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Enthüllungsbuch: "Sind sie fies zu Leuten? Oder sind sie nette Tiere?" Trumps skurrile Obsession für Dachse

Wenn sich Donald Trump für ein Thema begeistert, ist er schwer davon abzubringen. In einem neuen Buch wird eine bisher unbekannte Leidenschaft des US-Präsidenten enthüllt: Immer wieder soll er sich nach Dachsen erkundigt haben - zu den unmöglichsten Gelegenheiten.

Donald Trump soll ein hohes Interesse an Dachsen zeigen

Donald Trump soll ein hohes Interesse an Dachsen zeigen


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Ob Gesundheitssysteme, Zinssätze oder Nahost-Politik: Ein US-Präsident muss sich in kürzester Zeit in Unmengen hochkomplexer Themen einarbeiten. Der aktuelle Amtsinhaber Donald Trump gilt bei zu komplizierten Briefings trotzdem als lernfaul. Von einem Thema konnte er aber wohl zu Beginn seiner Amtszeit gar nicht genug bekommen: Immer wieder soll er sich über Dachse erkundigt haben. 

Vor allem Trumps erster Stabschef Reince Priebus sei immer wieder mit Fragen zu den schwarz-weißen Mardertieren gelöchert worden. "Sind sie fies zu Leuten? Oder sind sie nette Kreaturen?", soll der Präsident gefragt haben. Gleich mehrfach habe Trump Priebus dazu aufgefordert, ihm zu erklären wie Dachse "funktionieren".  Das berichten die beiden Journalisten Lachlan Markay und Asawin Suebsaeng in ihrem neuen Buch "Sinking in the Swamp: How Trump’s Minions and Misfits Poisoned Washington". 

Die Ex.Kommunikationschefin von US-Präsident Donald Trump, Hope Hicks, kehrt nach zwei Jahren ins Weiße Haus zurück.

Dachse statt Reformen

Über zwei Seiten beschreiben die Autoren, wie Trump Priebus immer wieder auf das Thema Dachse brachte. Demnach begann Trump selbst wichtige Sitzungen zu Fragen wie der Gesundheitsreform, Auslandseinsätzen oder politischen Reformen zu entgleisen, um mehr über Dachse zu erfahren. 

"Ein offensichtlich begeisterter Präsident starrte dann Priebus an, während sich sein Berater abmühte, passende Antworten zu finden. Und gleichzeitig das Gespräch zurück zu den wichtigen Themen zu lenken versuchte", heißt es in dem Buch laut dem "Guardian". 

Dabei interessierte Trump etwa, ob Dachse eine Persönlichkeit hätten oder schlicht "langweilig" seien. Zudem forderte er Priebus wohl mehrfach auf, ihm Fotos von Dachsen zu zeigen. Auch Fragen, wie die Tiere sich verhalten, was sie essen, wie sie leben und wie gefährlich oder tödlich sie in Angesicht von existenziellen Bedrohungen werden konnten, musste Priebus über sich ergehen lassen.

Dass Trump ausgerechnet Priebus als Ziel seines Durstes nach Dachs-Wissen wählte, ist vermutlich kein Zufall. Der im Sommer 2017 zurückgetretene Stabschef stammt aus Wisconsin. Der US-Bundesstaat wird auch als "Badger State", also als "Dachsstaat" bezeichnet. Allerdings stammt der Name nur indirekt von den Tieren: Als "Badgers" oder "Badgerboys" bezeichnete man dort lange Zeit die zahlreichen Minenarbeiter, weil sie ähnlich wie Dachse Tunnel unter der Erde gruben. Ob mit Priebus Ausscheiden auch Trumps Interesse an Dachsen verflogen ist, ist aktuell nicht bekannt.

Quelle: Guardian

mma