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TÜRKEI: Erdbeben erschüttert Türkei

Bei einem schweren Erdbeben in der Türkei sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Der Erdstoß der Stärke 6,0 brachte in Zentralanatolien nach Angaben der Behörden mehrere Gebäude zum Einsturz.

Ein starkes Erdbeben hat am Sonntagmorgen die westtürkische Provinz Afyon erschüttert. Nach jüngsten Angaben der Behörden wurden mindestens 21 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt. Aus mehreren Städten des Landes machten sich Rettungsmannschaften auf den Weg in das Erdbebengebiet. »Wir befürchten, dass die Zahl der Toten noch steigen wird«, sagte Städtebauminister Abdulkadir Akcan in der Hauptstadt Ankara, wo ein Krisenzentrum eingerichtet wurde.

Häuser stürzten ein

Zahlreiche Bewohner verletzten sich, als sie aus Panik von Balkonen und aus Fenstern sprangen. In mehreren Orten stürzten Häuser ein, Fenster zerbarsten, Wände bekamen Risse. In der Ortschaft Sultandagi wurden acht Menschen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben. In der Provinzhauptstadt Afyon richteten die Behörden ein Krisenzentrum ein.

Stärke 6 auf der Richterskala

Nach Angaben der Erdbebenwarte in Istanbul folgte dem Beben von der Stärke 6 auf der Richterskala unmittelbar eine zweite schwere Erschütterung. Danach seien weitere leichte Beben der Stärken 2,9 bis 3,1 gemessen worden. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen der westlichen Türkei und sogar bis nach Istanbul und Ankara zu spüren. Die Stadt Afyon, deren Name zu deutsch »Opium« bedeutet, war früher für ihren Mohnanbau bekannt.

Türkei ist Erdbeben gefährdet

Die gesamte Türkei gilt als Erdbeben gefährdet. Die beiden letzten großen Beben mit insgesamt mehr als 18.000 Todesopfern ereigneten sich 1999 im Marmaragebiet östlich der Bosporus-Metropole Istanbul.

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