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Nato in Libyen Erneute Luftangriffe auf Tripolis


Wieder Angriffe gegen das Gaddafi-Regime: Die Nato hat am Mittwochabend wieder Ziele in der libyschen Hauptstadt Tripolis angegriffen. Die Afrikanische Union bemüht sich währenddessen um eine friedliche Lösung.

Die Nato hat offenbar neue Luftangriffe gegen das Regime von Muammar al Gaddafi geflogen. In der libyschen Hauptstadt Tripolis gab es in der Nacht zum Donnerstag nach Regierungsangaben mehrere Explosionen. Ein libyscher Regierungssprecher sagte, Nato-Flugzeuge hätten eine Schule getroffen. Ein Nato-Sprecher sagte nach CNN-Angaben, er könne dies nicht bestätigen. Ein Reuters-Mitarbeiter in Tripolis berichtete von drei kleineren Explosionen innerhalb von eineinhalb Stunden, ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP hörte vier Detonationen in der Nähe des Stadtzentrums.

Bei den Angriffen sei auch eine Berufsschule getroffen worden, hieß es im amtlichen libyschen Fernsehen. Eine Allianz unter Führung der Nato greift seit Wochen Ziele in Libyen an, um nach eigenem Bekunden die Zivilbevölkerung des Landes zu schützen. Hintergrund sind Kämpfe zwischen Truppen von Machthaber Muammar Gaddafi und Rebellen.

Die amtliche libysche Nachrichtenagentur JANA berichtete zuvor, dass Nato-Jets "zivile und militärische Anlagen" in Naljut in der Bergregion Dschebel Nafussa attackiert hätten. In der Region rund 230 Kilometer westlich von Tripolis lieferten sich Rebellen und Gaddafi-Truppen in den vergangenen Wochen heftige Kämpfe.

Eine friedliche Lösung strebt derweil die Afrikanische Union (AU) an. "Ich bin überzeugt, dass nur eine politische Lösung zu dauerhaftem Frieden führen und die berechtigten Bestrebungen des libyschen Volkes zufriedenstellen kann", sagte der AU-Kommissionsvorsitzende Jean Ping am Mittwoch in Addis Abeba bei einem Krisentreffen der Organisation zu Libyen. An dem zweitägigen Treffen nimmt auch UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon teil.

cjf/AFP/DPA/Reuters DPA Reuters

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