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Anschlagsversuche: Paketbomben an Trump-Kritiker: Verdächtiger in Florida gefasst

Die US-Behörden haben einen Verdächtigen festgenommen, der Rohrbomben an Gegner von US-Präsident Donald Trump verschickt haben soll. Der Präsident selbst verurteilte die "terrorisierenden Handlungen".

Paketbombe CNN

Screenshot des Twitter-Accounts von CNN mit einer Paketbombe, die an die New Yorker Zentrale des TV-Sender geliefert wurde

DPA

Die US-Behörden haben im Fall von versandten Rohrbomben an Gegner von US-Präsident Donald Trump einen Verdächtigen festgenommen. Das teilte eine Sprecherin des US-Justizministeriums auf Twitter mit. Die Festnahme erfolgte demnach in Florida, wo ein Teil der Päckchen sichergestellt worden war. Weitere Angaben sollen auf einer Pressekonferenz um 20.30 Uhr deutscher Zeit bekanntgegeben werden.

Oppositionspolitikerin als falsche Absenderin

Die Umschläge waren unter anderem an den früheren Präsidenten Barack Obama und an die frühere Außenministerin Hillary Clinton versandt worden. Auch weitere Trump-Gegner sind Adressaten der von den US-Behörden abgefangenen Pakete: Ex-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sowie die vormaligen Geheimdienstchefs James Clapper und John Brennan.

Trumps Reaktion auf Paketbomben

Donald Trump hat die Taten scharf verurteilt. "Diese terrorisierenden Handlungen sind verachtenswert und haben keinen Platz in unserem Land", sagte er bei einem Auftritt im Weißen Haus in Washington. Man dürfe niemals zulassen, dass politische Gewalt in den USA Wurzeln schlage. Der Republikaner erklärte, der oder die Täter würden zur Rechenschaft gezogen werden. Zuvor hatte er Zweifel an der Echtheit der Bomben angedeutet. Er sprach in einem Tweet von "dem Bomben-Zeug", das seinen Wahlkampf negativ beeinflusse. Indirekt hatte er die Medien und ihre kritische Berichterstattung mitverantwortlich gemacht für die Straftaten.


Die verdächtigen Briefe hatten als falschen Absender den Namen der oppositionellen Kongressabgeordneten Debbie Wasserman Schultz aus Florida getragen. Die Päckchen waren mit jeweils sechs Briefmarken frankiert, die eine wehende US-Flagge zeigen.

Laut FBI hätten Bomben explodieren können

Insgesamt stellten die Behörden zwölf Päckchen sicher. Zumindest in einigen davon befanden sich Plastikrohre mit Schwarzpulver und Zünder. Das FBI ging zunächst davon aus, dass sie hätten explodieren können.

nik/DPA/AFP