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Ansprache in Jamestown Abgeordneter protestiert bei Trump-Rede und wird aus dem Saal gebracht


"Schiebt Hass ab": Mit Schildern hat ein Abgeordneter im Parlament des Bundesstaats Virginia während einer Ansprache von Donald Trump protestiert. Der US-Präsident unterbrach seine Rede, während der Mann aus dem Saal gebracht wurde.

US-Präsident Donald Trump ist bei einer Ansprache zur Erinnerung an die Gründung der ersten englischen Siedlung auf dem Gebiet der heutigen USA von einem Abgeordneten unterbrochen worden. Ibraheem Samirah, Abgeordneter im Parlament des Bundesstaats Virginia, hielt am Dienstag während der Rede Trumps in Jamestown Schilder hoch, auf denen "Schiebt Hass ab" und "Geh' zurück in Deine verdorbene Heimat" stand. Der Präsident unterbrach seine Ansprache, während Samirah aus dem Saal gebracht wurde.  

Abgeordnete boykottieren Auftritt von Donald Trump  

Trump hielt sprach anlässlich der Gründung der Siedlung Jamestown im heutigen Bundesstaat Virginia im Jahr 1619. Er erinnerte daran, dass mit den ersten englischen Siedlern auch die ersten afrikanischen Sklaven in die heutige USA kamen. "Wir erinnern an jede heilige Seele, die unter den Schrecken der Sklaverei gelitten haben", sagte er.

Der Auftritt des Präsidenten wurde von den schwarzen Abgeordneten des Parlaments von Virginia boykottiert. Sie begründeten dies mit Trumps "rassistischer und xenophober Rhetorik".    

Trump verteidigt sich gegen Rassismus-Vorwürfe

Trump hatte am Wochenende mit einer Reihe von Twitter-Botschaften für Empörung gesorgt. Er beschimpfte den afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings als "brutalen Tyrannen" und beschrieb dessen Wahlkreis in Baltimore als "widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch".     

Am Montag ließ er beleidigende Tiraden gegen den schwarzen Bürgerrechtler Al Sharpton vom Stapel, den er als "Betrüger" und "Unruhestifter" bezeichnete. "Er hasst Weiße und Polizisten", twitterte Trump.    

Mitte Juli hatte Trump vier dunkelhäutige Politikerinnen der Demokraten attackiert, die er dazu aufrief, in ihre vermeintlichen Herkunftsländer zurückzukehren. Am Dienstag verteidigte sich Trump gegen die Rassismus-Vorwürfe. "Ich bin die am wenigsten rassistische Person auf der ganzen Welt", sagte der Präsident.

fs AFP

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