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US-Botschaft fordert: China soll Hausarrest gegen Ehefrau von Liu Xiaobo aufheben

Die US-Botschaft in Peking hat die chinesische Regierung aufgefordert, jegliche Restriktionen gegen die Frau des Dissidenten Liu Xiaobo aufzuheben. Dem inhaftierten Liu war am Freitag trotz scharfer Warnungen der chinesischen Regierung der Friedensnobelpreis zuerkannt worden.

Die US-Botschaft in Peking hat die chinesische Regierung aufgefordert, jegliche Restriktionen gegen die Frau des Dissidenten Liu Xiaobo aufzuheben. Dem inhaftierten Liu war am Freitag trotz scharfer Warnungen der chinesischen Regierung der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Der 54-Jährige sei seit mehr als 20 Jahren ein starker Fürsprecher für den gewaltfreien Kampf für Freiheit und Menschenrechte, hatte das norwegische Nobel-Komitee erklärt. China hatte empört reagiert und die Auszeichnung als ungerechtfertigt verurteilt.

Lius Frau Xia steht nach Berichten aus China und von US-Menschenrechtsgruppen unter Hausarrest. Sie dürfe ihre Wohnung in Peking nicht verlassen und auch nicht ihr Mobiltelefon benutzen.

Ein Sprecher der US-Botschaft erklärte am Dienstag: "Wir sind nach wie vor besorgt über die vielfältigen Berichte, nach denen Liu Xia unter Hausarrest steht." Ihre Rechte müssten respektiert und ihre Bewegungsfreiheit gewährleistet werden.

Nobelpreisträger Liu wurde 2009 inhaftiert und zu elf Jahren Haft verurteilt. Ihm wird zur Last gelegt, Hauptverfasser der Charta 08 zu sein - eines Manifests chinesischer Intellektueller und Bürgerrechtler, in dem Redefreiheit und freie Wahlen gefordert werden. Der frühere Literaturprofessor wurde bekannt als einer der Anführer des Hungerstreiks während der Studentenproteste auf dem Platz des himmlischen Friedens - dem Tiananmen-Platz - 1989 in Peking.

Reuters / Reuters