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Reaktion auf Bürgerkrieg Türkei schließt Grenzübergänge zu Syrien


Die Gefechte zwischen syrischen Rebellen und der Armee breiten sich weiter aus: Die Türkei bangt um ihre Sicherheit und schließt die Grenzen. Derweil toben in der Millionenstadt Aleppo heftige Kämpfe.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben ihre Grenze zu Syrien geschlossen. Die Übergänge würden aus "Sicherheitsgründen" und zum Schutz der türkischen Bevölkerung bis auf Weiteres gesperrt, teilte ein Behördenvertreter mit. Die Wiedereröffnung hänge von der weiteren Entwicklung ab. Eine Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks UNHCR erklärte dazu, die Sperre gelte nur für den Handel, nicht aber für Flüchtlinge. Dies habe die türkische Regierung zugesichert.

An den Grenzposten auf syrischer Seite hatte es in den vergangenen Tagen heftige Kämpfe zwischen Rebellen und der syrischen Armee gegeben. Ähnlich angespannt war die Lage an mehreren Grenzübergängen zum Irak. In dem seit Mitte März 2011 andauernden Konflikt in Syrien wurden nach Oppositionsangaben bislang mehr als 19.000 Menschen getötet. Viele Syrer flohen bereits in Nachbarländer, zu denen auch der Libanon und Jordanien gehören.

Schwere Kämpfe in Aleppo

In mehreren Vierteln der nordsyrischen Metropole Aleppo liefern sich Regierungstruppen und Rebellen derweil heftige Gefechte. Kampfhubschrauber und Panzer beschossen den Angaben zufolge Vorstädte der Millionenmetropole, in denen die Aufständischen in den vergangenen Tagen die Kontrolle übernommen hatten.

Umkämpft seien auch das Einwohnermeldeamt und das lokale Hauptquartier der regierenden Baath-Partei, meldeten syrische Aktivisten. Ein Sprecher der Freien Syrischen Armee erklärte, das Regime habe etwa 2000 voll ausgerüstete Soldaten mit Panzern und Artillerie aus Idlib abgezogen und nach Aleppo in Marsch gesetzt.

Regierung erobert Viertel in Damaskus zurück

In Damaskus beschossen den Rebellen zufolge Kampfhubschrauber das südliche Viertel Al-Hadschar al-Aswad, das noch von den Aufständischen gehalten wird. Zuvor hatten die Regimetruppen bereits andere Viertel der Hauptstadt zurückerobert. Das Staatsfernsehen berichtete, der größte Teil von Damaskus sei wieder unter Kontrolle der Regierung.

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte die Opposition am Dienstag aufgefordert, sich auf die Zeit nach dem Ende des Assad-Regimes vorzubereiten. Clinton sagte in Washington, die Opposition müsse damit beginnen, eine Übergangsregierung aufzubauen. Die USA wünschten sich ein "demokratisches, friedliches und pluralistisches" Syrien sagte die Außenministerin.

lin/AFP/DPA DPA

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