VG-Wort Pixel

Beleidigung auf Twitter Rechter US-Politiker vergleicht Melania Trump mit einer Prostituierten - und erreicht sein Ziel

Melania Trump bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung
Melania Trump bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung
© Saul Loeb / AFP
Ein US-Politiker, der für die rechte Unabhängigkeitspartei in den US-Kongress einziehen will, hat Melania Trump auf Twitter mit einer Prostituierten verglichen. Die Hashtags, die er dazu setzte, sind noch vulgärer. Aber sein Ziel hat er erreicht.

Mark Roberts aus Oregon will bei den Midterm-Wahlen im November in den US-Kongress einziehen. Das Problem ist, dass Roberts für die rechtsradikale Unabhängigkeitspartei antritt. Seine Chancen, sich gegen die Konkurrenten von Republikanern und Demokraten durchzusetzen, gelten als gering. 

Dennoch hat es der Rechtsausleger geschafft, über die Grenzen Oregons hinaus Aufmerksamkeit zu erregen. Mit einem ganz einfachen Mittel: Er hat die Präsidenten-Gattin Melania Trump in einem Tweet als Prostituierte beleidigt.

Roberts Tweet war eine Antwort auf den Tweet von Charlie Kirk, Vorsitzender einer rechten Gruppierung. Kirk hatte getwittert, dass Melania Trump im Weißen Haus angeblich viel weniger Mitarbeiter habe als Michelle Obama früher. Darauf antwortete Roberts: "Wissen Sie nicht, dass die First Lady nur stundenweise arbeitet? Dazu setzte er die wenig schmeichelhaften Hashtags "thinkdirty" (Denke schmutzig) und "hoebag" (Schlampe).

Daraufhin brach die beabsichtigte Empörungswelle los. Unter anderem baten die Fox-News-Moderatorin Laura Ingraham und der republikanische Fraktionsvorsitzende im Kongress, Kevin McCarthy, den Twitter-Boss Jack Dorsey, den Account von Roberts zu löschen.

Über die Forderung kann Roberts nur lachen. Er denkt offensichtlich überhaupt nicht daran, den Tweet zu löschen. Er antwortete auf die Forderungen mit dem Hinweis, dass er keine Twitter-Regeln verletzt habe. Im Gegenteil: Er freue sich, dass die Spenden jetzt sprudeln, wie er twitterte.

Mit Politikerinnen scheint der Mann aus Oregon generell ein Problem zu haben. Schon in der Vergangenheit äußerte er sich auf Twitter abfällig über Frauen. Die demokratische Senatorin Kamela Harris und die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Hayley, nannte er beide "hot" (heiß). Kate Brown, die Gouverneurin von Oregon verdächtigte er, lesbisch zu sein, nachdem diese ein Bild mit ihrem Ehemann gepostet hatte. Aber auch Donald Trump bekam schon sein Fett weg. Roberts twitterte, Trump würde sich langsam in eine Frau verwandeln. Und er brauche unbedingt eine neue Frisur statt eines fetten Schokoladenkuchens.

tis

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker