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Proteste: US-Soldaten schießen auf Demonstranten

US-Truppen haben in der irakischen Ortschaft Falludschah auf Demonstranten geschossen und dabei nach Augenzeugenberichten mindestens 15 Menschen getötet.

US-Truppen haben in der irakischen Ortschaft Falludschah auf Demonstranten geschossen und dabei nach Augenzeugenberichten mindestens 15 Menschen getötet. US-Oberst Arnold Bray erklärte am Dienstag, bei dem Vorfall am Montagabend seien mindestens sieben Demonstranten getroffen worden. Zuvor seien die Soldaten beschossen worden. Unterdessen stellte sich der frühere irakische Ölminister nach Angaben des US-Oberkommandos Mitte den Koalitionstruppen.

Bewaffnete Demonstranten

Anwohner erklärten, an der Demonstration hätten Schüler im Alter von fünf bis 20 Jahren teilgenommen. Oberst Bray sagte, einige von ihnen seien bewaffnet gewesen. "Fragt sie, welche Schuljungen (Sturmgewehre vom Typ) AK-47 tragen", erklärte Bray. Der Nachrichtensender El Dschasira berichtete, laut Anwohnern hätten die Soldaten das Feuer eröffnet, nachdem jemand einen Stein gegen das Schulgebäude geschleudert habe, das den Truppen als Hauptquartier dient.

Der am Montag in Gewahrsam genommene Exminister und General Amir Mohammed Raschid stand auf der US-Liste der 55 meistgesuchten Iraker auf Platz 47. Raschid war zugleich Experte für die Raketensysteme des früheren irakischen Regimes. Seine Frau ist die Mikrobiologin Rihab Taha, die ein geheimes Biowaffenlabor zur Herstellung von waffenfähigem Anthrax und anderen Kampfstoffen geleitet haben soll. Über ihr Schicksal war nichts bekannt.

Bagdad: 4.000 Militärpolizisten und Infanteristen zusätzlich

Zur Wiederherstellung der Ordnung in der irakischen Hauptstadt will das US-Heer in den kommenden zwei Wochen weitere 4.000 Militärpolizisten und Infanteristen nach Bagdad entsenden. Sie sollen gemeinsam mit irakischen Polizisten in der Stadt patrouillieren. Dies kündigte Generalmajor Glenn Webster, der stellvertretende Kommandeur der US-Bodentruppen in Irak, am Dienstag vor einem Treffen mit 100 Vertretern der Stadtverwaltung und anderen Irakern an. 12.000 US-Soldaten sind bereits in Bagdad stationiert.

Bush: USA seien "beständiger Freund"

US-Präsident George W. Bush erklärte unterdessen, sein Land wolle sich als "beständiger Freund" an der Seite des irakischen Volkes für den Aufbau von Demokratie einsetzen. Washington werde Irak keine Regierung aufzwingen, sagte Bush am Montag im US-Staat Michigan in einer Rede, die auch in arabische Länder übertragen wurde. "Amerika hat versprochen, Irak von einem Unterdrückerregime zu befreien, und wir haben unser Wort gehalten", sagte Bush. "Amerika verspricht nun, den Irakern beim Aufbau einer florierenden und friedlichen Nation zu helfen, und wir werden unser Wort halten."

Konferenz zu gestohlenen Kulturgütern

Der Direktor des Britischen Museums in London, Neil McGregor, nannte die Plünderung irakischer Museen am Dienstag die größte Katastrophe für eine nationale Kunstsammlung seit dem Zweiten Weltkrieg. Da Mesopotamien die Wiege der menschlichen Kultur sei, betreffe die Katastrophe die gesamte Welt.

Internationale Experten wollten sich am Dienstag in London treffen, um ihre Bemühungen um die vermissten Ausstellungsstücke zu koordinieren. Das British Museum und die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) erwarteten unter anderem Fachleute aus Berlin, vom Pariser Louvre und dem New Yorker Metropolitan Museum.

650 Kunstwerke wieder aufgetaucht

Aus dem beim Einmarsch der US-Armee in Bagdad geplünderten irakischen Nationalmuseum sind rund 650 Kunstwerke wieder aufgetaucht, darunter ein 7000 Jahre altes, fast unbeschädigtes Tongefäß. Wie die für die Suche nach den Kunstgegenständen verantwortliche Spezialeinheit des US-Zentralkommandos im Museum in Bagdad mitteilte, brachte ein Iraker am Dienstag rund 30 Antiquitäten zurück, darunter mehrere kleinere Keilschrift-Tafeln sowie die etwa 15 Zentimeter hohe Statue eines Königs.

Am Montag hatte das Zentralkommando bereits über die Rückgabe eines der ältesten erhaltenen Bronzereliefs eines Bullen berichtet. Auch wertvolle Manuskripte seien zurückgebracht worden. Ende vergangener Woche sollen irakische Hilfssoldaten der US-Armee zwei Schmuggler gestoppt haben, die in einer Kiste aus dem Museum 465 geraubte Kunstgegenstände aus dem Museum transportierten, darunter viele zylinderförmige Siegel.

Evakuierte Werke verschwunden

Unklarheit herrscht nach wie vor über die Anzahl und den Wert der bei der Plünderung verschwundenen Antiquitäten und den Verbleib der Ausstellungsstücke, die von der Museumsverwaltung angeblich vor Kriegsbeginn aus Sicherheitsgründen in einen Tunnel unter der irakischen Zentralbank gebracht worden waren. Fest stehe bislang nur, dass bei dem Kunstraub eine "hinterhältige Hand" mit im Spiel gewesen sei, "jemand, der genau um den Wert der einzelnen Objekte gekannt hat".

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.