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Reich an Rohstoffen Fünf Anrainer-Staaten begehren die Schätze der Arktis


Unter Eis und Schnee ist die Arktis reich an Bodenschätzen. Um das etwa 26 Millionen Quadratmeter große Areal streiten sich fünf Anrainerstaaten: Russland, die USA, Dänemark, Norwegen und Kanada. Besonders Russland möchte Ansprüche geltend machen.

Die an Bodenschätzen reiche Arktis ist eine meist eisbedeckte Land- und Meeresfläche rund um den geografischen Nordpol. Zu dort vorhandenen Rohstoffen zählen Erdöl, Erdgas, Kohle, Eisen, Silber, Gold und Zink. Nach unterschiedlichen Angaben leben zwischen 1,5 und vier Millionen Menschen in der Arktis. Fünf Anrainerstaaten streiten sich um das etwa 26 Millionen Quadratkilometer große Gebiet. Kanada zog bereits in den 1920er Jahren seine Grenzen bis an den Nordpol. Danach beanspruchten die Sowjetunion, die USA (Alaska), Dänemark (Grönland) und Norwegen (Spitzbergen) ein solches "Tortenstück" von ihren Küsten bis zum Pol.

Der größte Teil des Nordpolarmeeres wurde bis vor wenigen Jahren als internationales Gebiet angesehen. Nach dem Internationalen Seerechtsübereinkommen UNCLOS von 1982 können Staaten bei den Vereinten Nationen über ihre 200 Seemeilen ins Meer reichende Wirtschaftszone hinaus Hoheitsrechte beantragen. In diesem bis zu 350 Seemeilen von der Küste reichenden "Juristischen Kontinentalschelf" ist die Ausbeutung von Rohstoffen erlaubt. Russland, Norwegen, Dänemark und Kanada haben entsprechende Ausweitungen ihres Gebiets beantragt. Die USA haben als einziger Arktis-Anrainer UNCLOS bisher nicht ratifiziert. Russland beansprucht zudem ein 1,2 Millionen Quadratkilometer großes Gebiet einschließlich des Nordpols.

In den vergangenen Jahren blieb die Eisausdehnung in der Arktis im Sommer unter dem langjährigen Mittel von sieben Millionen Quadratkilometern. Den Negativrekord verzeichneten Forscher 2007 mit nur 4,1 Millionen Quadratkilometern. Die Industrie hofft, durch das zurückweichende Eis in Zukunft Bodenschätze in der Region leichter abbauen zu können. Der Klimawandel ermöglich zudem neue dauerhafte Schifffahrtswege, etwa die Nordostpassage vor der Küste Sibiriens.

DPA DPA

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