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Türkei "Sie können diesem Volk kein Haar krümmen": Innenminister verteidigt Erdogans Vorgehen gegen Botschafter

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu
Der türkische Innenminister Süleyman Soylu
© Burhan Ozbilici / DPA
In der diplomatischen Krise zwischen der Türkei und mehreren Staaten, darunter Deutschland, bleiben die Fronten verhärtet. Der türkische Innenminister verteidigte das Vorgehen gegen zehn Botschafter mit martialischen Worten.

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat das Vorgehen seines Landes gegen den deutschen und neun weitere Botschafter verteidigt. "Lasst sie mit Kanonen kommen oder mit Gewehren. Lasst sie nicht nur zehn Botschafter, sondern die Botschafter auf der ganzen Welt hier versammeln. Sie können diesem Volk kein Haar krümmen", sagte Soylu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Samstagabend in Istanbul.

Oppositionspartei CHP kritisiert Erdogans Vorgehen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor angekündigt, die Botschafter von zehn Staaten zur unerwünschten Person zu erklären. Er habe das Außenministerium dazu angewiesen. Ein solcher Schritt bedeutet in der Regel die Ausweisung der Diplomaten; allerdings wird ihnen dann eine Frist für die Ausreise gesetzt.

Die größte Oppositionspartei CHP kritisierte das Vorgehen gegen die westlichen Diplomaten. Der CHP-Politiker und Ex-Botschafter Ünal Ceviköz warnte vor einer Isolation der Türkei auf internationaler Ebene und forderte Außenminister Mevlüt Cavusoglu dazu auf, den "Fehler" zu korrigieren. Andernfalls müsse dieser zurücktreten, schrieb er auf Twitter.

tis DPA

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