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Nordirland: Erzfeinde regieren gemeinsam

Historisches Ereignis in Nordirland: Die ehemaligen Erzfeinde Protestanten und Katholiken bilden eine gemeinsame Regierung. Nach fünf Jahren unter britischer Zentralherrschaft verwaltet sich die Unruheregion damit wieder selbst.

In Nordirland wird heute die überkonfessionelle Regionalregierung zwischen den einst verfeindeten Protestanten und Katholiken vereidigt. Nach fünf Jahren unter britischer Zentralherrschaft steht die Unruheregion damit wieder unter Selbstverwaltung. Ministerpräsident wird der Führer der Protestanten-Partei DUP, Ian Paisley. Sein Stellvertreter wird der ehemalige Kommandeur der Terrorgruppe IRA, Martin McGuinness, von der katholischen Sinn Fein-Partei. Die Vereidigung gilt als historisches Ereignis zwischen den ehemaligen Erzfeinden. Zu der Zeremonie werden auch der britische Premierminister Tony Blair und der irische Regierungschef Bertie Ahern erwartet.

Das Unmögliche wird Realität

Die Bombenanschläge machten stets Schlagzeilen. Genau wie die politischen Morde und die Aufmärsche der Katholiken und der Protestanten, die so oft blutig endeten. Der Frieden in Nordirland erscheint dagegen weniger spektakulär. Dabei galt das, was nun in Belfast zur Realität wird, lange als das Unmögliche: Erzfeinde werden zu Partnern in einer Regierung. Und die 1,7 Millionen Menschen in Nordirland wagen ernsthaft die Hoffnung auf dauerhaften Frieden.

"Niemals, niemals, niemals" werde er "mit dem Teufel paktieren", hatte Ian Paisley, der Führer der Protestanten-Partei DUP einst geschworen. Auch Gerry Adams hatte als Chef der Katholikenpartei Sinn Fein, die geboren wurde als politischer Flügel der Terrortruppe IRA, die Zerschlagung des Gegners im Sinn. Wie sonst sollte sich ein Konflikt zwischen entgegengesetzten Kräften lösen lassen, dessen Wurzeln Jahrhunderte zurückreichten und der allein seit 1969 in einem vergleichsweise kleinen Landstrich 3500 Todesopfer gefordert hatte?

Der Weg, der nun zur Vereidigung der Regionalregierung von DUP und Sinn Fein mit Ian Paisley als Ministerpräsident und dem einstigen IRA-Kommandeur Martin McGuinness als Stellvertreter führte, war lang, steinig und kurvenreich. Gangbar wurde er, nachdem Premierministerin Margaret Thatcher vor gut zwei Jahrzehnten der Einbeziehung der Republik Irland in die Bemühungen um Frieden für die britische Provinz Ulster zustimmte.

Karfreitagsabkommen unter Blair

Das führte dazu, dass sich die IRA in den 90er Jahren mehr und mehr vom Terrorismus abkehrte. Sie überließ es der Sinn Fein, mit politischen Mitteln für den Zusammenschluss des Nordens der Insel mit der Republik im Süden einzutreten. John Major, Thatchers Nachfolger als Regierungschef der Konservativen, gestand direkte Verhandlungen mit der Sinn Fein zu.

Tony Blair ging diesen Weg weiter, nachdem er 1997 als Chef einer Labour-Regierung in die Downing Street einzog. Ein Jahr später wurde das Karfreitagsabkommen unterzeichnet. Demokratisch legitimiert wurde es in Volksabstimmungen in der Republik Irland und in Nordirland. Darin verzichtete die Republik in Dublin auf die Forderung nach einer Wiedervereinigung Irlands, dessen nördlicher Teil 1921 bei der erkämpften Schaffung des Freistaates Irland auf Verlangen der dortigen protestantischen Mehrheit unter britischer Herrschaft blieb.

Das Volk will Frieden

Zugleich erklärten die paramilitärischen Truppen der Katholiken und der Protestanten ihre Bereitschaft zur Entwaffnung mit dem Ziel, sich aufzulösen. Ihre Kämpfer wurden aus Gefängnissen entlassen. Eine Wiedervereinigung wurde im Karfreitagsabkommen nicht ausgeschlossen, falls eine Mehrheit der Nordiren dies will. Doch wer heute vom EU- Staat Irland über die unkontrollierte Grenze in die Provinz Ulster des EU-Staates Großbritannien fährt, versteht, warum staatliche Einheit für viele Iren nicht mehr die Hauptfrage ist.

Sie wollen dauerhaften Frieden, funktionierende Behörden, Schulen, Krankenhäuser, wirtschaftliches Wachstum wie im Süden der Insel, Arbeitsplätze und Sicherheit. Dafür gaben sie bei Wahlen zum nordirischen Parlament im März vor allem den beiden großen Parteien der Protestanten und der Katholiken ihre Stimmen. Das wurde als Auftrag an die alten Feinde interpretiert, sich zusammenzuraufen.

EU leistet Starthilfe

Dem beugte sich schließlich auch der 81 Jahre alte "Dr. No", wie Paisley genannt wurde. "Als Mann Gottes muss ich bereit sein, zu vergeben." Kröten mussten auch Adams und die einstigen IRA- Führungsmitglieder schlucken. Der Durchbruch kam, als sie die letzten Bedingungen der DUP erfüllten und die alleinige Verantwortung der nordirischen Polizei für die Sicherheit anerkannten.

Die EU leistet mit fast einer Milliarde Euro in den kommenden sechs Jahren Starthilfe. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso betonte, dass "Nordirlands friedliche Zukunft in der EU liegt". Vielleicht macht das Schule: Dass die Nordiren das Wohlergehen der Menschen vor die Frage der Souveränität stellten, schrieb die spanische Zeitung "El País", "ist ein Beispiel für das Baskenland."

Thomas Burmeister/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(