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Neuer EU-Kommissionspräsident Merkel unterstützt Europawahl-Sieger Juncker


Nun also doch: Angela Merkel hat sich für Jean-Claude Juncker als neuen EU-Kommissionspräsidenten ausgesprochen. Damit stärkt sie dem umstrittenen Kandidaten den Rücken. Das klang zuletzt nicht so.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für den Europawahl-Sieger Jean-Claude Juncker als neuen EU-Kommissionspräsidenten ausgesprochen. "Deshalb führe ich jetzt alle Gespräche genau in diesem Geiste, dass Jean-Claude Juncker auch Präsident der Europäischen Kommission werden sollte", sagte Merkel am Freitag auf dem Katholikentag in Regensburg.

Zuvor hatte unter anderem die SPD die Kanzlerin dazu gedrängt, sich zu den Spitzenkandidaten für die Europawahl zu bekennen. So sagte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel dem Berliner "Tagesspiegel" am Freitag: "Europa ist in einem so schwierigen Zustand, dass Europa beide braucht: Juncker und Schulz." Der bisherige EU-Parlamentspräsident und sozialdemokratische Spitzenkandidat bei der Europawahl, Martin Schulz (SPD), müsse der künftigen EU-Kommission angehören.

Doch auch aus den eigenen Reihen gab es Anmerkungen: CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Der Rat muss wissen, dass das Europaparlament daran festhalten wird, den Wählerwillen durchzusetzen." Vor dem EU-Gipfel Ende Juni müsse es Konsultationen mit Juncker und den Fraktionsspitzen geben. Die Regierungschefs aus Großbritannien, Ungarn, Schweden und den Niederlanden haben - trotz des Wahlsieges der Konservativen mit Spitzenkandidat Juncker - Bedenken gegen eine schnelle Festlegung auf Luxemburgs Ex-Premier, der seit drei Jahrzehnten auf dem Brüsseler EU-Parkett mitspielt.

she/AFP/DPA DPA

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