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Prozess gegen Wikileaks-Informat: Für den Staatsanwalt ist Manning ein Verräter

Er war der Vorgänger von Edward Snowden: US-Soldat Bradley Manning lieferte Wikileaks belastende Dokumente. Dafür droht ihm nun in den USA lebenslange Haft. Das Urteil soll am Wochenende fallen.

Im US-Prozess gegen den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning nähert sich die Stunde der Wahrheit. Am heutigen Freitag wird die Verteidigung ihr Plädoyer halten. Bereits am Wochenende könnte das Militärgericht in Fort Meade bei Washington ein Urteil fällen. Das Strafmaß wird allerdings erst später verkündet. Dem 25-jährigen US-Obergefreiten droht eine lange Haftstrafe.

Die Staatsanwaltschaft sprach am Donnerstag rund fünf Stunden lang - und richtete erneut schwerste Vorwürfe an Manning. "Er war kein Humanist, er war ein Hacker", sagte Staatsanwalt Ashden Fein. "Er war keine bedrängte junge Seele, er war ein entschlossener Soldat mit dem Wissen, der Fähigkeit und dem Willen, den USA und deren Kriegsanstrengungen zu schaden." Der Staatsanwalt fügte hinzu: "Er war kein Whistleblower, er war ein Verräter (...)." Manning habe um den Wert der weitergereichten Dokumente für den Feind gewusst. Das ihm entgegengebrachte Vertrauen habe er bewusst missbraucht, "um sich einen Namen zu machen".

Manning hatte während seiner Stationierung im Irak zwischen November 2009 und Mai 2010 hunderttausende Geheimdokumente von Militärrechnern heruntergeladen und Wikileaks zugespielt. Der Soldat räumte die Weitergabe der Dateien ein und bekannte sich einer Reihe minderschwerer Anklagepunkte für schuldig, darunter unerlaubter Besitz und vorsätzliche Weitergabe von Geheimdokumenten. Den Hauptvorwurf der Feindesunterstützung bestritt er dagegen. Nach eigenen Angaben wollte Manning eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstoßen.

Präzedenzfall für Whistleblower

Das Verfahren ist der erste große Prozess gegen einen Whistleblower in den USA. Der schwerste Anklagepunkt lautet "Unterstützung des Feindes", wofür die Todesstrafe droht. Die Staatsanwaltschaft hatte aber bereits vor dem Prozess signalisiert, dass sie die nicht fordern will.

Das Verfahren könnte als Präzedenzfall für weitere Whistleblower dienen - etwa für Wikileaks-Chef Julian Assange und den Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden. Assange hält sich seit längerem in der Londoner Botschaft Ecuadors auf, Snowden im Transitbereich des Moskauer Flughafens. Die USA wollen beide unbedingt vor Gericht stellen.

cjf/AFP/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.