Russland Ein Gespräch mit Wladimir Putin. Die Fortsetzung


Der jüngste Anschlag auf einen russischen Schnellzug belegt nach den Worten von Ministerpräsident Wladimir Putin eine anhaltend hohe terroristische Bedrohung. "Wir haben viel getan, um dem Terrorismus das Rückgrat zu brechen, aber die Bedrohung ist nicht völlig ausgeschaltet".

Der jüngste Anschlag auf einen russischen Schnellzug belegt nach den Worten von Ministerpräsident Wladimir Putin eine anhaltend hohe terroristische Bedrohung. "Wir haben viel getan, um dem Terrorismus das Rückgrat zu brechen, aber die Bedrohung ist nicht völlig ausgeschaltet", sagte Putin am Donnerstag bei einer vom staatlichen Fernsehen übertragenen telefonischen Fragestunde. Jeder einzelne Bürger müsse aufmerksam sein, und der Staat müsse sein Vorgehen gegen Kriminelle dieser Art verschärfen. Bei dem Anschlag auf einen Schnellzug von Moskau nach St. Petersburg waren am vergangenen Wochenende 26 Menschen gestorben. Islamistische Rebellen bekannten sich zu der Tat.

Mit den Äußerungen eröffnete Putin seine jährliche Marathon-Livesendung mit Zuschauerfragen, die aus einem Konferenzzentrum in der Nähe des Kreml auch vom staatlichen Radio übertragen wurde. Im vergangenen Jahr hatte die Sendung gut drei Stunden gedauert. Zur diesjährigen, insgesamt achten Ausgabe unter dem Titel "Ein Gespräch mit Wladimir Putin. Die Fortsetzung" gingen nach offiziellen Angaben per Telefon, SMS und Internet mehr als 700.000 Fragen ein. Schwerpunktthemen in einer von der Regierung veröffentlichten Auswahl waren Korruption, Bürokratie und staatliche Sozialleistungen.

Zur Wirtschaftsentwicklung sagte Putin, die Krise in Russland habe ihren Höhepunkt überschritten. Um sie zu überwinden, seien aber noch Zeit und erhebliche Mittel nötig. Insgesamt werde die Wirtschaftsleistung des Landes in diesem Jahr um etwa 8,5 bis 8,7 Prozent schrumpfen und die Industrieproduktion wohl um rund 13 Prozent. Von Mitte 2010 an rechne er mit einem anziehenden Aufschwung.

Kritisch äußerte sich der Ministerpräsident zur Rolle der USA bei den Beitrittsbemühungen Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO). "Ein WTO-Beitritt bleibt unser strategisches Ziel, aber wir haben den Eindruck, dass aus unbekannten Gründen einige Länder - darunter die Vereinigten Staaten - unsere Aufnahme erschweren", sagte Putin.

Reuters Reuters

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