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Militärische Übung: Nato startet Manöver im Schwarzen Meer

Die Nato hat ein Militärmanöver im Schwarzen Meer begonnen, auch russische Schiffe und Flugzeuge wurden in der Nähe gesichtet. An der Übung ist ein Marinetanker aus Kiel beteiligt.

Bereits im September 2014 hielt die Nato die Operation "Sea Breeze 2014" im schwarzen Meer ab.

Bereits im September 2014 hielt die Nato die Operation "Sea Breeze 2014" im schwarzen Meer ab.

Die Nato hat im schwarzen Meer ein Militärmanöver gestartet, in der Region sind auch russische Schiffe und Flugzeuge gesichtet worden. Diese hätten allerdings "alle internationalen Regeln" eingehalten, sagte US-Konteradmiral Brad Williamson nach einem Bericht der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA. "Sie befolgen ihre Pläne, wir unsere", teilte Williamson im bulgarischen Schwarzmeer-Hafen Warna mit. Das Nato-Manöver sei bereits im vergangenen Jahr geplant worden.

Ein Tanker aus Kiel ist dabei

Auch der in Kiel stationierte deutsche Marinetanker "Spessart" ist an der militärischen Übung beteiligt. Darüber hinaus hätten Rumänien, Italien, Bulgarien und die Türkei eigene Schiffe geschickt. Geübt werden nach Nato-Angaben klassische Marineeinsätze wie die Abwehr von U-Boot- und Luftangriffen.

Russland wertet Besuche von Schiffen der Nato im schwarzen Meer zunehmend als Provokation. Moskau protestiert zudem gegen die Pläne der USA, 300 Militärausbilder in die Westukraine zu schicken. Die "militärischen Drohgebärden des Westens" und die in den USA diskutierten Waffenlieferungen für die Ukraine seien eine Gefahr für den Friedensprozess, warnt der Kreml.

Der Zeitpunkt der Nato-Übung hat durchaus Symbolkraft: Vor einem Jahr hatte Russland die Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert, was eine Verschärfung des Ukraine-Konflikts nach sich zog. Seit Februar gilt im umkämpften Donbass im Osten der Ukraine offiziell eine Waffenruhe, gegen die bereits mehrfach verstoßen wurde.

las/DPA / DPA