HOME

Pakistan: USA ziehen Personal aus Konsulat in Lahore ab

Nachdem die USA mehrere Botschaften auf der Arabischen Halbinsel geschlossen haben, werden nun auch in Pakistan verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angegangen.

Nach den Botschaftsschließungen in zahlreichen arabischen Ländern haben die USA fast alle Mitarbeiter aus ihrem Konsulat im pakistanischen Lahore abgezogen. Nur eine Notbesetzung werde aufrecht erhalten, teilte das Außenministerium in der Nacht zum Freitag mit. Bei einer neuen Serie von US-Drohnenangriffen im Jemen wurden nach Angaben von Stammesvertretern zwölf mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder getötet. Saudi-Arabien meldete die Festnahme von zwei Aktivisten des Terrornetzwerks.

Das Personal des Konsulats in Lahore wurde ab Donnerstag abgezogen. Es gebe eine "spezifische Bedrohung" für das Konsulat in Lahore, erklärte das US-Außenministerium, und bekräftigte auch seine Reisewarnung für ganz Pakistan. Dies stehe aber nicht in Verbindung zu der Terrorwarnung aus der vergangenen Woche, die zur Schließung von 19 diplomatischen Vertretungen auf der Arabischen Halbinsel und in Nordafrika geführt hatte.

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" reagierten die USA mit den Botschaftsschließungen auf Anschlagspläne der Gruppe al Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP). Der Initiator der Pläne sei AQAP-Chef Nasser al Wuhaischi gewesen und nicht der Chef des gesamten Al-Kaida-Netzes, Aiman al Sawahiri, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungskreise. Die jemenitische Regierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, mehrere konkrete Anschlagsplanungen vereitelt zu haben.

Mehrere Drohnenangriffe auf mutmaßliche Terroristen im Jemen

Seite Ende Juli haben die USA ihre Drohnenangriffe auf mutmaßliche Extremisten im Jemen verstärkt. Nach Angaben eines Militärsprechers wurden am späten Donnerstagabend in der Region Ghail Bawasir im Südosten des Landes vier Extremisten getötet. Dort hatte eine Drohne kurz zuvor zwei mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder in ihrem Fahrzeug getötet. Bei einem weiteren Angriff am Morgen in der Region Marib westlich der Hauptstadt Sanaa gab es mindestens sechs Todesopfer, wie Stammesführer berichteten.

Im benachbarten Saudi-Arabien meldete unterdessen das Innenministerium die Festnahme von zwei mutmaßlichen Al-Kaida-Aktivisten. Ein Ministeriumssprecher sagte, die beiden Männer, ein Jemenit und ein Tschader, seien womöglich in die Anschlagsplanung auf westliche Botschaften in der Region verwickelt.

ono/AFP / AFP