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Videoserie Survivors

Istanbul: Martina Model überlebt im Urlaub einen Anschlag – und kämpft bis heute mit der Angst

Die Dresdnerin und ihr Mann wollen die berühmte Blaue Moschee besichtigen, als sich ein Attentäter inmitten ihrer Touristengruppe in die Luft sprengt. Im Interview spricht die 67-Jährige über ihr den schwierigen Alltag nach dem Terror. 

Monika Model überlebte das Selbstmordattentat an der Blauen Moschee in Istanbul 
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Istanbul/Blaue Moschee, 12.01.2016: "Lebenslust Reisen": So heißt der Veranstalter der Orient-Rundreise. Am ersten Morgen steht die Besichtigung der berühmten Blauen Moschee am Sultanahmet-Platz in der Istanbuler Altstadt an. Doch das Programm verzögert sich ein wenig. Die Gruppe sammelt sich am Obelisken nahe dem Eingang zur Moschee. Die Reiseführerin überbrückt die Wartezeit mit einem Exkurs über die Geschichte des Stadtviertels. Gegen 10 Uhr sprengt sich ein Terrorist mitten unter den deutschen Touristen in die Luft.

Zwölf Menschen sterben, 16 werden verletzt. Ein Bombensplitter durchschlägt den Unterschenkel der Hotel-Inhaberin aus Dresden, ihr Mann verliert einen Teil des Gehörs. Bis heute kämpft die 67-Jährige mit der Angst, wenn sie sich außerhalb ihrer Wohnung an öffentlichen Orten bewegt. Weil sie keine Erinnerung an die Tat hat, gelingt es ihr noch immer nicht, die Furcht vor neuem Terror zu überwinden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es zunächst, dass zehn Menschen bei dem Attentat starben und 15 verletzt wurden. Wir haben diese Zahlen nachträglich korrigiert, denn in Instanbul starben zwölf Menschen und 16 wurden verletzt. Das Video wurde am 6. Juni neu hochgeladen.