Nicaragua Ortega gewinnt Wahlen


Drei Tage nach der Präsidentschaftswahl in Nicaragua steht der Sieger fest: Daniel Ortega konnte die Mehrheit der Stimmen für sich gewinnen - sehr zum Missfallen der USA, die ihn ihm einen potentiellen verbündeten von Hugo Chavez sehen.

Der frühere Marxist Daniel Ortega hat die Präsidentenwahl in Nicaragua gewonnen. Er lag nach Auszählung von 91 Prozent der Stimmen mit 38 Prozent klar vor dem liberalen Kandidaten Eduardo Montealegre in Führung, der auf 29 Prozent kam. Montealegre räumte bereits seine Niederlage ein.

Vertrauen zurückgewonnen

Ortega kündigte an, die Armut in dem mittelamerikanischen Land bekämpfen und das Vertrauen von Investoren gewinnen zu wollen. Ortegas Anhänger strömten auf die Straßen und feierten seinen Wahlsieg. Die Wahl vom Sonntag war Ortegas dritter Anlauf zur Rückkehr in das Präsidentenamt seit dem Ausscheiden 1990: In zwei früheren Wahlen konnte der Sandinist die Bürger nicht davon überzeugen, dass mit dem Kalten Krieg auch seine revolutionäre Vergangenheit abgeschlossen ist.

Die USA hatten in den 80er Jahren die Contra-Rebellen in dem mittelamerikanischen Land und damit den Kampf gegen die Sandisten unterstützt. Washington befürchtet, dass Ortega nach seinem Wahlsieg eine enge Partnerschaft mit dem linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez eingehen könnte. Chavez begrüßte den Wahlsieg Ortegas. "Lateinamerika hört ein für alle Mal auf, der Hinterhof des US-Imperialismus zu sein", sagte er.

AP AP

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