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Nahost-Krieg: Waffenruhe hält, Jagd geht weiter

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Südlibanon hat am ersten Tag gehalten. Doch auf die Hisbollah-Führung werde weiterhin Jagd gemacht, kündigte Israels Ministerpräsident Olmert an.

Am ersten Tag der UN-Vereinbarung kam es im Südlibanon nur vereinzelt zu Zwischenfällen. Nach israelischen Armeeangaben kam es im Südlibanon im Lauf des ersten Tages der Waffenruhe zu vier Zwischenfällen, bei denen Soldaten das Feuer auf Hisbollah-Kämpfer eröffneten. Dabei seien fünf Hisbollah-Mitglieder angeschossen worden. Zwei bewaffnete Hisbollah-Kämpfer, die sich ihnen genähert hatten, hätten die Soldaten getötet, wie die Armee in Tel Aviv mitteilte. Eine Armeesprecherin erklärte, die israelischen Soldaten hätten sich bedroht gefühlt.

Israelische Luftwaffe und Artillerie hatten libanesischen Sicherheitskreisen zufolge bis kurz vor 07.00 Uhr am Morgen ihre Angriffe auf den Libanon fortgesetzt und dabei mindestens 18 Menschen getötet. Dann trat die Waffenruhe in Kraft. "Der Waffenstillstand beginnt, der Kampf ist vorbei." Mit diesen Worten befahl ein hoher israelischer Offizier seinen Soldaten über Funk, das Feuer einzustellen. Tausende israelische Soldaten blieben aber zunächst im Libanon. Offiziere riefen sie zur Wachsamkeit und zur Kampfbereitschaft auf.

Zehntausende libanesische Flüchtlinge machten sich auf den Weg in ihre Heimatorte. Auf der Hauptstraße von Sidon nach Süden stauten sich Tausende Autos. Die meisten Straßen und Brücken im Südlibanon sind zerstört oder beschädigt. Mehr als eine Million Menschen waren während der israelischen Offensive in den Norden des Landes geflüchtet. Viele Rückkehrer zeigten sich nach Augenzeugenberichten von einem "Sieg über Israel" überzeugt und ließen die Hisbollah und deren Anführer Sajjed Hassan Nasrallah hochleben. Die Hisbollah feierte auf Flugblättern, die in Beirut verteilt wurden, ihren "göttlichen Sieg" über Israel.

Olmert übernimmt Verantwortung

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat in einer leidenschaftlichen Rede vor dem Parlament am Montag die Verantwortung für das militärische Vorgehen gegen die Hisbollah-Miliz übernommen. Er räumte Versäumnisse in der Kriegsführung ein. Die Opposition warf dem Regierungschef vor, mit dem Krieg sei sein gesamtes Konzept für eine Lösung des Nahost-Konflikts gescheitert. Die Kritik am Ergebnis der Kämpfe war zuletzt in Rücktrittsforderungen an den Ministerpräsidenten gegipfelt. Die Regierung habe aber nicht vor, sich dafür zu entschuldigen, sagte Olmert. Israel behalte sich das Recht vor, auf Verletzungen des Waffenstillstands zu reagieren und werde Jagd auf die Hisbollah-Führung machen. Umfragen zufolge ist in Israel die Zustimmung zu Olmerts Politik und der von Verteidigungsminister Amir Perez eingebrochen. Perez kündigte eine Untersuchung des Krieges an.

Innenminister Roni Bar-On betonte: "Wir haben in diesem Krieg nicht versagt." Der Hisbollah seien schwere Schläge versetzt worden, die Miliz könne jetzt keine Raketen mit größerer Reichweite mehr auf Israel abfeuern. Während des Krieges kamen etwa 1100 Libanesen - zumeist Zivilisten - und 156 Israelis - unter ihnen 116 Soldaten - ums Leben. Die israelische Seite beziffert die gegnerischen Verluste mit etwa 530 Toten, die Hisbollah will etwa 80 Kämpfer verloren haben.

Zur Absicherung des Waffenstillstands sollen je 15.000 libanesische und UN-Soldaten im Süden des Landes stationiert werden. Vertreter Israels und der UN kamen zu ersten Gesprächen über deren Einsatz zusammen. Die Truppe soll vor allem eine Rückkehr der Hisbollah in die Region verhindern. Die radikal-schiitische Organisation will die UN-Resolution zwar akzeptieren, hat aber offen gelassen, ob sie sich hinter den Litani-Fluss nach Norden zurückziehen wird. Nach einem Bericht des libanesischen Rundfunks zog sich eine «begrenzte Zahl» israelischer Soldaten aus dem Südlibanon zurück. Anzeichen für einen Rückzug von Hisbollah-Milizionären gab es nicht.

Bundeswehrbeteiligung ist weiter offen

Deutschland lässt seine Teilnahme an der UN-Schutztruppe weiter offen. Die Bundesregierung will nach Angaben ihres Sprechers Thomas Steg frühestens kommende Woche entscheiden, ob sich deutsche Soldaten an der UN-Truppe beteiligen werden. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck will einem solchen Einsatz zustimmen, während CSU-Chef Edmund Stoiber einer möglichen Beteiligung deutscher Soldaten eine klare Absage erteilt hat.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier reiste am Montag erneut in den Nahen Osten, wo er für die Einbeziehung anderer Staaten in eine Friedenslösung werben will. Er rief erneut dazu auf, in eine dauerhafte Lösung des Konflikts auch die Anrainerstaaten einzubeziehen. Er werde bei den einen dafür werben, "dass sie eine konstruktive Rolle wahrnehmen", sagte er vor seiner Abreise in die Region. Die anderen Staaten wolle er in ihrer konstruktiven Rolle bestärken.

Steinmeier wollte zunächst nach Jordanien reisen und am Dienstag mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zusammentreffen. Weitere Station der Reise ist Saudi-Arabien.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(