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Joe Biden : Nordkorea beschimpft Ex-US-Vizepräsidenten als "tollwütigen Hund", den man erschlagen müsse

In den USA will Joe Biden bei den nächsten Wahlen Donald Trump herausfordern und kritsiert dessen Umgang mit Diktatoren wie Kim Jong Un. Dessen Staatsmedien schlagen nun zurück.

Joe Biden, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten

Joe Biden, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten

AFP

Nordkoreas Staatsmedien greifen den amerikanischen Präsidentschaftsbewerber und früheren Vizepräsidenten Joe Biden weiter scharf an. In einem neuen Kommentar beschimpfte die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, die auch als Sprachrohr der Führung in Pjöngjang fungiert, den Demokraten Biden als "tollwütigen Hund". Biden hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mehrmals stark kritisiert und ihn unter anderem als Tyrannen bezeichnet. Auch kritisierte Biden die Art der Annäherung von US-Präsident Donald Trump an Pjöngjang.

Kritik an Donald Trump: Anbiederung  bei "Diktatoren und Tyrannen"

"Tollwütige Hunde" wie Biden müssten "mit einem Stock zu Tode geprügelt werden", hieß es bei KCNA. Ihm gehe die "elementare Erscheinung als Mensch" ab. Die Agentur griff damit erneut Beschimpfungen auf, die Nordkorea bereits im Mai veröffentlicht hatte. Biden hatte zuvor Trump vorgeworfen, sich bei "Diktatoren und Tyrannen" wie Kim anzubiedern.

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KCNA bezog sich in der Attacke auf Biden auch auf die häufig von Trump verwendete Wendung "Sleepy Joe" (Schläfriger Joe), mit der der US-Präsident seinen wichtigsten Rivalen beleidigt. Biden zeige "Zeichen einer Demenz im letzten Stadium", schrieb KCNA. "Es scheint, dass für ihn die Zeit gekommen ist, aus dem Leben zu scheiden." In der Vergangenheit hat KCNA auch schon Trump als "tollwütigen Hund" bezeichnet. Kim selbst nannte Trump einen "geistesgestörten und dementen Greis".

Trump-Kim-Gipfel ohne Ergebnis

Trump und Kim hatten sich bisher dreimal getroffen, darunter zu Gipfeln im Juni 2018 in Singapur und im Februar dieses Jahres in Vietnam sowie Ende Juni zu einem kurzen Treffen an der innerkoreanischen Grenze. Beim ersten Gipfel hatten sich beide darauf geeinigt, auf eine komplette atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten. Das Folge-Gipfeltreffen in Hanoi war allerdings ergebnislos zu Ende gegangen. Trump bezeichnet Kim als einen Freund.

nik/DPA/AFP