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Von Oregon nach Idaho: Keine Lust mehr auf Demokraten: Republikaner wollen Bundesstaat wechseln

Im US-Bundesstaat Oregon hat eine Gruppe Republikaner genug von der demokratischen Regierung. Nun wollen sie den Bundesstaat wechseln. 22 Counties sollen sich einem "Greater Idaho" anschließen. 

Diese von der Bewegung "Greater Idaho" erstellte Karte zeigt die vorgeschlagene Grenzanpassung.

Diese von der Bewegung "Move Oregon's Border for a Greater Idaho" erstellte Karte zeigt die vorgeschlagene Grenzanpassung. Counties aus Oregon und Kalifornien würden zum Gebiet von Idaho übergehen. 

Im US-Bundesstaat Oregon haben einige Einwohner es satt, unter der Kontrolle ihrer demokratischen Landesregierung zu leben. Nun haben sie eine Petition gestartet, um sich dem von den Republikanern geführten Bundesstaat Idaho anschließen zu können. Die Bewegung nennt sich selbst "Move Oregon's Border for a Greater Idaho". Ihr Ziel ist es, die Grenzen von Idaho zu erweitern. 22 Counties sollen sich zu diesem Zweck von Oregon abspalten. Auch einige Landkreise aus dem im Süden angrenzenden Bundesstaat Kalifornien sollen sich nach ihrem Willen zu Idaho gesellen. Unter dem Namen Greater Idaho soll ein neuer Bundesstaat entstehen.

In einem Statement auf Facebook verkündet die Gruppierung: "Süd- und Ost-Oregon sowie das nördlichste Kalifornien können Teil von Idaho werden. Wir sammeln Unterschriften, um dies auf den Wahlzettel 2020 in den ländlichen Bezirken von Oregon zu setzen."

In drei Counties Oregons – Josephine, Douglas und Umatilla – hat die Gruppierung bereits grünes Licht erhalten, um den ersten Schritt im Sezessionsprozess einzuleiten. Wenn in weiteren Landkreisen genügend Stimmen gesammelt werden, könnten die Wähler im Südosten Oregons bei den kommenden Wahlen im November mit der Frage konfrontiert werden, ob ihr County durch die Neugestaltung der Grenze Teil von Idaho werden soll.

Republikaner fühlen sich nicht repräsentiert

"Die ländlichen Bezirke sind zunehmend empört über die Gesetzgeber von Oregon, die unseren Lebensunterhalt, unsere Industrie, unseren Geldbeutel, unsere Waffenrechte und unsere Werte bedrohen", schrieb Mike McCarter, einer der Initiatoren der Bewegung, auf der Website der Gruppe.

"Wir haben versucht, diese Gesetzgeber abzuwählen, aber das ländliche Oregon ist zahlenmäßig unterlegen und unsere Stimmen werden jetzt ignoriert. Dies ist unser letzter Ausweg", fügte McCarter hinzu.

Einige republikanische Senatoren in Oregon unterstützen die Bewegung. "Oregon wird größtenteils von einer Partei kontrolliert, die nicht den gesamten Bundesstaat effektiv vertritt, was die Kluft zwischen Stadt und Land vergrößert", erklärte Herman Baertschiger, der republikanische Anführer im Senat, in einer Email an den US-Sender CNN. "Die Demokraten sollten bedenken, wie unglücklich diese Oregoner mit der gegenwärtigen Regierung sein müssen, um eine Abspaltung von Oregon anzustreben." Er würde sich jedenfalls freuen, ein Teil der Legislative von Greater Idaho zu werden.

Hassan Rouhani und Barack Obama

Bewegung steckt noch in den Kinderschuhen 

Auch der Republikaner Gary Leif, der Douglas County im Repräsentantenhaus von Oregon vertritt, ist ein Anhänger der Bewegung. In seinem Büro hat er sogar eine Karte von Greater Idaho hängen: "Die Leute lieben sie", verriet er gegenüber CNN.

Sollten sich die Wähler tatsächlich für eine Abspaltung von Oregon aussprechen, würden lediglich 14 der 36 Counties in dem Bundesstaat verbleiben, schreibt "USA Today". Doch bevor es soweit ist, müsste die Grenzverschiebung nicht nur von den Regierungen beider Bundessaaten, sondern auch vom US-Kongress genehmigt werden.

Quellen: CNN, USA Today"Move Oregon's Border for a Greater Idaho"

ivi
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