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Selbstmordattentat in Damaskus: Syrische Opposition erzürnt über Anschlag auf Moschee

Der Anschlag auf eine Moschee in Damaskus hat bei Gegnern des Assad-Regimes für Entrüstung gesorgt. Sie veurteilen den Vorfall als einen "verabscheuungswürdigen Terrorakt".

Ein Anschlag auf eine Moschee in Damaskus hat unter syrischen Regimegegnern Empörung ausgelöst. Das Nationale Koordinierungskomitee für demokratischen Wandel sprach von einem "verabscheuungswürdigen Terrorakt, der durch nichts zu rechtfertigen sei". Eine Moschee solle ein Ort des Friedens sein, wo nicht das Blut unschuldiger Zivilisten vergossen wird, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung der als gemäßigt geltenden Oppositionsgruppe.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Donnerstag in der Imam-Moschee im Stadtteil Al-Masra einen Sprengstoffgürtel gezündet. 42 Menschen kamen dabei ums Leben. Unter den Toten war der sunnitische Kleriker Scheich Mohammed Saeed al-Buti, der zum Zeitpunkt des Anschlags dort eine Lesung abhielt. Al-Buti war loyal zum Regime des Präsidenten Baschar al-Assad.

Auch ein Sprecher der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee (FSA) verurteilte den Anschlag, der seinen Worten zufolge "nichts mit den Zielen der Revolution zu tun hat". Islamistische Brigaden, allen voran die Al-Nusra Front, hatten in der Vergangenheit mehrere Selbstmordanschläge auf Armee-Stützpunkte verübt.

cob/DPA / DPA