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Sidney Powell Trump-Team feuert umstrittene Anwältin

Sehen Sie im Video: Trump-Klage abgewiesen in Pennsylvania: "Wie Frankensteins Monster".






US-Präsident Donald Trump hat eine weitere Niederlage erlitten bei dem Versuch, den Ausgang der Präsidentenwahl zu kippen. Ein Bundesgericht in Pennsylvania wies am Samstag den Antrag seines Wahlkampfteams ab, Millionen von Briefwahlstimmen für ungültig zu erklären. Zur Begründung hatte Trumps Anwalt Rudy Giuliani angeführt, einige Bürger hätten Fehler auf ihren Briefwahlzetteln korrigieren dürfen. Diese Anschuldigung sei willkürlich zusammengestückelt worden, entschied Bundesrichter Matthew Brann, wie "Frankensteins Monster". Giuliani kündigte Berufung an. Das Urteil helfe ihrer Strategie hilft, möglichst schnell vor das Oberste Gericht zu kommen. Trump kann ohne die 20 Wahlleute aus Pennsylvania faktisch nicht gewinnen. Dort soll das Ergebnis am Montag beglaubigt werden. Trumps Wahlkampfteam hat seit der Abstimmung am 3. November Dutzende Klagen in sechs zentralen Bundesstaaten eingereicht und zunächst fast alle verloren. Insidern zufolge zielt die Strategie des Teams inzwischen darauf ab, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Ergebnisse zu schüren und die Wahl dann mit Hilfe republikanischer Landesparlamente zu kippen.
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Noch am Donnerstag hatte die Anwältin Sidney Powell an der Seite von Rudy Giuliani einen angeblichen Wahlbetrug angeprangert. Jetzt hat sich das Trump-Team von ihr getrennt.

Wenige Tage nach einer aufsehenerregenden Pressekonferenz zu angeblichem Wahlbetrug hat US-Präsident Donald Trump die Zusammenarbeit mit der Anwältin Sidney Powell beendet. Powell arbeite nicht länger für Trumps Anwaltsteam und auch nicht für den Präsidenten persönlich, erklärte Trumps Privatanwalt Rudy Giuliani am Sonntag.

Powell hatte am Donnerstag an der Seite von Giuliani einen angeblichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl am 3. November angeprangert. Die Anwältin behauptete, Trump habe seinen Herausforderer Joe Biden in Wirklichkeit mit großem Vorsprung geschlagen. Zudem äußerte sie die Vermutung, dass Kuba, Venezuela und andere "kommunistische" Länder die Wahl mit Hackerangriffen zugunsten von Biden manipuliert hätten. Für ihre Behauptungen führte sie keinerlei Belege an.

Giuliani bezeichnet Demokraten als "Gauner"

Giuliani, der den juristischen Kampf des Präsidenten gegen seine Abwahl anführt, hatte bei der Pressekonferenz von einer "nationalen Verschwörung" gegen eine Wiederwahl Trumps gesprochen. Die Demokraten von Wahlsieger Joe Biden seien "Gauner", die Wahlbetrug in Schlüsselstaaten begangen hätten, "um dem amerikanischen Volk eine Wahl zu stehlen". Zudem sorgte der Präsidentenanwalt mit wüsten Verbalattacken auf die US-Demokraten und auf Journalisten für Aufsehen.

Trump hat seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November nicht eingestanden und spricht von angeblichem massiven Wahlbetrug, ohne hierfür Beweise vorzulegen. Wahlbehörden und Experten widersprechen energisch und betonen, Biden habe die Wahl rechtmäßig gewonnen. Die Versuche von Trumps Anwaltsteams, Bidens Erfolge in mehreren Schlüsselstaaten juristisch anzufechten, liefen bislang ins Leere.

les AFP

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