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Proteste im Jemen Obama fordert Salih zu "konkreten Taten" auf


US-Präsident Barack Obama fordert den jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih dazu auf, seinen Reformversprechen "konkrete Taten" folgen zu lassen. Nach Ägypten protestieren die Menschen auch in Jemen gegen die amtierende Regierung.

US-Präsident Barack Obama mahnt politische Reformen im Jemen an. Er forderte den jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih in einem Telefongespräch auf, seinen Reformversprechen jetzt "konkrete Taten" folgen zu lassen, teilte das Weiße Haus am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Sicherheitskräfte in dem arabischen Land sollten keine Gewalt gegen Demonstranten anwenden, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausübten.

Salih hatte am Vortag in Sanaa versprochen, er wolle nach 32 Jahren auf eine weitere Amtszeit verzichten. Allerdings läuft seine Amtszeit erst 2013 ab. Zudem wolle er die für April geplante Parlamentswahl verschieben und eine Regierung der nationalen Einheit bilden.

Obama rief bei dem Telefonat am Mittwoch Salih auch dazu auf, entschlossen gegen Al-Kaida-Terroristen im Jemen vorzugehen.

Ungeachtet der Versprechen Salihs gingen seine Anhänger und Gegner in Sanaa am Donnerstag weiter auf die Straße. An zwei Stellen in der Hauptstadt demonstrierten jeweils mehr als 20 000 Menschen, berichteten Augenzeugen.

Nach den Aufständen in Ägypten lehnen sich mehrere nordafrikanische Staaten gegen ihr Regime auf. Aktuelle Berichte über die Lage in Ägypten finden Sie in unserem Extra.

DPA DPA

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