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Präsidentschaftswahl in Südkorea: Knapper Vorsprung für konservative Kandidatin

Vor kurzem schlossen die Wahllokale in Südkorea. Erste Prognosen sehen die konservative Park Geun Hye vorn. Wird das Land bald zum ersten Mal von einem weiblichen Präsidenten regiert?

Bei der Wahl des neuen südkoreanischen Präsidenten läuft es wie erwartet auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinaus. Nach einer gemeinsamen Wählerbefragung der Fernsehsender SBS, MBC und KBS, die am Mittwoch nach der Schließung der Wahllokale (18.00 Uhr Ortszeit - 10.00 Uhr MEZ) veröffentlicht wurde, lag die Kandidatin der Regierungspartei, Park Geun Hye, mit 50,1 Prozent der abgegebenen Stimmen knapp vorn. Ihr größter Rivale, der linksliberale Oppositionspolitiker Moon Jae In, kann demnach mit 48,9 Prozent der Stimmen rechnen.

Nach einer Befragung des Kabelsenders YTN könnte allerdings auch der 59-jährige Moon am Ende die Nase vorn haben. Danach könnte Moon zwischen 49,7 und 53,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Auf Park käme danach ein Anteil von 46,1 bis 49,1 Prozent.

Die 60 Jahre alte Park, die für die konservative Saenuri-Partei kandidiert, ist eine Tochter des früheren Diktators Park Chung Hee. Sollte sie siegen, würde sie als erste Frau das höchste Staatsamt in Südkorea übernehmen. Rund 40,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Lee Myung Bak zu bestimmen. Lee kann nicht wiedergewählt werden. Er muss das "Blaue Haus" in Seoul Ende Februar nach fünfjähriger Amtszeit verlassen.

awö/DPA / DPA