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Unter moldawischer Flagge Hilfsschiff auf dem Weg nach Gaza


Ein libysches Hilfsschiff hat am Sonntag seine Fahrt in Richtung Gazastreifen fortgesetzt. Jussef Sawani, Vorsitzender der Internationalen Gaddafi-Stiftung für Wohltätigkeit und Entwicklung, sagte an Bord des unter moldawischer Flagge fahrenden Frachters, die "Amalthea" sei vor der Küste Kretas und nehme weiterhin Kurs in Richtung Gazastreifen.

Libyen hat ein Schiff mit Hilfsgütern und Medikamenten für den Gazastreifen auf den Weg in einen ägyptischen Hafen gebracht. Der Frachter werde nicht versuchen, die israelische Seeblockade um das Palästinensergebiet zu durchbrechen, hieß es am Samstag aus Kreisen des Athener Außenministeriums. Der unter moldawischer Flagge fahrende Frachter "Amalthea" lief nach Angaben der griechischen Küstenwache am Samstag vom griechischen Hafen Lavrion aus und soll den ägyptischen Hafen El Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel anlaufen. Die Fahrt soll etwa drei Tage dauern. Von Ägypten aus sollen die Hilfsgüter in den nahe gelegenen Gazastreifen gebracht werden, hieß es.

Das Schiff fährt im Auftrag der libyschen Hilfsorganisation "Gaddafi International Charity and Development Foundation Association". Die Wohltätigkeitsorganisation wird von Seif al-Islam al-Gaddafi, einem Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al- Gaddafi, geleitet. Das Schiff habe 2000 Tonnen Medikamente und andere Hilfsgüter sowie Medikamente geladen. An Bord seien 27 Menschen. Neben der 12-köpfigen Besatzung seien 13 libysche Aktivisten sowie zwei weitere Mitstreiter aus Nigeria und Syrien an Bord, wie der griechische Rundfunk berichtete.

Ende Mai hatte eine internationale Gaza-"Solidaritätsflotte" erfolglos versucht, die von Israel verhängte Seeblockade vor dem Gazastreifen zu durchbrechen. Bei der Erstürmung des türkischen Schiffes "Mavi Marmara" durch die israelische Marine wurden neun Menschen getötet. Der tödliche Zwischenfall war in vielen Ländern scharf kritisiert worden. Israel hatte die Blockade des von der radikalen Hamas-Bewegung kontrollierten Gazastreifens daraufhin gelockert.

Der libysche Staatschef Gaddafi hält eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser für unrealistisch. Er befürwortet die Gründung eines gemeinsamen Staates für Juden und Araber.

APN/DPA DPA

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