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+++ Ticker +++

News des Tages: Südafrika: Chartermaschine stürzt wohl bei Pretoria ab - viele Verletzte

US-Polizist entdeckt wimmerndes Baby im Gebirge +++ Fünf Tote in Wohnung in Frankreich +++ Mehrheit der Deutschen findet Asylpolitik zu lasch +++ Zahl der Asylbewerber sinkt +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Rettungskräfte eilen zur Absturzstelle in Wonderboom, Pretoria, Südafrika

Rettungskräfte eilen zur Absturzstelle in Wonderboom, Pretoria, Südafrika

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • US-Touristin will Granate im Flugzeug mitnehmen (15.24 Uhr)
  • Baby überlebt neun Stunden unter Geröll (12.40 Uhr)
  • Höhlentaucher stirbt bei Rettungsaktion Pyrenäen (11.04 Uhr)
  • Seehofer verbietet Rockergang "Osmanen Germania" (9.49 Uhr)
  • Witwe von Liu Xiaobo verlässt China (7.29 Uhr) 

Die News des Tages im -Ticker:

+++ 20 Uhr: Trump begnadigt Viehzüchter - Auslöser für bewaffnete Besetzung +++

US-Präsident Donald Trump hat zwei Viehzüchter begnadigt, deren Inhaftierung eine bewaffnete Besetzung in einem Nationalpark im US-Staat Oregon ausgelöst hatte. Trump habe die Begnadigungen für Dwight Hammond (76) und dessen Sohn Steven Hammond (49) unterzeichnet, teilte das Weiße Haus mit. Sie waren US-Medienberichten zufolge im Jahr 2012 wegen Brandstiftung auf öffentlichem Land verurteilt worden, für das sie Weiderechte hatten. Nachdem sie bereits wieder freigelassen worden waren, verfügte ein Bundesgericht, dass ihre Strafen zu niedrig waren. 

Die Hammonds kamen Anfang 2016 erneut ins Gefängnis. Die höheren Haftstrafen von jeweils fünf Jahren führten dazu, dass rechtsextreme Milizionäre aus Protest wochenlang Verwaltungsgebäude des Malheur-Nationalparks besetzten. Sie kritisierten, dass die Zentralregierung ihre Macht missbrauche und stellten deren Autorität in Frage. Der Fall der Hammonds ist beispielhaft für den Konflikt zwischen Landwirten und Viehzüchtern im Westen der USA sowie der Zentralregierung, die weite Teile des Farmlandes kontrolliert. 

+++ 18.33 Uhr: Rettungsdienst bestätigen - Rund 20 Verletzte bei Flugzeugunglück in Südafrika +++

Bei einem Flugzeugunglück in Südafrika sind nach ersten Informationen rund 20 Menschen verletzt worden. Es gebe Leicht- und Schwerverletzte, erklärte ein Sprecher des Rettungsdienstes ER24, Russel Meiring. Das Flugzeug verunglückte in der Nähe des Flughafens Wonderboom der Hauptstadt Pretoria. Die Umstände des Unglücks blieben zunächst noch unklar. Ersten Angaben zufolge handelte es sich um eine Chartermaschine. Vom Rettungsdienst verbreitete Fotos ließen auf ein älteres Flugzeug schließen.

+++ 18.27 Uhr: Britisches Nowitschok-Opfer Rowley wieder bei Bewusstsein +++

Der mit Nowitschok vergiftete britische Mann ist wieder bei Bewusstsein. Sein Zustand sei weiter kritisch, aber stabil, teilte das Krankenhaus mit. "Das sind gute Nachrichten, er ist aber noch nicht über den Berg." Der 45-Jährige müsse weiter rund um die Uhr von Spezialisten versorgt werden. Der Mann und seine 44 Jahre alte Frau waren Ende Juni mit Vergiftungserscheinungen in Amesbury gefunden worden. Die Frau starb am Sonntagabend im Salisbury District Hospital. 

+++ 17.29 Uhr: Südafrika: Wohl mindestens 19 Verletzte bei Flugzeugabsturz +++

Laut übereinstimmenden Medienberichten ist in Südafrika eine Chartermaschine abgestürzt. Dabei soll es mindestens 19 Verletzte gegeben haben. Das Unglück ereignete sich demnach am Rande von Pretoria, nördlich von Johannesburg. Laut "Pretoria North Rekord" ist das Flugzeug kurz nach dem Start abgestürzt. Tweets zeigen die mutmaßliche Absturzstelle. Eine offizielle Bestätigung des Absturzes steht bislang aus.

Das Flugzeug ist wohl eine Convair C-131. Der Flugzeugtyp wurde nur bis 1956 gebaut. Die verunglückte Maschine war demnach mindestens 62 Jahre alt.

+++ 17.28 Uhr: Italien: Polizei rettet Schildkröte von Autobahn +++

Einer Schildkröte in Not ist die italienische Verkehrspolizei zu Hilfe gekommen. Wie mitgeteilt wurde, hatte sich das Tier am Montag auf den Pannenstreifen der Autobahn zwischen Rom und dem Flughafen Fiumicino verirrt. Das unglückliche Reptil wies zahlreiche Verletzungen am hinteren Panzer auf, das es sich wahrscheinlich bei der Überquerung der Straße zugezogen hatte.

Schnell leiteten die Beamten die Erstversorgung ein. Es handele es sich um eine Sumpfschildkröte, die zu den geschützten Arten gehöre, hieß es. Laut italienischen Umweltschutzverband ist sie 15 Jahre alt. Nun befindet sie sich in der Obhut eines Veterinärzentrums. Dass Sumpfschildkröten auf die Fahrbahn geraten, ist kein Einzelphänomen: Auf dem Weg zu Gewässern oder der Suche nach Nistplätzen überqueren sie immer häufiger die gefährlichen Straßen. Das endet für sie meist tödlich.

+++ 16.28 Uhr: Schweiz: Spielsüchtiger Pfarrer verzockt 1,4 Millionen Franken +++

Mit Zocken im Kasino hat ein Pfarrer in der Schweiz einen Schuldenberg von mehr als einer Million Euro angehäuft. Der Gottesmann war Mitte Juni entlassen worden. Das Ausmaß seiner Schulden wurde aber erst jetzt klar: 1,4 Millionen Franken (1,2 Millionen Euro), bestätigte der Anwalt eine entsprechende Meldung der Zeitung "Bote der Urschweiz". 

Der Pfarrer hatte sich von seiner Spielsucht immer wieder in Kasinos treiben lassen. Er habe Gemeindemitglieder um Darlehen angebettelt, um seine Schulden zahlen zu können, wie der Kirchenrat in Küssnacht am Vierwaldstätter See im Juni berichtet hatte - nicht zu verwechseln mit dem bekannten Züricher Nobelvorort Küsnacht mit einem "s". Nach Medienberichten war der Pfarrer sehr beliebt. Bei einer Spendenaktion seien 15.000 Franken zusammen gekommen. Einzelne Geprellte erwägen nach Medienberichten aber auch Strafanzeigen. Nach Wissen des Anwalts war aber noch kein Strafverfahren im Gange.

+++ 15.28 Uhr: Junge stirbt Hitzetod: Mutter und Freund verurteilt +++

Nach dem Tod eines 20 Monate alten Jungen in einem überhitzten Auto sind seine Mutter und ihr Freund in Österreich zu mehrmonatigen Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Die heute 18 Jahre alte Mutter und ihr 21 Jahre alter Freund hatten den schlafenden Jungen nach einer längeren Autofahrt am Vormittag im Wagen gelassen und wollten ihn später nachholen. Sie schliefen jedoch selbst in der Wohnung ein. Erst gegen 21.30 Uhr wurden sie wieder wach - der Junge war im Auto bereits gestorben. Laut Anklage war das Auto von 12 bis 17 Uhr bei 30 Grad im Schatten der direkten Sonne ausgesetzt.

Die beide Angeklagten erklärten vor dem Landesgericht Feldkirch, dass sie das Autofenster 20 Zentimeter weit geöffnet hätten und bedauerten ihr Verhalten. Der Richter erklärte, dass die Mutter und ihr Freund, der nicht der Vater des Kindes ist, nach der langen Fahrt in der Hitze damit hätten rechnen können, dass sie selbst in der kühlen Wohnung auf einem Bett schnell einschlafen. Daher wurden sie wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Die Mutter erhielt vier, ihr Freund fünf Monate auf Bewährung. Beide müssen zudem eine Geldstrafe zahlen. Die Frau war zum Zeitpunkt des Vorfalls minderjährig, für sie galt das Jugendstrafrecht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 15.25 Uhr: NRW: Polizei entdeckt bei Hausdurchsuchung scharfe Langwaffen +++

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben bei der Durchsuchung des Hauses eines 53-Jährigen im nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel mehrere Schusswaffen gefunden. Die Beamten entdeckten zwei scharfe Langwaffen, zwei Maschinengewehre ohne Läufe, eine unvollständige Pumpgun, einige Waffenteile sowie Munition, wie die Polizei in Euskirchen mitteilte. Der polizeibekannte Mann gilt demnach als psychisch instabil. Er wurde festgenommen.

Die Ermittler hatten bei Gericht einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt, der am frühen Dienstagmorgen im Haus des Mannes mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften der Essener Polizei vollstreckt wurde. Der 53-Jährige konsumiert den Ermittlern zufolge erhebliche Mengen Alkohol und Medikamente. Gegen ihn bestand der Verdacht des illegalen Besitzes scharfer Schusswaffen. Einen freiwilligen Aufenthalt in einer psychologischen Ambulanz hatte der Mann zuletzt beendet. Bei dem Einsatz sprengten Polizeibeamte die Eingangstür des Hauses auf. Den Beschuldigten trafen sie stark alkoholisiert in dem Wohnhaus an. Er soll nun dem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 15.24 Uhr: Österreich: US-Touristin will Granate im Flieger mitnehmen +++

Explosives Souvenir: Eine 24 Jahre alte Amerikanerin hat bei ihrem Urlaub in Österreich eine Sprenggranate gefunden und wollte diese im Flugzeug mit nach Hause nehmen. Wie die Polizei in Wien mitteilte, brachte die junge Frau den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg mit zum Flughafen Wien-Schwechat und wollte ihn als Großgepäck mit an Bord nehmen. Die 24-Jährige hatte das gefährliche Fundstück zuvor sogar noch gewaschen, um ihren Koffer nicht dreckig zu machen, wie österreichische Medien berichteten. 

Am Flughafen zeigte sie den Zollbeamten die , um das Kriegsrelikt, das sie im Gebiet rund um den Dachstein gefunden habe, auch offiziell anzumelden. Daraufhin wurde der Entschärfungsdienst verständigt, der die rund 30 Zentimeter große Granate abtransportierte. Die Gepäckhalle und Teile der Ankunftshalle mussten daher für kurze Zeit gesperrt werden. Der Flugbetrieb und die Sicherheit der Passagiere waren nach Polizeiangaben aber zu keiner Zeit beeinträchtigt. Die 24-Jährige wurde wegen fahrlässiger Gemeingefährdung angezeigt.

+++ 15.20 Uhr: Griechenland: Archäologen finden Platte mit sehr alten Odyssee-Versen +++

Deutsche und griechische Archäologen haben bei Ausgrabungen in der antiken Stätte von Olympia eine Ton-Platte mit Versen von Homers Odyssee gefunden. Die Tafel stamme aus dem dritten nachchristlichen Jahrhundert. Sie sei damit der älteste Fund  niedergeschriebener Odyssee-Verse, teilte das Kulturministerium in Athen mit. Auf der Tafel eingemeißelt seien 13 Verse. Beschrieben werde das erste Treffen des Odysseus nach seiner Rückkehr auf die Insel Ithaka mit seinem treuen Hirten Eumaios, hieß
es.

+++ 15.15 Uhr: NSU-Prozess: Tochter von Opfer fordert weitere Aufklärung +++

Einen Tag vor dem Urteil im -Prozess hat die Hinterbliebene eines NSU-Mordopfers weitere Aufklärung des rechtsextremen Terrornetzwerks gefordert. Gamze Kubasik, die Tochter des in Dortmund ermordeten Mehmet Kubasik, sagte in München, die Mörder hätten Unterstützer vor Ort gehabt. "Ich möchte, dass alle Helfer, die man kennt, angeklagt werden."

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer, der Kubasik im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht vertritt, bezeichnete die These vom "abgeschotteten, isolierten NSU-Trio", das allein für alle zehn Morde verantwortlich sein solle, als "Mythos". Helfer und möglicherweise weitere Mittäter "laufen auch heute noch frei herum", vermutete Scharmer.

+++ 14.43 Uhr: Großbritannien: Regierung warnt Bürger vor Anfassen von Fundsachen +++

Nach dem Tod einer Britin durch eine Vergiftung mit dem Kampfstoff Nowitschok hat die Regierung in London davor gewarnt, unbekannte Gegenstände aufzuheben. Dies gelte für Bewohner der Gegend um Salisbury und Amesbury im Süden Englands und Behälter, die eine Flüssigkeit oder ein Gel enthalten könnten, teilte die Gesundheitsbeauftragte Sally Davies mit. "In der Praxis bedeutet das, heben Sie keine Behälter, Spritzen, Nadeln, Kosmetika oder ähnliche Dinge aus Materialen wie Metall, Plastik oder Glas auf", so Davies. Insgesamt bleibe die Gefahr für die Öffentlichkeit aber gering, sagte die Gesundheitsbeauftragte weiter.

+++ 14.21 Uhr: Gaza: Palästinenser versuchen, Seeblockade zu durchbrechen +++

Zehn Palästinenser haben am Dienstag versucht, als Protestaktion mit einem Boot die israelische Seeblockade vor dem Gazastreifen zu durchbrechen. An Bord befänden sich sieben verletzte und kranke Menschen sowie drei Mitglieder der Mannschaft, teilten die Organisatoren mit. Man fordere ein Ende der israelischen Blockade des Küstengebiets. Das Boot sei auf dem Weg nach Zypern.

Israel hatte erst am Montag mitgeteilt, die Fischereizone wieder von neun auf sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) zu begrenzen. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die mittlerweile von Ägypten mitgetragen wird. Israel begründet diese Blockade mit Sicherheitsinteressen. Die , die USA und Israel stufen die im Gazastreifen herrschende Hamas als Terrororganisation ein.

+++ 14.13 Uhr: Jüngster der Benetton-Brüder gestorben +++

Carlo Benetton, der seinem älteren Bruder Luciano bei der Gründung der italienischen Modefirma Benetton half, ist tot. Der jüngste von drei Brüdern starb im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Krankheit im norditalienischen Treviso, wie das Unternehmen mitteilte. Er hinterlässt vier . Luciano Benetton hatte die Firma 1965 mit Hilfe von Gilberto, Carlo und Giuliana gegründet. Zuvor hatte er die ersten von seiner Schwester an der Strickmaschine gefertigten Pullover von Haustür zu Haustür verkauft.

+++ 13.38 Uhr: Kanada wird weitere vier Jahre Nato-Bataillon in Lettland anführen +++

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat den baltischen Staaten bei einem Besuch in Lettland die Solidarität der Nato und weiteren militärischen Beistand zugesagt. Kanada werde das Nato-Bataillon in Lettland auch künftig als Rahmennation anführen und das 2019 auslaufende Mandat für die Mission um vier Jahre verlängern, kündigte Trudeau nach einem Treffen mit dem lettischen Regierungschef Maris Kucinskis in Riga an. Dazu sollen weitere Soldaten und auch Kampfflugzeuge in den Baltenstaat entsendet werden.

+++ 13.28 Uhr: Kein Norovirus: Entwarnung nach Verdacht auf Kreuzfahrtschiff +++

Nach dem Norovirus-Verdacht auf einem Flusskreuzfahrtschiff gibt es Entwarnung. "Es liegt kein Virus vor", sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung Andernach. Rund 60 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Schiffes hatten über typische Symptome wie Übelkeit geklagt. Der Auslöser ist laut Sprecher weiter unklar, ein Zusammenhang mit dem warmen Wetter der vergangenen Tage könne aber zumindest nicht ausgeschlossen werden. Das Schiff mit insgesamt rund 150 Reisenden und knapp 50 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte am Sonntagabend bei Andernach angelegt. Bei einem Landgang hatte zunächst ein Passagier über Beschwerden geklagt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, das er unterdessen wieder verlassen konnte. Als dann weitere Dutzende Passagiere und mehrere Besatzungsmitglieder über Unwohlsein berichteten, waren zeitweise mehrere Notärzte auf dem Schiff.

+++ 13.25 Uhr: Malaysier heiratet Elfjährige +++

Die Hochzeit eines 41 Jahre alten Mannes mit einer Elfjährigen hat in Malaysia für Aufregung gesorgt. Der muslimische Dorfgeistliche und Abfallhändler hatte das Mädchen vergangenen Monat zu seiner dritten Ehefrau genommen. Ein muslimisches Scharia-Gericht verhängte nun sechs Monate Gefängnis und eine Strafe von umgerechnet 380 Euro. Der Grund: Die Ehe sei ohne Zustimmung seiner anderen Frauen zustande gekommen, sagte ein Vertreter des Gerichts. Der Imam habe muslimische Familiengesetze verletzt, fügte er hinzu. Damit die Ehe gültig sei, müsse der Mann sie nun von dem Scharia-Gericht bestätigen lassen. Nach Bekanntwerden dieser Ehe gab es Proteste in sozialen Netzen in Malaysia und international. Malaysias stellvertretender Regierungschef Wan Azizah Wan Ismail sagte, die Behörden untersuchten den Fall. Er forderte ein Verbot von Kinderehen in Malaysia. Medienberichten zufolge soll das Mädchen bis zu ihrem 16. Geburtstag warten und dann zu ihrem Mann ziehen.

+++ 12.40 Uhr: Baby überlebt neun Stunden unter Geröll im Gebirge +++

Ein fünf Monate altes Baby hat mindestens neun Stunden lang begraben unter Ästen und Geröll in den Bergen des US-Bundesstaates Montana überlebt. Der stellvertretende Sheriff von Missoula County wurde nach stundenlanger Suche durch das "schwache Wimmern eines Babys" auf das Kleinkind aufmerksam, wie die Polizei am Sonntag bei Facebook mitteilte. Demnach hatte das Baby nur einen nassen und schmutzigen Strampler an, als es am Sonntagmorgen entdeckt wurde. 

Die Suche nach dem Baby hatte begonnen, nachdem ein 32 Jahre alter Mann am Samstag im Ort Lolo Hot Springs aufgefallen war, weil er Passanten bedrohte und sagte, er habe eine Waffe. Ein Baby in seiner Obhut war demnach mehrere Stunden lang nicht gesehen worden. Der Polizei sagte der Mann, der unter Drogeneinfluss zu stehen schien, das Baby sei möglicherweise in den Bergen begraben.

Dem Kind gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte die Polizei später laut Medienberichten mit. Es habe nur kleinere Kratzer und blaue Flecken davongetragen und befinde sich jetzt in der Obhut der Sozialfürsorge. Der Mann wurde angeklagt.

+++ 12.36 Uhr: Haftbefehl gegen Polizist wegen Kinderpornografie +++

Wegen Kinderpornografie hat das Amtsgericht München Haftbefehl gegen einen Polizeibeamten erlassen. Der 43-Jährige soll Kinderpornografie selbst hergestellt und sexuelle Handlungen an einem Kind vorgenommen haben, wie die Staatsanwaltschaft München I und das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Der Beamte legte demnach ein umfangreiches Geständnis ab.

+++ 12.32 Uhr: Fünf Tote in Wohnung in Südfrankreich gefunden +++

Feuerwehrleute haben in einer Wohnung in der südfranzösischen Stadt Pau die Leichen von vier Erwachsenen und einem Jungen gefunden. Die Wohnung sei voller Rauch gewesen, als die Einsatzkräfte sie am frühen Dienstagmorgen betreten hätten, sagte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr. Ein Sofa habe in Flammen gestanden. Woran die fünf Opfer starben, sagte er nicht. Der Junge sei acht Jahre alt gewesen. 

Möglicherweise habe sich in der Wohnung eine Familientragödie abgespielt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle. Bei den Erwachsenen handelt es sich demnach um zwei Paare. An den beiden Frauen und einem der Männer seien Gewaltspuren festgestellt worden, nicht jedoch an dem Kind. Es sei an einer Rauchvergiftung gestorben.

+++ 12.28 Uhr: Nicht registrierte Migranten in Nordgriechenland festgenommen +++

Die griechische Polizei hat seit Juni im Norden des Landes rund 200 nicht registrierte Migranten in Gewahrsam genommen. Sie waren auf dem Weg von der türkischen Grenze nach Westgriechenland, wie ein Offizier der Polizei mitteilte. Die Dunkelziffer dürfte nach Schätzungen der griechischen Presse viel höher sein.

+++ 11.47 Uhr: Linke Aktivisten benennen Straßen in ganz Deutschland nach NSU-Opfern +++

Einen Tag vor dem Urteil im NSU-Prozess haben linke Aktivisten in mehr als 20 Städten rund 200 Straßen mit den Namen der Opfer des Terrornetzwerks versehen. Für die "Umbenennungen" seien vor allem Straßen ausgesucht worden, die NS-belastete Namen trügen und die längst hätten umbenannt werden müssen, teilte die Interventionistische Linke (IL) mit. Damit wolle man "das Ausmaß rassistischer Gewalt sichtbar machen und den Opfern des NSU und ihren Angehörigen Respekt erweisen". Zudem äußerte die IL Kritik an den Behörden und an der Bundesanwaltschaft. Diese habe die Aufklärung des Terrornetzwerks verhindert und staatliche Beteiligung vertuscht.

+++ 11.40 Uhr: Tödlicher Angriff auf Seniorin - Bewährungsstrafen für Hundehalter +++

Nach dem tödlichen Angriff eines Hundes auf eine Seniorin hat das Amtsgericht Sigmaringen die Hundehalter zu Bewährungsstrafen verurteilt. Das 72 Jahre alte Opfer war im Mai vergangenen Jahres unvermittelt von dem Kangal angefallen und mehrfach in Kopf und Hals gebissen worden. Die angeklagte Besitzerin bekam wegen fahrlässiger Tötung eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung, ihr Ehemann, der den Hund beschafft hatte, zwei Jahre auf Bewährung. Damit entsprechen die Richter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Die Hundehalter müssen auch jeweils 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und dürfen während ihrer Bewährungszeit von drei Jahren keine Hunde halten, die mehr als 20 Kilo wiegen.

+++ 11.12 Uhr: Mehrheit der Deutschen findet Einwanderungspolitik zu lasch +++

Eine große Mehrheit der Bürger findet die Einwanderungspolitik Deutschlands zu nachlässig. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben das fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) an. Nur 5 Prozent sind der Ansicht, dass die Behörden zu streng sind. 12 Prozent finden das Vorgehen genau richtig. In Dänemark (40 Prozent) und Norwegen (43 Prozent) etwa sind weniger als die Hälfte der befragten Bürger der Meinung, dass ihre Regierungen zu nachlässig vorgehen. Knapp zwei Drittel der befragten Deutschen (62 Prozent) sind überzeugt, dass Deutschland weit mehr Einwanderer aufnimmt als angemessen. Nur sieben Prozent gaben an, dass Deutschland zu wenige Flüchtlinge aufnimmt. 13 Prozent finden den Anteil genau richtig. Das Engagement anderer europäischer Länder sehen die Deutschen weniger positiv. So gaben 53 Prozent der Befragten an, Großbritannien nehme zu wenige Flüchtlinge auf, 43 Prozent denken dies auch über Dänemark, 42 Prozent über Finnland. Nach Ansicht der Deutschen tragen Italien (39 Prozent) und Griechenland (35 Prozent) mehr Verantwortung als andere.

+++ 11.04 Uhr: Französischer Höhlentaucher stirbt bei Rettungsaktion für Belgier +++

Ein französischer Höhlentaucher ist bei einer Rettungsaktion für einen vermissten Belgier ums Leben gekommen. Der Tauchunfall ereignete sich in Font Estramar in den östlichen Pyrenäen, wie der französische Höhlen-Rettungsverband SSF mitteilte. Das weit verzweigte Höhlensystem nahe des Ortes Salses-le-Château ist das tiefste von Menschen betauchte in Europa. Nach Angaben des SSF suchten zwei Höhlentaucher im vorderen Teil von Font Estramar erfolglos nach dem Belgier, der seit Ende Juni vermisst wird. Auf dem Rückweg sei einer der beiden Franzosen "Opfer eines Tauchunfalls geworden, der zu seinem Tod führte". Die anderen Rettungskräfte konnten demnach nur noch seine Leiche bergen. Eine Untersuchung soll nun klären, wie der Mann ums Leben kam.

+++ 10.59 Uhr: 600 Kilo schweres Riesenkrokodil in Australien gefangen +++

Ein Krokodil so lang wie ein Lieferwagen: Wildhüter in Australien haben ein 4,7 Meter langes und rund 600 Kilogramm schweres Krokodil in einem Fluss im Northern Territory gefangen. Das schätzungsweise 60 Jahre alte Salzwasserkrokodil sei das größte, das je im Fluss Katherine gefangen worden sei, berichteten australische Medien unter Berufung auf die zuständige Behörde. Die Ranger waren dem Tier demnach bereits seit 2010 auf der Spur. Es sei jetzt auf eine nahe gelegene Krokodilfarm gebracht worden.

+++ 10.50 Uhr: 19-Jährige getötet - Verdächtiger festgenommen +++

Eine 19 Jahre alte Frau ist in Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz getötet worden. Als tatverdächtig gilt ihr 22 Jahre alter Ex-Freund, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Mann sei festgenommen worden. Die Polizei war kurz nach 23.00 Uhr über einen Streit in einem Mehrfamilienhaus in Neustadt informiert worden. Als die Beamten eintrafen, fanden sie die junge Frau tot im Flur des zweiten Obergeschosses. Bei ihr saß ein 42 Jahre alter Bewohner, der verletzt war. Ersten Ermittlungen zufolge wollte er der Frau helfen, wurde dabei aber von dem 22-Jährigen verletzt.

+++ 10.37 Uhr: Krillfischerei in Antarktis soll stark eingeschränkt werden +++

Ein großer Teil der Krillfischerei-Industrie hat sich zur Beschränkung seiner Tätigkeit in der Antarktis verpflichtet. In sensiblen Küstenregionen der antarktischen Halbinsel solle künftig überhaupt keine Krillfischerei mehr betrieben werden, erklärte der Branchenverband Vereinigung für verantwortungsbewusste Krillfischerei (ARK). Die Industrie müsse sich für einen nachhaltigen Bestand der winzigen Krebstiere einsetzen. Zudem bekundete der Verband seine Unterstützung für Meeresschutzgebiete in der Antarktis. Die fünf ARK-Unternehmen aus Norwegen, Chile, Südkorea und China machen etwa 85 Prozent der antarktischen Krillfischerei aus. Naturschützer warnen, dass sich die exzessive Krillfischerei negativ auf die Meereswelt auswirkt. Krill dient zahlreichen Lebewesen im Meer als Nahrung.

+++ 10.30 Uhr: Bundesverkehrsminister dringt auf Lkw-Abbiegeassistenten +++

Bundesverkehrsminister Andras Scheuer (CSU) drängt auf die Ausstattung von Lastkraftwagen mit elektronischen Abbiegeassistenten. "Technisch ist es machbar. Deswegen müssen wir jetzt Tempo machen", sagte der Minister im ARD-"Morgenmagazin". "Jetzt machen wir den ersten Schritt: in Deutschland zu schauen, dass alle mitmachen." Mit dem Abbiegeassistenten - einer einfachen technischen Lösung - könnten Radfahrer besser vor rechtsabbiegenden Lastwagen geschützt werden. Immer wieder gibt es tödliche Unfälle, weil Lkw-Fahrer sie im toten Winkel übersehen. Die EU will eine Pflicht für neue Lkw erst ab 2022 erlassen.

+++ 10.25 Uhr: Zahl der Megastädte wächst +++

Die Zahl der Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern wird wachsen. Bis 2030 werde es weltweit 43 solcher Megastädte geben, erklärte das Statistische Bundesamt. Aktuell gibt es 33 Städte dieser Größe. Die größte ist der Ballungsraum um die japanische Hauptstadt Tokio mit 37,5 Millionen Einwohnern. Es folgen Neu-Delhi mit 28,5 Millionen und Shanghai mit 25,6 Millionen Einwohnern. Im Jahr 2030 werde Neu-Delhi mit knapp 39 Millionen Einwohnern auf Platz eins stehen. Auf dem europäischen Kontinent wird 2030 London als vierte Metropole mit mehr als zehn Millionen Menschen zur Megastadt - neben Istanbul, Moskau und Paris.

Höhlen-Drama: stern-Reporter Raphael Geiger berichtet aus Thailand

+++ 10.21Uhr: Regen löscht Großbrand auf Ex-Truppenübungsplatz +++

Der Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Brandenburg ist gelöscht - mit Hilfe von Dauerregen. Das Feuer sei seit 8.11 Uhr aus, teilte die Regionalleitstelle Lausitz mit. Nach Trockenheit und Hitze regnete es am Morgen in der Region nördlich von Cottbus. "Der Dauerregen spielt uns super in die Karten", sagte ein Sprecher. Alle Feuerwehrleute konnten demnach zurückkehren. Die Hubschrauber, die aus der Luft löschen sollten, seien abbestellt worden. Das Feuer war am Sonntag auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Lieberoser Heide ausgebrochen. Zwischenzeitlich war auch in Erwägung gezogen geworden, ein nahe gelegenes Dorf zu evakuieren.

+++ 9.52 Uhr: Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag in Ostafghanistan +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Sicherheitsposten im Zentrum der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind mindestens elf Menschen getötet worden. Der Attentäter habe sich gegen 10 Uhr Ortszeit an dem mit Mitarbeitern des Geheimdienstes NDS besetzten Posten in die Luft gesprengt, sagte Provinzsprecher Attaullah Chogiani. Unter den Toten seien acht Zivilisten und zwei NDS-Mitarbeiter. Auch der Angreifer sei ums Leben gekommen. Wer hinter dem Anschlag steckte, ist unklar. In der Provinz Nangarhar und der Provinzhauptstadt Dschalalabad sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv.

+++ 9.49 Uhr: 16,4 Prozent weniger Asylanträge als im Vorjahreszeitraum

 Die Zahl der Asylanträge in Deutschland lag im ersten Halbjahr um 16,4 Prozent oder 18.300 Fälle unter der des ersten Halbjahres 2017. Insgesamt seien von Januar bis Juni 93.316 Asylanträge gestellt worden, davon 81.765 Erstanträge, teilte das Bundesinnenministerium mit. Im Juni gab es demnach 13.254 Asylanträge, darunter 11.509 Erstanträge. Dies waren demnach 13,2 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 6,1 Prozent mehr als im Mai. Das Hauptherkunftsland blieb mit einem deutlichen Abstand Syrien, von wo im ersten Halbjahr 22.520 Antragssteller stammten. Es folgten Irak, Afghanistan und Nigeria. Unter den zehn häufigsten Herkunftsstaaten gab es aus drei Staaten im ersten Halbjahr einen Anstieg: Aus Nigeria, der Türkei und Georgien kamen mehr Antragssteller. Aus den sieben weiteren Ländern verringerte sich die Zahl der Anträge.

+++ 9.49 Uhr: Seehofer verbietet Rockergang "Osmanen Germania" +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die rockerähnliche Gruppe "Osmanen Germania BC" verboten und ihnen jede Tätigkeit untersagt. "Von dem Verein geht eine schwerwiegende Gefährdung für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit aus", erklärte das Ministerium. Nach Schätzungen der Polizei hat der türkisch-nationalistische Verein bundesweit mindestens 300 Mitglieder. Es gab am Morgen Razzien in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Die "Osmanen Germania" stehen nach Einschätzung des NRW-Innenministeriums auch in Verbindung zur türkischen Regierungspartei AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

+++ 9.30 Uhr: Ehescheidungen auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren +++

Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden 2017 durch richterlichen Beschluss insgesamt 153.500 Ehen geschieden. Das war ein Rückgang um 9000 Scheidungen beziehungsweise um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Niedriger als im Jahr 2017 war die Zahl der Scheidungen zuletzt im Jahr 1992 mit 135.000 Fällen. Besonders häufig endeten die Ehen übrigens nicht nach dem "verflixten siebten Jahr", sondern nach sechs Jahren: Knapp 8000 der Scheidungen gab es für Ehen, die 2011 geschlossen wurden. Paare, die nach 25 Jahren und mehr getrennte Wege gehen, machten einen Gesamtanteil von 17,5 Prozent aus. Im Durchschnitt liegen 15 Jahre Ehe hinter den geschiedenen Paaren. Bei den Scheidungsanträgen gab es eine leichte Mehrheit aufseiten der Ehefrauen: In 51,5 Prozent der Fälle waren sie es, die die Scheidung einreichten.

+++ 8.52 Uhr: Zahl kleiner Anfragen im Bundestag auf Rekordhoch +++

Die Zahl der kleinen Anfragen im Bundestag ist in der vergangenen Legislaturperiode auf einen Rekordstand gestiegen. In der 18. Wahlperiode seien 3953 Anfragen gestellt worden und damit fast tausend Anfragen pro Jahr, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Statistiken der Bundestagsverwaltung. Am meisten machte demnach die Linkspartei Gebrauch von dem Kontrollinstrument. Mehr als die Hälfte der kleinen Anfragen, nämlich 55 Prozent, seien von den Linken gekommen. Auch in der jetzt laufenden Wahlperiode liegen die Linken demnach mit aktuell 393 Anfragen mit Abstand vorne, gefolgt von der AfD (230), den Grünen (229) und der FDP mit 121 Anfragen bis Anfang Juni.

+++ 8.44 Uhr: Verbrannten Ring gefunden: Mann hält erneut um Hand seiner Frau an +++

In den Trümmern ihres völlig zerstörten Hauses hat ein Mann in Kalifornien erneut um die Hand seiner Frau angehalten - mit dem aus der Asche gefischten Ehering. Die Feuerwehr veröffentlichte auf Twitter Fotos dieser Geste der Hoffnung inmitten der Zerstörung. Ein Buschbrand hatte am Freitag Häuser in Goleta in Santa Barbara zerstört. Der Familie von Arzt Ishu Rao war keine Zeit geblieben, auch nur das nötigste zu packen, als das Feuer kam, wie der Sender CNN berichtete. Auch der Ring blieb zurück. Nach einigen Tagen kehrten Rao und seine Frau Laura, die in dem Brand alle Besitztümer verloren hatten, zurück, um nach dem Ring zu suchen. Er sei ganz spontan mit dem gefundenen, verbrannten Ring auf die Knie gegangen, sagte Rao dem Sender CNN. "Es schien nur eine alberne Sache zu sein, um sie zum Lächeln zu bringen."

+++ 8.41 Uhr: Raumfrachter erreicht ISS erstmals auf kurzer Flugbahn +++

Ein russischer Weltraumfrachter hat erstmals auf einer verkürzten Flugbahn von gut dreieinhalb Stunden Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Die Transport-Kapsel "Progress MS-09" dockte am Dienstagmorgen um 3:31 Uhr MESZ an der ISS an, wie die russische Flugleitzentrale mitteilte. Sie war am Montagabend um 23.51 Uhr MESZ mit einer Sojus-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Es sei noch ein weiterer unbemannter Test mit dem Kurzflug zur ISS nötig, dann könne das Verfahren auch mit bemannten Raumschiffen erprobt werden, sagte der Leiter des Raketenbaukonzerns Energija, Alexander Kaleri, der Agentur Tass zufolge. Bislang dauert der Flug von Baikonur zum Außenposten der Menschheit zwei Tage.

+++ 8.18 Uhr: Flexible Arbeitszeiten steigern laut Studie Produktivität +++

Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten etwa durch Home-Office-Zeiten erlauben, steigern die Zufriedenheit und damit die Arbeitsproduktivität im Unternehmen. Das zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die der "Rheinischen Post" vorliegt. Umfragen in Unternehmen ergaben demnach, dass mit zunehmender Kontrolle und Überwachung der Mitarbeiter die Unzufriedenheit und die Konflikte mit dem Chef zunehmen.  Setze ein Unternehmen hingegen auf weniger Kontrolle über die Einhaltung von Arbeitszeiten, seien rund 70 Prozent der Arbeitnehmer sehr zufrieden mit ihrer Arbeit, berichtete die Zeitung aus der Studie. "Manche Unternehmen haben nach wie vor Angst, durch Home-Office oder flexible Arbeitszeiten die Kontrolle zu verlieren. Unsere Studie zeigt jedoch ganz klar, dass es dafür keinen Grund gibt", sagte IW-Autor Dominik Ernste

+++ 8.03 Uhr: 70 Tote bei Hitzewelle in Kanada +++

Bei der Hitzewelle im Osten Kanadas hat sich die Zahl der Todesopfer auf 70 erhöht. Allein in der Stadt Montréal seien 34 Menschen gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Provinz Québec der Nachrichtenagentur AFP.  In Québec und in der Nachbarprovinz Ontario herrschen seit Anfang Juli Extrem-Temperaturen, wobei es in Ontario bislang noch keine Hitzetoten gab. Nach Angaben des kanadischen Wetterdienstes lagen die Temperaturen in der Region teilweise bei über 34 Grad. Im Jahr 2010 waren bei einer Hitzewelle in der Gegend von Montréal rund hundert Menschen ums Leben gekommen. 

"Mano del Desierto": Hier ragt eine riesige Hand aus dem Wüstensand - das ist ihre Geschichte

+++ 7.29 Uhr: Witwe von Liu Xiaobo verlässt China +++

Die Dichterin Liu Xia, Witwe des chinesischen Friedensnobelpreis-Trägers Liu Xiaobo, hat China verlassen. Liu habe am Dienstag gegen 11.00 Uhr Ortszeit ein Flugzeug der Linie Finnair bestiegen und damit Peking verlassen, sagte Ye Du, ein Freund der Familie. Liu stand seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an ihren Mann im Jahr 2010 unter Hausarrest. Die deutsche Botschaft hatte ihr im April Hilfe für eine Ausreise in die Bundesrepublik angeboten.

+++ 7.29 Uhr: Comic-Legende Stan Lee zieht Klage gegen Produktionsfirma zurück +++

Comicbuch-Legende Stan Lee, 95, hat eine Milliarden-Klage gegen seine frühere Produktionsfirma zurückgezogen. "Das Ganze war für alle verwirrend, auch für mich und meine Fans", erklärte Lee in einem Statement, aus dem mehrere US-Medien zitierten. "Jetzt bin ich glücklich, von Leuten umgeben zu sein, die das Beste für mich wollen." Einzelheiten zu der Entscheidung wurden zunächst nicht bekannt. Das Unternehmen POW! Entertainment, das Lee 2001 mitgründete, wurde im vergangenen Jahr von einer chinesischen Investmentgruppe erworben. Seine damaligen Geschäftspartner hätten dabei versucht, die Rechte an seinem Namen gegen seinen Willen zu verkaufen. Der 95-Jährige wollte dafür zunächst eine Milliarde US-Dollar einklagen. Der frühere Chefzeichner des Marvel-Verlags gilt als Erfinder von Comicfiguren wie "Spider-Man" und "Iron Man".

+++ 6.53 Uhr: Mehr Krabben in den Netzen führen zu niedrigeren Preisen +++

Verbraucher können sich über sinkende Krabbenpreise freuen: Die Hauptfangsaison begann in diesem Jahr deutlich früher als üblich, wie der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer, Philipp Oberdörffer, sagte. Normalerweise sorgt eine neue Krabben-Generation erst ab Spätsommer für volle Netze. In diesem Jahr seien die Fangmengen vor der niederländischen Küste aber bereits vor fünf Wochen gestiegen. Dadurch sanken die Erzeugerpreise von zuletzt rund 8 Euro für ein Kilo Krabben auf rund 3,50 Euro.

+++ 6.15 Uhr: Die Nato bald mit 30 Ländern +++

Abseits des Konflikts um Verteidigungsausgaben wollen die Nato-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Brüsseler Gipfel Mazedonien zum Beitritt einladen. Möglich macht dies ein im Juni gefundener Kompromiss im Jahrzehnte währenden Streit mit dem Nachbarn Griechenland um den mazedonischen Staatsnahmen. Das Balkanland mit 2,1 Millionen Einwohnern könnte damit als künftige "Republik Nord-Mazedonien" in ein bis zwei Jahren 30. Mitgliedsland der Nato werden. Davor muss die Einigung mit Griechenland im Namensstreit aber noch unter Dach und Fach gebracht werden. Das Parlament in Skopje hat zwar schon zugestimmt. Es fehlt aber noch ein Referendum zur Änderung der mazedonischen Verfassung. Es soll voraussichtlich im September oder Oktober stattfinden. Erst danach würde auch das griechische Parlament endgültig grünes Licht geben.

+++ 5.36 Uhr: Regierungsanhänger in Nicaragua greifen Bischöfe in Kirche an +++

In Nicaragua sind hunderte Anhänger des unter Druck stehenden Staatschefs Daniel Ortega in eine Basilika eingedrungen und haben katholische Bischöfe angegriffen. Der Vorfall ereignete sich in der Basilika von Diriamba rund 45 Kilometer von der Hauptstadt Managua entfernt. Die Bischöfe waren aus Managua angereist, um einer Gruppe von Demonstranten zu helfen, die seit Sonntag in der von Regierungsanhängern umstellten Kirche ausharrten. Neben den in der Kirche ausharrenden Demonstranten befanden sich dort auch Ärzte, die als freiwillige Helfer im Einsatz waren. Auch sie wurden attackiert, ebenso wie Journalisten. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP wurde geschlagen, überdies wurde ihm seine Ausrüstung gestohlen.

+++ 5.26 Uhr: Hochseecontainer zur Kapelle umgebaut +++

Ein Hochseecontainer ist in Bayern zu einer Kapelle umgebaut worden. Der Metallbauunternehmer Xaver Ostermaier aus Aresing baute den früheren Frachtcontainer zusammen mit dem auf religiöse Kunst spezialisierten Künstler Martin Knöferl um. Die Containerkapelle lädt Gläubige nun künftig in einem Gewerbegebiet zum Verweilen ein. Die modern ausgestattete Kapelle ist in dieser ungewöhnlichen Umgebung laut Knöferl als Ort der Geborgenheit und der Ruhe gedacht. "Der Container, der so geschlossen wirkt, verdeutlicht mit den hinteren Türen, die sich ganz öffnen lassen, die Weite und Offenheit Gottes", erklärte der 1961 geborene Künstler. Für die Ausgestaltung setzte er auf rotes und blaues Glas.

+++ 4.34 Uhr: Deutsche EU-Abgeordnete bei Nebeneinkünften auf Platz drei +++

Deutsche Abgeordnete im EU-Parlament zählen gemessen an ihren Nebeneinkünften zu den Topverdienern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International. Demnach liegen die Parlamentarier aus Deutschland im Ländervergleich auf Platz drei. 40 Prozent der deutschen EU-Abgeordneten hätten angegeben, in der aktuellen Legislaturperiode bezahlte Nebenjobs gehabt zu haben oder immer noch zu haben. Sie verdienten in den vergangenen vier Jahren insgesamt mindestens rund 1,4 Millionen Euro extra. Aktuell stellt Deutschland 96 Abgeordnete in Straßburg. Die höchsten Nebeneinkünfte bezogen laut der Studie französische EU-Abgeordnete - mit Nebeneinkünften von mindestens rund 4,6 Millionen Euro. Auf Platz zwei folgen die Italiener mit mindestens rund 2,6 Millionen Euro.

+++ 2.17 Uhr: US-Gericht verlängert Frist für Zusammenführung von Einwandererfamilien +++

Ein US-Gericht hat der Regierung Medienberichten zufolge mehr Zeit für die Zusammenführung bestimmter getrennter Einwandererfamilien gegeben. Richter Dana Sabraw habe den Behörden mehr Zeit eingeräumt, um zu bestimmen, welche Kinder im Alter von fünf Jahren oder jünger wieder mit ihren Eltern vereint würden, berichteten US-Medien. Die Entscheidung erfolgte demnach nach einer Erklärung der Regierungsanwältin Sarah Fabian, wonach bis zur ursprünglich gesetzten Frist bis Dienstag nur rund die Hälfte der 102 Kinder im Alter von fünf Jahren oder jünger ihren Eltern zurückgegeben werden könnten. Die "New York Times" hatte Ende vergangene Woche berichtet, dass die Behörden Probleme hätten, bestimmte Kinder ihren Eltern zuzuordnen, nachdem Dokumente dazu verschwunden seien. In einigen Fällen sollen Dokumente auch vernichtet worden sein, offenbar aber nicht mutwillig. Die Regierung hatte am Freitag eine Verlängerung der Frist für die Familienzusammenführungen beantragt.

+++ 0.50 Uhr: US-Berufungsgericht bestätigt "Dieselgate"-Milliardenvergleich von VW +++

Im Abgas-Skandal hat ein US-Berufungsgericht einen milliardenschweren Vergleich zwischen dem Volkswagen-Konzern und geschädigten US-Kunden bestätigt. Die Richter wiesen Einwände gegen den Kompromiss mit zahlreichen Sammelklägern als unbegründet zurück, wie aus ihrer Entscheidung hervorgeht. Konkret ging es um die Rechtmäßigkeit eines bis zu rund zehn Milliarden Dollar teuren Entschädigungsprogramms, das VW vor allem für Rückkäufe und Reparaturen von fast 500.000 Dieselwagen mit Manipulations-Software eingerichtet hatte. Einige Kläger hatten diese Lösung nicht hinnehmen wollen und Berufung eingelegt. Das Gericht wies ihren Antrag jedoch ab und bewertete den Vergleich als "fair und angemessen". Die betroffenen VW-Kunden dürften dabei höhere Entschädigungen erhalten haben, als sie bei einem Prozess gegen den Konzern hätten erwarten können, hieß es in der Begründung.

+++ 0.44 Uhr: Zahl der Toten durch Unwetter in Japan steigt auf 122 +++

Die Zahl der Toten der verheerenden Regenfälle in Japan ist auf 122 gestiegen. Mehrere Dutzend Menschen würden noch vermisst, teilte die japanische Regierung mit. Es ist die höchste Opferzahl durch Regenfälle in Japan seit mehr als drei Jahrzehnten.  Ende vergangener Woche hatten heftige Regenfälle im Westen und Zentrum Japans schwere Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Viele Einwohner mussten sich auf die Dächer ihrer Häuser retten. Seit das Wasser in den überschwemmten Gebieten langsam zurückgeht, suchen Rettungskräfte, darunter Polizisten und Soldaten, in den betroffenen Orten nach Überlebenden und möglichen weiteren Opfern. Das Ausmaß der Katastrophe wird erst langsam sichtbar, da der Einsatz in zuvor von der Außenwelt abgeschnittenen Gebieten erst jetzt beginnen kann. Nach Regierungsangaben sind mehr als 70.000 Helfer an dem Einsatz beteiligt.

+++ 0.10 Uhr: Fitness-App verriet Daten über Soldaten und Spionen +++

Die finnische Fitness-App Polar hat ihre Standortbestimmungs-Funktion abgeschaltet, nachdem sensible Daten von Soldaten und Geheimdienstmitarbeitern im Internet aufgetaucht sind. "Wir können westliche Militärangehörige in Afghanistan über die Polar-Seite finden", erklärte Sicherheitsexperte Foeke Postma in einem Blogbeitrag nach einer Recherche mit der niederländischen Nachrichtenseite De Correspondent. Mit nur wenigen Klicks könne ein hochrangiger Offizier beim morgendlichen Joggen auf einem Luftwaffenstützpunkt mit Atomwaffen ausfindig gemacht werden. Gefunden wurden Daten von rund 6000 Polar-Nutzern, darunter Soldaten verschiedener Länder sowie Mitarbeiter der US-Bundespolizei FBI und des Auslandsgeheimdienstes NSA. Die gefundenen Daten beinhalteten unter anderem Privatadressen von US-Bürgern in der internationalen Sicherheitszone in Bagdad und russischer Soldaten auf der Krim. Polar wies darauf hin, dass nur die Daten von Nutzern veröffentlicht worden seien, welche die Standortbestimmung eingeschaltet hätten.

nik/tkr / DPA / AFP