Vorschriften zur Haarfarbe +++

In der Schulverordnung sind schwarze Haare vorgeschrieben - deswegen hat eine japanische Schülerin ihre naturbraunen Haare wiederholt färben müssen. Nun hat die 18-Jährige ihre Schule verklagt, wie ein Sprecher der Präfektur Osaka der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Schülerin fordert 2,2 Millionen Yen (rund 16.600 Euro) Schadenersatz. Medienberichten zufolge hatte die Schulleitung dem Mädchen zu verstehen gegeben, dass sogar "ein blonder Austauschschüler seine Haare schwarz färben müsste", um die Schulregeln nicht zu verletzen. Deswegen färbte die Schülerin ihre braunen Haare immer wieder schwarz, wie die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun" berichtete. Den Lehrern war das offenbar nicht genug: Der Teenager wurde letztendlich der Schule verwiesen. Seit September des vergangenen Jahres hat die 18-Jährige nicht mehr am Unterricht teilgenommen. Die Betroffene geht nun gerichtlich gegen ihre Schule vor. Sie beklagt unter anderen, durch das ständige Färben ihrer Haare sei sogar ihre Kopfhaut beschädigt worden. Strenge Schulregeln sind in Japan keine Seltenheit: Viele Bildungseinrichtungen schreiben ihren Schülern vor, wie sie sich zu kleiden oder zu schminken haben und verbieten gefärbte oder gebleichte Haare. 

+++ 16.55 Uhr: Junger Italiener bekämpft Waldbrand und bekommt tödlichen Infarkt +++

Waldbrände halten die Einsatzkräfte in Italien weiter in Atem. Beim Kampf gegen ein Feuer in Cantalupa nahe Turin sei ein 26-Jähriger gestorben, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzes. Der Mann habe auf dem Grundstück der Familie mit seiner Mutter nahe einem Feuer Bäume gefällt, um das Ausbreiten der Flammen zu verhindern, berichtete die Tageszeitung "La Stampa" über das Geschehen. Dabei habe er einen Infarkt erlitten. Im Oktober waren vor allem die Regionen Piemont und Aostatal von Bränden betroffen, die laut Nachrichtenagentur Ansa seit dem 10. Oktober insgesamt eine Fläche von 1500 Hektar zerstört haben. Als Ursache der Brände wird Brandstiftung vermutet. Die Feuerwehr teilte auf Twitter mit, am Freitag zwischen Cuneo und Turin mit 50 Mannschaften im Einsatz gewesen zu sein. Der Rauch der Brände erreichte auch die Großstadt Turin. Kommunen im Piemont riefen die Bürger wegen der andauernden Löscharbeiten auf, Wasser zu sparen.

+++ 16.46 Uhr: Toter Syrer in Chemnitz: Tatverdächtige Landsleute in Haft +++

Gut sechs Wochen nach der Entdeckung eines getöteten Syrers in Chemnitz hat die Mordkommission zwei Tatverdächtige festgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, handelt es sich um zwei Landsleute des Opfers. Die beiden Männer seien verhaftet worden. Zuvor hatte das Amtsgericht Chemnitz Haftbefehle gegen die Syrer erlassen. Beide befinden sich in Untersuchungshaft. Weitere Angaben wurden mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht gemacht. Passanten hatten den Toten am 11. September im Stadtpark unweit eines Sportcenters entdeckt. Tags darauf hatte die Polizei mitgeteilt, dass es sich um einen 21-jährigen Syrer handelt. Die folgende Obduktion hatte den ersten Verdacht bestätigt, dass der Mann Opfer eines Tötungsdeliktes geworden war.

+++ 16.45 Uhr: Im Gefängnis geboren: Frau erfährt nach 38 Jahren ihre Herkunft +++

Eine heute 38 Jahre alte Frau aus Argentinien hat erst jetzt erfahren, dass ihre wahre Mutter eine Gefangene der Militärdiktatur war und seither verschwunden ist. Das teilte Estela de Carlotto, Präsidentin der Menschenrechtsorganisation Abuelas de Plaza de Mayo ("Großmütter der Plaza de Mayo") beim 40. Jubiläum ihres Verbandes in Buenos Aires mit. Das Militär hatte das Land von 1976 bis 1983 regiert. Unter welcher Identität die Frau aufgewachsen ist, wurde nicht näher erläutert. Die Mutter der Frau, eine damals 24-jährige Jurastudentin und Linksaktivistin, sei 1977 in La Plata, 50 Kilometer südlich von Buenos Aires, von Sicherheitskräften verschleppt worden. Von dort sei die junge Frau in einen geheimen Haftort gebracht worden. Knapp ein Jahr später habe ihre Familie einen Brief erhalten, in dem die Frau mitteilte, schwanger zu sein und Anfang 1979 ein Kind zu erwarten. Bislang haben 125 Menschen erst Jahre später erfahren, dass ihre richtigen Eltern während der Diktatur verschleppt oder ermordet worden waren. Rund 500 Kinder sollen von den Militärs illegal an Pflegeeltern abgegeben worden sein.

+++ 15.34 Uhr: Katalanisches Parlament erklärt Unabhängigkeit von Spanien +++

Das Parlament der spanischen Region Katalonien hat mehrheitlich für einen Prozess zur Gründung eines unabhängigen Staates gestimmt - gegen den erbitterten Widerstand der spanischen Zentralregierung. Katalonien werde ein "unabhängiger Staat in Form einer Republik", hieß es in einer mit der Mehrheit der Unabhängigkeitsbefürworter im Parlament in Barcelona beschlossenen Resolution. Das Votum wurde vor dem Parlament von zehntausenden Katalanen mit Jubelrufen begrüßt. In Madrid beriet unterdessen der Senat über einen Antrag von Regierungschef Mariano Rajoy, der die katalanische Regionalregierung wegen ihrer Unabhängigkeitsbestrebungen entmachten will. Der Senat sollte noch am Nachmittag darüber entscheiden. Rajoy rief die Spanier kurz nach dem Votum in Barcelona über den Kurzbotschaftendienst Twitter auf, Ruhe zu bewahren. Die spanische Zentralregierung werde die "Rechtsstaatlichkeit" in Katalonien wieder herstellen. Die Abgeordneten in Barcelona votierten in geheimer Abstimmung mit 70 Ja-Stimmen gegen zehn Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen für die Resolution zur Unabhängigkeit. Allerdings hatten viele Oppositionspolitiker den Saal bereits vor dem Votum aus Protest verlassen.

+++ 15.18 Uhr: Ein Joint vom Kornfeld +++ 

Unerwartete Ernte: Beim Mähen eines Maisfeldes ist ein Feldarbeiter in Baden-Württemberg auf eine Cannabis-Plantage gestoßen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der unbekannte Besitzer der Drogen "die penibel umsorgten und eigens umzäunten Pflanzen" in dem Feld bei Offenburg versteckt. Der Fahrer des Mähdreschers entdeckte sie am Donnerstag. Daraufhin "erntete" die Polizei die 35 Gewächse mit einer Höhe von mehr als einem Meter - und leitete ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Nach Angaben eines Sprechers sind Maisfelder gängige Verstecke für Drogenplantagen. Zum einen wachse Mais hoch. Und zum anderen sei er robust, so dass der Landwirt selten komme, um sein Feld zu begutachten. Damit sinkt das Risiko, entdeckt zu werden.

+++ 15.03 Uhr: Kasachstan will bis 2025 lateinische Buchstaben einführen +++

Kasachstan bricht "buchstäblich" mit seiner sowjetischen Vergangenheit: Präsident Nursultan Nasarbajew hat seine Regierung angewiesen, bis 2025 das kyrillische durch das lateinisches Alphabet zu ersetzen. Der kasachische Staatschef erließ einen entsprechenden Erlass. Der zentralasiatische Staat entfernt sich damit ein kleines Stück von seinem engen Verbündeten Russland. Seit 1940 wird in Kasachstan das kyrillische Alphabet mit seinen 42 Buchstaben benutzt. Abgelöst werden soll das bisherige Alphabet durch 32 lateinische Buchstaben, die eine Sprachkommission der Regierung festgelegt hat. Viele Einwohner sind jedoch unzufrieden mit der Arbeit der Kommission. Für besonders viel Unmut sorgt die neue Schreibweise des Landes: "Qasaqstan". Nach Regierungsangaben ist die Umstellung Teil einer Modernisierungsstrategie des Landes. Im September erklärte das Außenministerium, die Maßnahme könne "Kasachstans Entwicklung erleichtern".

+++ 14.44 Uhr: Norwegische Polizei findet mehr als 250 Schusswaffen in Privathaus +++

Die norwegische Polizei hat in einem Privathaus in der Region Møre und Romsdal 250 bis 300 Schusswaffen sichergestellt. Der Besitzer wurde festgenommen. Ein Polizeisprecher sagte dem Fernsehsender TV2, dass es sich überwiegend um automatische Waffen handele. "Wir wissen vorläufig nicht, wie viele von ihnen funktionstüchtig sind." Hinweise darauf, dass der Mann einen Terroranschlag oder ein anderes Verbrechen geplant haben könnte, gebe es bislang nicht. "Aber bei so einer großen Menge haben wir natürlich Angst, dass die Waffen in falsche Hände geraten könnten", sagte der Sprecher. Die Polizei war vom Zoll auf den Mann aufmerksam gemacht worden.

+++ 14.13 Uhr: Hamas-Sicherheitschef bei Anschlag verletzt +++

Der Sicherheitschef der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, Taufik Abu Neem, ist am Freitag bei einem Anschlag im Gazastreifen verletzt worden. Unter seinem Auto sei ein Sprengsatz explodiert, teilten Sicherheitskreise in Gaza mit. Nach Angaben von Rettungskräften wurde Neem am Bein, am Rücken und am Kopf verletzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

+++ 13.47 Uhr: München: Dreieinhalb Jahre Haft für tödliche U-Bahn-Schubserei +++

Nach einer U-Bahn-Schubserei in München ist ein Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht München I ordnete für den seit Jahren drogenabhängigen Angeklagten die Unterbringung in einer Entzugsanstalt an (Az.: 1Ks 128 Js 200729/16).

Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der heute 37-Jährige im Juni 2016 einen 87-Jährigen nach einem Wortgefecht beim Einsteigen in eine U-Bahn an der Station Marienplatz zu Fall gebracht hatte und sich des tödlichen Risikos bewusst war. Der Senior schlug mit dem Kopf auf dem Boden, erlitt eine Platzwunde und ein Schädelhirntrauma. Er starb drei Monate später an den Folgen. Das Gericht sprach seinen Erben ein Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro zu. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und vier Monate wegen Körperverletzung mit Todesfolge gefordert. Die Verteidigung plädierte auf fast drei Jahre wegen fahrlässiger Tötung sowie auf Unterbringung in einer Entzugsklinik. 

+++ 13.27 Uhr: Bahn wappnet sich für Sturm am Wochenende +++

Die Deutsche Bahn bereitet sich auf das stürmische Wetter vor, das am Wochenende erwartet wird. Das Personal werde verstärkt, Reparaturtrupps stünden bereit, sagte ein Bahnsprecher. Etwaige Sturmschäden an Oberleitungen und umgestürzte Bäume im Gleisbett sollen schnellstmöglich beseitigt werden. Auch sei "der Einsatz mobiler Einsatztrupps mit Kettensägen" geplant, sagte der Sprecher.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Wochenende zum Teil Windgeschwindigkeiten "bis in den Orkanbereich hinein", wie Meteorologe Martin Jonas sagte. Anfang Oktober hatte Sturmtief "Xavier" den Bahnverkehr in Norddeutschland zum Erliegen gebracht.

+++ 13.03 Uhr: Thüringen: Rote Beete löst Polizeieinsatz aus +++

Für einen Polizeieinsatz haben im thüringischen Bad Langensalza vermeintliche Blutspuren gesorgt. Wie die Polizei in Nordhausen mitteilte, entdeckte ein Bewohner eines Hauses am Vorabend rote Flecken im Treppenhaus und folgte diesen bis vor die Wohnung einer Rentnerin. Dort endete die Spur demnach.

In der Annahme, der Seniorin sei etwas zugestoßen, rief er die Polizei. Diese konnte jedoch wenig später Entwarnung geben. "Der Frau war lediglich ein Glas Rote Beete zu Bruch gegangen", erklärten die Beamten.

+++ 12.43 Uhr: "Beispiellose" Cholera-Epidemie im Kongo: Bereits 38.000 Fälle +++

Eine Cholera-Epidemie im Kongo breitet sich mit zunehmender Geschwindigkeit aus. Mit mehr als 38.000 Erkrankten sei die Epidemie "beispiellos in der Geschichte des Landes", warnte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF). Dem Gesundheitsministerium zufolge sind der schweren Durchfallkrankheit bereits mehr als 700 Menschen zum Opfer gefallen.

Die Krise wird von einer Dürre verschlimmert, wegen der viele Bohrlöcher und Brunnen ausgetrocknet sind. Deswegen griffen viele Menschen auf verunreinigtes Wasser aus Flüssen oder Seen zurück, wie Francisco Otero, der MSF-Direktor für den Kongo, erklärte. "Die Behörden sind nicht in der Lage, der Bevölkerung sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen." Die Organisation hat demnach bereits 18 000 Cholera-Patienten behandelt, darunter sehr viele Kleinkinder.

+++ 12.38 Uhr: Frankreich erhöht Steuer auf Softdrinks und Tabak +++

Zuckerhaltige Getränke wie Coca-Cola und Zigaretten werden in Frankreich teurer: Die Nationalversammlung in Paris stimmte in der Nacht mit breiter Mehrheit einer Steuererhöhung zu. Mit der schrittweisen Erhöhung der "Softdrink-Steuer" will die Regierung das Risiko von Übergewicht und Diabetes bei Kindern senken.

Die Steuer auf zuckerhaltige Getränke wird in Frankreich bereits seit 2013 erhoben. Künftig wird die Abgabe bereits ab einem Gramm Zucker auf 100 Milliliter Getränk fällig. Für die Hersteller lohne sich deshalb eine Senkung des Zuckeranteils "schon um ein Gramm", sagte der zuständige Berichterstatter Olivier Véran.

Der Preis für eine Packung Zigaretten soll laut dem Beschluss ab dem kommenden Frühjahr bis 2020 schrittweise auf zehn Euro steigen. Gesundheitsministerin Agnès Buzyn sprach von einem wichtigen Anreiz im Kampf gegen die Tabaksucht.

+++ 12.36 Uhr: Unabhängigkeitserklärung im katalanischen Parlament vorgelegt +++

Im katalanischen Parlament haben die Unabhängigkeitsbefürworter am Freitag eine Resolution zur Abspaltung ihrer Region von Spanien vorgelegt. "Wir erklären Katalonien zum unabhängigen Staat in Form einer Republik", heißt es in dem Text, über den das katalanische Parlament noch am Freitag in Barcelona abstimmen könnte. Die Unabhängigkeitsanhänger haben die Mehrheit im katalanischen Regionalparlament.

+++ 11.58 Uhr: Ein Dutzend Verletzte bei Straßenbahn-Kollision in Tschechien +++

Beim Zusammenstoß zweier Straßenbahnen im tschechischen Ostrava (Ostrau) sind ein Dutzend Fahrgäste verletzt worden. Die Frauen und Männer im Alter zwischen 34 und 66 Jahren hätten leichte bis mittelschwere Verletzungen davongetragen, unter anderem an Kopf, Brustkorb oder Wirbelsäule, teilten die Rettungskräfte mit. Einer der Fahrer sei aus Unaufmerksamkeit ungebremst auf die vor ihm haltende Straßenbahn aufgefahren, sagte eine Polizeisprecherin der Agentur CTK.

+++ 11.37 Uhr: Rajoy fordert Senat zur Entmachtung von Regionalregierung in Barcelona auf +++

In der Krise um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien hat der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy den Senat aufgefordert, die Regionalregierung in Barcelona zu entmachten. Der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont und sein Kabinett müssten abgesetzt werden, sagte Rajoy unter dem Applaus des Oberhauses in Madrid. Er bekräftigte, dass binnen sechs Monaten Neuwahlen in der Region im Nordosten Spaniens stattfinden sollten.

+++ 11.19 Uhr: Studie: Herz-OPs gelingen besser am Nachmittag +++

Herz-Operationen gelingen am besten am Nachmittag: Dieses erstaunliche Fazit ziehen Kardiologen in einer in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie. Danach ist das Risiko schwerer Komplikationen nur halb so groß für Patienten, die am Nachmittag operiert werden. Als Grund nennen die Forscher den menschlichen Biorhythmus.

"Die Tageszeit und damit die innere Uhr und der Herzrhythmus haben Einfluss auf die Reaktion eines Patienten auf die Operation", sagt Bart Staels von der Universitätsklinik im nordfranzösischen Lille, der die Untersuchung mitverantwortet hat. Danach sinkt das Risiko unmittelbarer schwerer Komplikationen bei einer Nachmittags-OP von 18,1 Prozent auf 9,4 Prozent.

+++ 11.10 Uhr: WHO: Weniger Masern-Tote als je zuvor +++

Die Zahl der Masern-Toten ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit auf einen historischen Tiefstand gesunken. 2016 seien Schätzungen zufolge rund 90.000 Menschen an der hochansteckenden Infektionskrankheit gestorben, teilte die Organisation mit. Das seien 84 Prozent weniger als im Jahr 2000 mit mehr als 550 000 Todesfällen. Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen liege die Zahl der Masern-Toten damit unter der Marke von 100 000 pro Jahr, erklärte die WHO unter Berufung auf einen Bericht der 2001 gegründeten Initiative gegen Masern und Röteln (MRI).

+++ 11.03 Uhr: Haftstrafe: Weiße Südafrikaner zwangen schwarzen Arbeiter in Sarg +++

Zwei weiße südafrikanische Landwirte, die einen schwarzen Angestellten beschimpften und ihn in einen Sarg zwangen, sind zu Gefängnisstrafen von 14 und elf Jahren verurteilt worden. Die beiden Männer hätten keine Reue gezeigt, erklärte die Richterin am Gericht in Middelburg in der Provinz Mpumalanga. Die beiden Männer hatten ihren Arbeiter in den Sarg gezwungen und damit gedroht, ihn anzuzünden, während das Opfer unter Tränen um sein Leben flehte. Kurz darauf zirkulierte im Internet ein Handyvideo der Tat, das im ganzen Land Entsetzen auslöste.

+++ 10.10 Uhr: Putin gibt bei Übung Feuerbefehl für Interkontinentalraketen +++

Bei einer Übung des russischen Militärs hat Präsident Wladimir Putin persönlich den Befehl für den Abschuss von vier Interkontinentalraketen gegeben. Oberbefehlshaber Putin habe die gemeinsame Übung der Raketentruppen, der Luftwaffe sowie der Nord- und der Pazifik-Flotte persönlich überwacht, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Tass zufolge.

Die russischen Truppen schossen gestern bei der Übung dem Verteidigungsministerium zufolge drei mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalraketen von Atom-U-Booten aus ab. 

+++ 9.50 Uhr: Zusammenstöße überschatten Macron-Besuch in Französisch-Guyana +++

Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei haben einen Besuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Überseegebiet Französisch-Guyana überschattet. Die Polizei habe gestern Abend vor der Präfektur in Cayenne Tränengas eingesetzt, berichtete der Sender Guyane Première.

Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP warfen junge, oft vermummte Menschen Molotow-Cocktails und Wurfgeschosse, insbesondere in der Nähe des örtlichen Kommissariats. Fünf Menschen seien festgenommen worden, hieß es unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Hintergrund der Spannungen sind große wirtschaftliche und soziale Probleme des französischen Übersee-Départements in Südamerika.

+++ 9.31 Uhr: Apple lässt Nutzer zum Start des iPhone X warten +++

Apple hat seine Kunden auf den Start der Vorbestellungen für sein neues iPhone X warten lassen. Die Website wurde für viele Anwender erst rund zehn Minuten nach der angekündigten Zeit 9.01 Uhr MESZ freigeschaltet. Die Lieferzeit sprang sofort auf zwei bis drei Wochen hoch.

Branchenbeobachter und Börsianer erhoffen sich von der Entwicklung der Lieferzeiten im Tagesverlauf Hinweise darauf, wie viele der neuartigen Geräte der Konzern ins wichtige Weihnachtsgeschäft bringen kann. Nach Schätzungen des Analysten Ming-Chi Kuo von KGI Securities könnte Apple bis Weihnachten nur 20 bis 30 Millionen Geräte des iPhone X auf den Markt werfen.

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+++ 9.10 Uhr: Suche nach abgestürztem Helikopter bislang erfolglos +++

Die Suche nach dem vermutlich abgestürzten Helikopter in den Gewässern vor der Insel Spitzbergen nördlich von Norwegen ist bis heute Morgen ergebnislos verlaufen. Rettungsmannschaften aus Norwegen versuchten die ganze Nacht hindurch, das Flugzeug im Meer zu lokalisieren, aber ohne Erfolg.

An Bord des Helikopters befanden sich acht Menschen, fünf Mann Besatzung und drei Forscher. Alle sind Russen. Sie waren auf dem Weg von der ehemaligen Bergbausiedlung Pyramiden zu der weiter südlich gelegenen russischen Ortschaft Barentsburg. Zwei bis drei Kilometer vor Barentsburg sei der Helikopter ins Meer gestürzt, teilten die Retter mit. Ein Notruf sei nicht eingegangen.

+++ 8.55 Uhr: Betrunkene Rollstuhlfahrerin fährt Frau und Kind an +++

Sie eckte mehrmals an, fuhr einer Kundin in die Beine und einem Kind über die Füße: Eine 83 Jahre alte - und betrunkene - Frau ist mit ihrem elektrischen Rollstuhl in Eisenach durch einen Supermarkt gefahren. Dabei verletzte sie die Frau sowie das Kind leicht und blieb schließlich mit ihrem Rollstuhl in einem Metallbegrenzer vor der Kasse hängen, wie die Polizei mitteilte. Angestellte nahmen der Rentnerin daraufhin den Zündschlüssel ab und riefen die Polizei. Gegen die 83-Jährige wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Hinzugerufene Sanitäter stellten am Donnerstag fest, dass die Seniorin nicht nur betrunken, sondern auch unterzuckert war. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 8.53 Uhr: Tolu-Anwalt dämpft Erwartungen für seine Mandantin nach Steudtner-Freilassung +++

Nach der Freilassung des deutschen Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner hat der Anwalt der ebenfalls in der Türkei inhaftierten deutschen Journalistin Mesale Tolu die Erwartungen für seine Mandantin gedämpft. "Die Politik der Türkei folgt zumindest an dieser Stelle keiner Rationalität", sagte der Jurist Dieter Hummel der "Frankfurter Rundschau“. "Wir können nur hoffen." Wie bei Steudtner seien die Vorwürfe gegen seine Mandantin aber "schlicht an den Haaren herbeigezogen".

Tolu hatte in der Türkei als Journalistin und Übersetzerin für die linksgerichtete Nachrichtenagentur ETHA gearbeitet. Ende April wurde die 33-Jährige festgenommen, ihr wird "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" und "Terrorpropaganda" vorgeworfen. Auch Steudtner saß wegen angeblicher Terrorvergehen in Haft, in der Nacht zum Donnerstag konnte er das Gefängnis verlassen und später nach Deutschland zurückkehren. Der Prozess gegen ihn läuft aber weiter.

+++ 8.43 Uhr: Unfallfahrer fährt 76-Jährige tot und flüchtet +++

Im hessischen Wolzhausen (Landkreis Marburg-Biedenkopf) ist heute Morgen eine tote 76-Jährige auf der Straße gefunden worden - um sie herum diverse Trümmerteile. Der alarmierte Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen. Die Polizei sucht nun nach einem VW Golf, Typ 3 oder Golf Kombi, der im Frontbereich beschädigt ist und die Frau zwischen 5.05 Uhr und 5.20 Uhr  auf der Schelde-Lahn-Straße überfahren haben soll.

Hinweise bitte an die Polizeistation Biedenkopf unter der Telefonnummer 06461/92950, oder an jede andere Polizeidienststelle.

+++ 8.14 Uhr: Versicherer Talanx muss nach Wirbelstürmen Gewinnziel kassieren +++

Nach den schweren Zerstörungen durch die Tropenstürme "Harvey", "Irma" und "Maria" sowie die Erdbeben in Mexiko hat der Versicherungskonzern Talanx sein Gewinnziel kassiert. Im Gesamtjahr werde nun ein Konzernergebnis von rund 650 Millionen Euro angepeilt, teilte Talanx am Freitag in Hannover mit. Zuvor lag die angestrebte Marke bei rund 850 Millionen Euro im Gesamtjahr. Die Dividende solle weiterhin auf dem Vorjahresniveau liegen.

Die Naturkatastrophen belasteten den Konzern den Angaben zufolge mit insgesamt rund 900 Millionen Euro. Damit lag die Großschadenbelastung nach neun Monaten insgesamt bei über 1,2 Milliarden Euro - über dem Gesamtjahresbudget.

+++ 8.11 Uhr: Neues Gutachten wirft Planern der Loveparade Fehler vor +++

Vor dem Prozess um die Duisburger Loveparade-Katastrophe stützt ein für die Anklage wichtiges Gutachten der Staatsanwaltschaft nach Angaben der "Rheinischen Post" die Vorwürfe der Opfer an die Veranstalter. Demnach wird in dem Gutachten der Verdacht bestätigt, dass massive Planungsfehler die Katastrophe mit 21 Toten und mehr als 650 Verletzten verursacht haben.

Aus dem Gutachten gehe hervor, dass unter anderem die Gefahr von Stockungen und eines Besucherstaus im Zugangstunnel zum Gelände unterschätzt worden sein sollen, heißt es in der "Rheinischen Post". Außerdem sollen die "Vereinzelungsanlagen" falsch konzipiert gewesen sein. Mit ihnen sollten vor sieben Jahren eigentlich die Besucherströme zum Loveparade-Gelände gesteuert werden.

+++ 7.01 Uhr: Kuba findet keine Beweise für Akustik-Angriffe auf US-Diplomaten +++

Die kubanischen Behörden haben nach eigenen Angaben keine Hinweise gefunden, dass US-Diplomaten in Havanna Ziele von Akustik-Angriffen geworden sind. Entsprechende Vorwürfe hatte zuvor die Regierung in Washington erhoben. "Es konnten weder mögliche Täter noch Personen mit einer entsprechenden Motivation, Intention oder mit den Mitteln, um solch eine Aktion durchzuführen, ermittelt werden", hieß es am Donnerstag im Staatsfernsehen.

Seit November vergangenen Jahres waren 22 US-Diplomaten in Kuba an mysteriösen Ohrenleiden erkrankt. Einige der Betroffenen hätten dauerhaft ihr Gehör verloren, teilte das US-Außenministerium mit. Andere Symptome seien Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen gewesen.

+++ 6.36 Uhr: Nordkorea kündigt Freilassung von südkoreanischen Fischern an +++

Die in Nordkorea seit einer Woche festgehaltene Besatzung eines südkoreanischen Fischkutters soll wieder freikommen. Die Regierung in Pjöngjang habe dies aus humanitären Gründen beschlossen, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Die "391 Hungjin" war am Samstag nordkoreanischen Angaben zufolge "absichtlich" in Gewässer des kommunistischen Staates im "Koreanischen Ostmeer" eingedrungen, berichtete KCNA. "Koreanisches Ostmeer" ist Nordkoreas Bezeichnung für das Japanische Meer. Die Besatzung habe demnach ihr Vergehen offen zugegeben, sich mehrmals entschuldigt und um Nachsicht gebeten. 

+++ 6.10 Uhr: Australische Regierung verliert Mehrheit im Parlament +++

In Australien hat die rechtsliberale Regierung von Premierminister Malcolm Turnbull ihre Ein-Stimmen-Mehrheit im Parlament verloren. Das oberste australische Gericht, der High Court, erkannte am Freitag in Canberra dem stellvertretenden Regierungschef Barnaby Joyce sein Abgeordnetenmandat ab. Grund dafür ist, dass er auch die neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzt. Nach der australischen Verfassung ist eine doppelte Staatsbürgerschaft jedoch nicht mit einem Sitz im Parlament vereinbar. 

+++ 5.06 Uhr: Foodwatch verklagt Edeka-Online-Shop wegen fehlender Nährwertangaben +++

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat wegen fehlender Nährwertangaben einen Edeka-Online-Shop verklagt. Der Betreiber der Seite edeka-lebensmittel.de verstoße gegen europäisches Lebensmittelrecht, erklärte Foodwatch am Freitag zur Begründung. Demnach bietet die Firma Edeka Bleise dort unter anderem Getränke, Joghurt, Fertiggerichte und Knabberzeug an, ohne die geforderten Angaben zum Zucker-, Fett- und Kaloriengehalt zu machen.

Bei dem Online-Shop handelt es sich um das Angebot eines der selbständigen Edeka-Kaufleute, die selbst Shops einrichten können. Foodwatch hatte Edeka Bleise in Hamburg nach eigenen Angaben im September abgemahnt.

Auch beim Einkauf im Internet müsse sichergestellt sein, dass Verbraucher die Zucker- oder Fettgehalte von Lebensmitteln erkennen können, erklärte Luise Molling von Foodwatch. Dazu seien Hersteller und Händler verpflichtet. Im August hatte die Supermarktkette Rewe nach einer Abmahnung von Foodwatch fehlende Nährwertangaben bei Produkten im Online-Shop ergänzt. 

+++ 3.05 Uhr: UN-Experten machen syrische Truppen für Giftgasangriff verantwortlich +++

Experten der Vereinten Nationen haben die Armee von Syriens Staatschef Baschar al-Assad für den verheerenden Giftgasangriff im syrischen Chan Scheichun mit dutzenden Toten verantwortlich gemacht. Die gesammelten Beweise stützten die Annahme, dass das Giftgas mit einer Bombe von einem Flugzeug abgeworfen worden sei, hieß es in einem am Donnerstag in New York übergebenen Untersuchungsbericht, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

Die Ermittler der UNO und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) äußerten sich darin "überzeugt", dass Truppen der syrischen Regierung für die Freisetzung des Nervengiftes Sarin in dem Ort Anfang April verantwortlich waren. Auswertungen von Foto- und Videoaufnahmen eines Kraters hätten ergeben, dass dieser von einer "relativ großen Bombe" verursacht worden sei. Diese sei "aus mittlerer oder großer Höhe" abgeworfen worden.

Augenzeugen in Chan Scheichun: "Mein Vater fiel zu Boden und zitterte. Meine Mutter schrie."
tyr/tkr/wue / DPA / AFP