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News des Tages: Zwei Deutsche bei Messerangriff in Ägypten getötet

Zwei Tote bei Messerangriff auf Touristen in Ägypten +++ Türkei untersagt Abgeordneten-Reise zum Nato-Stützpunkt Konya +++ FC Bayern: Gnabry wechselt auf Leihbasis nach Hoffenheim +++ 20-Jähriger gesteht Beteiligung an Vierfach-Mord +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Tote und Verletzte bei Messerangriff in Ägypten

Bei dem Messerangriff im ägyptischen Badeort Hurghada sind Berichten zufolge zwei Deutsche getötet worden. 

Die Nachrichten des Tages im Ticker:

+++ 21.28 Uhr: US-Militär: IS-Führer in Afghanistan getötet +++

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben den lokalen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan getötet. Abu Sayed sei bei einem Angriff auf das Hauptquartier der Terroristen in der Provinz Kunar ums Leben gekommen, teilte Pentagon-Sprecherin Dana White am Freitag mit.

Der IS ist erst 2015 in Afghanistan aufgetaucht und soll dort nie mehr als 3000 Kämpfer gehabt haben. Lange Zeit war er nur in den beiden Provinzen Nangarhar und Kunar präsent. Amerikanische und afghanische Streitkräfte fliegen seit Monaten schwere Luftangriffe auf IS-Stellungen.  

+++ 19.54 Uhr: Roger Federer zum elften Mal im Wimbledon-Finale +++

Roger Federer steht zum elften Mal in Wimbledon im Endspiel. Der 35 Jahre alte Schweizer setzte sich am Freitag im Halbfinale gegen Tomas Berdych aus Tschechien 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:4 durch und feierte seinen 90. Sieg bei dem Grand-Slam-Turnier in London. Im Kampf um seinen achten Titel trifft Federer am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) auf den kroatischen Tennisprofi Marin Cilic. Der US-Open-Sieger von 2014 entschied das erste Halbfinale gegen den Amerikaner Sam Querrey 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5 für sich. Von sieben Vergleichen mit Cilic hat Federer bislang sechs gewonnen. Mit einem achten Wimbledon-Titel wäre er alleiniger Rekordhalter.

+++ 19.02 Uhr: Zwei Deutsche bei Messerangriff in Ägypten getötet +++

Bei einer Messerattacke in einer ägyptischen Hotelanlage sind zwei deutsche Frauen getötet worden. Das berichtete der ägyptische Staatliche Informationsservice. Medienberichten zufolge sind vier weitere ausländische Touristen verletzt worden. Ein Angreifer habe am Strand eines Hotels in Hurghada am Roten Meer eine Gruppe von Touristen angegriffen, teilte das ägyptische Innenministerium auf seiner offiziellen Facebookseite mit.

Der Angreifer sei an den Strand geschwommen und habe mit dem Messer die Urlauber angegriffen, hieß es in der Erklärung. Er sei festgenommen worden und werde verhört. Das Motiv war zunächst unklar. Die ägyptische Nachrichtenseite "Al-Masry al-Youm" hatte zunächst berichtet, dass es sich bei den beiden Getöteten um Urlauberinnen aus der Ukraine handeln soll. 

+++ 17.26 Uhr: Jahrestag des Putschversuches: Erdogan weist EU-Kritik zurück +++

Vor dem Jahrestag des Putschversuches in der Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan jede Kritik aus Europa an der Menschenrechtslage in seinem Land scharf zurückgewiesen. Die Türkei entspreche in der Hinsicht nicht nur den Standards der EU, sondern "wir sind ihnen voraus", sagte Erdogan am Freitag bei einer Veranstaltung zu dem Jahrestag in Ankara. "Beim G20-Gipfel in Hamburg haben wir ihren Zustand ja gesehen. Eine Blamage! Eine Blamage! Alles wurde niedergebrannt und verwüstet." Am Samstag und Sonntag wird in der ganzen Türkei dem Putschversuch vor einem Jahr gedacht. 

+++ 17.22 Uhr: Malaysia: Auf den Seychellen gefundene Trümmer nicht von MH370 +++

Die auf den Seychellen gefundenen Flugzeugteile stammen laut malaysischen Behörden nicht von dem vor drei Jahren verschollenen Malaysia-Airlines-Flug MH370. Das Untersuchungsteam habe Fotos der Trümmer analysiert und sei zu dem Schluss gekommen, dass sie nicht von einer Boeing 777 oder einem Rolls-Royce-Motor stammten, teilte die Luftfahrtbehörde in Malaysia am Freitag mit. Am Montag waren mutmaßliche Flugzeugteile am Strand der Insel Farquhar auf den Seychellen gefunden worden. Die Luftfahrtbehörde des Landes kontaktierte daraufhin nach eigenen Angaben Malaysia.

+++ 17.19 Uhr: Bericht: Verfassungsschützer warnten detailliert vor Gewalt bei G20 +++

Verfassungsschützer haben das Kanzleramt, mehrere Ministerien und den Hamburger Senat einem Medienbericht zufolge wenige Tage vor dem Start des G-20-Gipfels detailliert vor einem Gewaltausbruch in der Hansestadt gewarnt. Die Zeitung "Die Welt"
(Samstag) zitierte aus einem internen Lagebericht des Bundesamts für Verfassungsschutz vom 2. Juli. Klares Ziel des militanten Spektrums sei es, "eine Eskalation der Straßenmilitanz und damit einen Kontrollverlust bei den eingesetzten Sicherheitskräften herbeizuführen", heißt es demnach in dem vertraulichen Papier. "Die Ergebnisse von polizeilichen Durchsuchungsmaßnahmen im Vorfeld der Proteste zeigen, dass sich die gewaltbereite linksextremistische Szene gezielt auf militante Aktionen vorbereitet."
Die Verfassungsschützer prognostizierten dem Bericht zufolge die Anreise von zahlreichen Linksextremisten aus dem In- und Ausland, aber auch von gewaltbereiten Hooligans und Mitgliedern der sogenannten Ultraszene. Es gebe Hinweise, dass unter anderem etwa 500 Gipfelgegner aus Skandinavien in Hamburg Krawall machen könnten. Diese wollten "in militanten Kleingruppen agieren". Der Inlandsgeheimdienst äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht.

+++ 17.16 Uhr: US-Spezialist soll Baby Charlie kommende Woche untersuchen +++

Ein US-amerikanischer Arzt soll den schwerkranken britischen Jungen Charlie Gard kommende Woche untersuchen. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag unter Berufung auf eine Anhörung vor Gericht.

Ein Richter am Londoner High Court muss entscheiden, ob neue Expertengutachten die Aufhebung eines früheren Urteils rechtfertigen. Zuvor hatten Gerichte durch alle Instanzen hindurch entschieden, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen für den elf Monate alten Jungen eingestellt werden sollen.

Michio Hirano, ein Professor für Neurologie an der Columbia University in New York schätzt die Chancen, dass sich Charlies Zustand durch eine experimentelle Therapie verbessert, auf zehn Prozent. Er wird am kommenden Montag und Dienstag im Great-Ormond-Street-Hospital in London, wo Charlie behandelt wird, erwartet.

+++ 17.13 Uhr: Kroate Cilic erster Wimbledon-Finalist - Sieg gegen Querrey +++

Der kroatische Tennisprofi Marin Cilic hat zum ersten Mal in seiner Karriere das Wimbledon-Finale erreicht. Der 28-Jährige entschied am Freitag das erste Halbfinale gegen den Amerikaner Sam Querrey mit 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5 für sich. Im Endspiel am Sonntag trifft Cilic auf den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen dem Schweizer Roger Federer und Tomas Berdych aus Tschechien. Cilic verwandelte nach 2:56 Stunden seinen zweiten Matchball und feierte im fünften Duell mit dem 29 Jahre alten Querrey den fünften Sieg. Der US-Open-Sieger von 2014 ist der zweite kroatische Profi nach Goran Ivanisevic 2001 im Endspiel des Grand-Slam-Turniers in London. 

+++ 17.08 Uhr: "In aller Freundschaft" und "Lindenstraße" tun sich zusammen +++

Es sind beides seit Jahren Quotengaranten im Ersten, nun machen "Lindenstraße" und "In aller Freundschaft" gemeinsame Sache: Die zuständigen Sender WDR und MDR produzieren von den beiden Serien zwei Folgen zusammen, wie der MDR am Freitag mitteilte. Ab 20. Juli steht zunächst in Leipzig der Dreh für eine Folge von "In aller Freundschaft" mit Dr. Iris Brooks (Sarah Masuch) und deren Tochter Lara (Greta Short) aus der "Lindenstraße" an.

Die beiden sind auf dem Rückweg von der Ostseeinsel Rügen nach Hause und legen in Leipzig einen Zwischenstopp ein. Dr. Brooks will ihre ehemalige beste Freundin Dr. Maria Weber (Annett Renneberg) treffen. Doch dann bricht sie zusammen und kommt mit Fieber und Kreislaufproblemen in die Sachsenklinik, in der "In aller Freundschaft" spielt. 

+++ 17.06 Uhr: Fußball-Nationalspieler Walker wechselt von Tottenham zu Man City +++

Der englische Fußball-Nationalspieler Kyle Walker wechselt vom Premier-League-Club Tottenham Hotspur zum Liga-Rivalen Manchester City. Wie Man City am Freitag bekannt gab, hat der 27-Jährige beim Verein von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola einen Vertrag über fünf Jahre unterschrieben. Nach Informationen der BBC soll City für den Abwehrspieler insgesamt rund 50 Millionen Pfund (ca. 57 Mio. Euro) bezahlen.

Walker ist nach Bernardo Silva und Ederson in diesem Sommer der dritte Neuzugang beim Club der deutschen Fußball-Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan. "Pep Guardiola ist einer der anerkanntesten Trainer der Welt und ich glaube, dass er mich auf ein neues Level bringen kann", sagte Walker.

+++ 16.42 Uhr: Polizist springt auf Lastwagen und zieht Fahrer vom Sitz +++

Mit einem waghalsigen Manöver hat ein Polizist in Essen einen außer Kontrolle geratenen Lastwagenfahrer überwältigt. Der 71-Jährige rammte nach Polizeiangaben beim Rangieren mit seinem tonnenschweren Sattelschlepper mehrere geparkte Autos. Weil der Fahrer auf Rufe der entsetzten Anwohner und Lautsprecherdurchsagen der herbeigerufenen Polizisten nicht reagierte, entschloss sich ein 30 Jahre alter Polizist zum Handeln. Als der Lastwagenfahrer kurz stoppte, sprang der Beamte auf den Sattelschlepper, öffnete die Fahrertür und zog den Mann vom Sitz. Der Fahrer habe noch versucht, den Polizisten mit Tritten zurückzustoßen.

Warum der Fahrer aus dem Sauerland am Mittwochnachmittag am Steuer so außer Kontrolle geriet, muss noch ermittelt werden. Der Führerschein des 71-Jährigen wurde laut Mitteilung vom Freitag beschlagnahmt. Die Polizei schätzt den Schaden an den Fahrzeugen und Grünanlagen auf 20 000 Euro.

+++ 16.41 Uhr: Ärzte: Acht Zivilisten in Afghanistan bei Luftangriff verletzt +++

Bei einem Luftangriff im Süden Afghanistans sind nach Angaben von Ärzten mindestens acht Zivilisten verletzt worden. Der Angriff sei in der Nacht zum Freitag in Sadschawal Kala in der Provinz Urusgan erfolgt, sagte der Arzt Sia ul-Rahman. Die Verletzten wurden demnach in das Krankenhaus in Tarin Kot gebracht, in dem der Arzt arbeitet.

Bei den Verletzten handle es sich um fünf Frauen, zwei Kinder und einen jungen Mann, sagte der Arzt. Er sagte weiter, "ausländische Kräfte" seien für den Luftangriff verantwortlich.

+++ 16.27 Uhr: Türkei untersagt Abgeordneten-Reise zum Nato-Stützpunkt Konya +++

Die Türkei hat einen für kommenden Montag geplanten Besuch von Bundestagsabgeordneten auf dem Nato-Stützpunkt im türkischen Konya untersagt. Das Auswärtige Amt informierte die Obleute des Verteidigungsausschusses am Freitag darüber, dass die Türkei mit Hinweis auf den Zustand der bilateralen Beziehungen um eine Verschiebung gebeten habe, wie der Auschussvorsitzende Wolfgang Hellmich der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Hellmich sagte, die Absage der Türkei sei am Donnerstagabend in einer sogenannten Verbalnote an das Auswärtige Amt erfolgt. Er pochte darauf, dass Bundestagsabgeordnete das Recht haben müssten, die Soldaten im Einsatz zu besuchen. Dieses Besuchsrecht könne nicht davon abhängig gemacht werden, wie die Türkei die bilateralen Beziehungen einschätze. "Unter diesen Bedingungen, sehe ich keine Möglichkeit, das Mandat zu verlängern", sagte Hellmich. Der Bundestag stimmt Ende des Jahres über eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kampf gegen den IS ab.

+++ 16.05 Uhr: Mindestens sechs Verletzte bei Messerangriff auf Touristen in Ägypten +++

Ein Angreifer hat in einem ägyptischen Badeort Touristen mit dem Messer attackiert und dabei mindestens sechs Menschen verletzt. Unter den Opfern im Badeort Hurghada am Roten Meer seien auch Ausländer, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Der Angreifer sei festgenommen worden und werde verhört.

+++ 16.03 Uhr: Großeinsatz nach Drohung - Polizei: Täter unzufrieden mit Arzt +++

Aus Ärger über seinen Arzt hat ein Mann in Ludwigshafen Drohungen ausgestoßen und damit einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Die von einer Zeugin alarmierten Beamten hielten es am Freitag auch für möglich, dass der 27-Jährige einen Sprengstoffgürtel dabeihatte. Er wurde viereinhalb Stunden nach dem Alarm gefasst und gestand die Vorwürfe. Auf die Frage nach dem vermeintlichen Sprengstoffgürtel erklärte der unter Drogeneinfluss stehende Mann, es habe sich dabei um sein Mobiltelefon mit Kopfhörerkabel gehandelt. Er wurde nach dem polizeilichen Maßnahmen entlassen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. Rund 200 Beamte seien im Einsatz gewesen.

+++ 16.00 Uhr: Linke zeigt nach Bürgerschaftsdebatte um G20-Krawalle Hamburger Innensenator an +++

Wegen Äußerungen in der Diskussion um die G20-Krawalle hat die Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft Innensenator Andy Grote (SPD) angezeigt. Dessen Aussagen erfüllten "mindestens die Straftatbestände der Beleidigung, Verleumdung und falscher Verdächtigung", erklärten die Abgeordneten am Freitag gemeinsam.

Grote hatte der Linkspartei am Mittwoch während einer Sitzung der Hamburger Bürgerschaft vorgeworfen, sich vor dem Gipfel mit linksextremistischen Gewalttätern solidarisiert und danach nur "pflichtschuldig" von Gewalt distanziert zu haben. Sie hätten damit einen "großen, einen erheblichen Beitrag geleistet an direkter und indirekter Beihilfe zu dem, was in den letzten Tagen in unserer Stadt passiert ist", hatte er weiter gesagt.

Die Linke reagierte empört. "Grote unterstellt uns öffentlich die Beteiligung an schweren Straftaten - damit stellt er sich selbst außerhalb einer demokratischen Debatte", erklärte Fraktionschefin Cansu Özdemir am Freitag. 

+++ 15.58 Uhr: Jimmy Carter aus dem Krankenhaus entlassen +++

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter ist einen Tag nach seinem Schwächeanfall wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 92-Jährige kehrte am Freitag zu der Wohltätigkeitsveranstaltung in Kanada zurück, an der er vor seiner Einlieferung ins Hospital teilgenommen hatte, wie das von ihm gegründete Carter-Zentrum im US-Bundesstaat Georgia mitteilte.

Der Ex-Präsident hatte in Begleitung seiner Frau Rosalynn Carter eine Baustelle der wohltätigen Organisation Habitat for Humanity in Winnipeg besucht, als er den Schwächeanfall erlitt. Das Carter-Zentrum bezeichnete seine kurzzeitige Einlieferung ins Krankenhaus als Vorsichtsmaßnahme. Der frühere Präsident war 2015 an Krebs erkrankt. Er wurde operiert und durchlief eine Strahlentherapie, die wirkte. Von 1977 bis 1981 war Carter Präsident der Vereinigten Staaten.

+++ 15.57 Uhr: Franziskus' neues Türschild: Nörgler draußen bleiben +++

Papst Franziskus (80) hat Nörglern den Zutritt zu seinem privaten Arbeitszimmer verboten: Das Oberhaupt der katholischen Kirche ließ ein Schild mit der Aufschrift "Kein Jammern" anbringen, wie die italienische Zeitung "La Stampa" am Freitag berichtete. Das Schild gleicht einem Rauchverbotsschild, wie auf Bildern zu sehen ist.

Auf der Plakette steht des weiteren, Jammerer sollten sich nicht in eine Opferrolle begeben, diese mindere die Laune und die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Um das beste aus sich herauszuholen, solle man sich auf das eigene Potenzial und nicht seine Unzulänglichkeiten konzentrieren. "Also hör auf dich zu beschweren und handle, um dein Leben zu verbessern", ist dort zu lesen.

+++ 15.55 Uhr: Grönefeld/Peschke verpassen Doppel-Finale in Wimbledon +++

Anna-Lena Grönefeld hat mit ihrer Doppel-Partnerin Kveta Peschke in Wimbledon den Einzug in das Endspiel verpasst. Die 32 Jahre alte Tennisspielerin aus Nordhorn musste sich gemeinsam mit der zehn Jahre älteren Tschechin am Freitag dem an Nummer zwei gesetzten russischen Duo Jekaterina Makarowa/Jelena Wesnina mit 5:7, 2:6 geschlagen geben. Grönefeld/Peschke waren bei dem Grand-Slam-Turnier in London an Position zwölf eingestuft.

Im Mixed hat Grönefeld bereits zwei Grand-Slam-Titel gewonnen: 2009 zusammen mit Mark Knowles von den Bahamas in Wimbledon und 2014 bei den French Open in Paris mit dem Niederländer Jean-Julien Rojer. Die langjährige Fed-Cup-Spielerin hat ihre Einzel-Karriere beendet und konzentriert sich seit 2012 auf das Doppel und das Mixed. 

+++ 15.50 Uhr: Bericht: RB Leipzig stand kurz vor Champions-League-Aus +++

Das Champions-League-Debüt von RB Leipzig ist akut gefährdet gewesen. Das geht aus einem nun veröffentlichten Bericht der Europäischen Fußball-Union UEFA hervor, wie das Online-Portal der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag) berichtet. Der UEFA-Chefermittler José Cunha Rodrigues aus Portugal empfahl im Mai zunächst, den Bundesligisten nicht gemeinsam mit Red Bull Salzburg in der Königsklasse starten zu lassen.

Rodrigues warnte vor allem vor Problemen mit Artikel 5 des Wettbewerbsreglements, der sich mit Integrität des Wettbewerbs beschäftigt. Demnach dürfen zwei Vereine nicht maßgeblich von "einer Person/Unternehmen" abhängig sein. Die Regeln fordern eine strikte Trennung auf allen Ebenen aller an der Champions League teilnehmenden Vereine. Rodrigues sah es aber als erwiesen an, dass es einen direkten Einfluss der Red Bull GmbH auf beide Vereine sowie eine enge Verbindung zwischen Red Bull Salzburg und RB Leipzig gibt.

+++ 15.48 Uhr: Merkel zu G20-Krawallen: Gewaltmonopol allein beim Staat +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach den massiven Ausschreitungen beim G20-Gipfel das alleinige Gewaltmonopol des Staates betont. Es könne keine Erklärung geben für die Gewalt, wie man sie in Hamburg gesehen habe. "Nicht umsonst hat der Staat das Gewaltmonopol, und niemand anders ist berechtigt, Gewalt anzuwenden", sagte die CDU-Bundesvorsitzende am Freitag zum Auftakt ihrer Sommertour im ostfriesischen Nordseeheilbad Neuharlingersiel.

Die Kanzlerin, die bereits 2013 im Rahmen ihrer Sommertour in dem Ort war, betonte zugleich mit Blick auf das Steuerkonzept ihrer Partei, die Union werde den Solidaritätszuschlag Schritt für Schritt abschaffen - "und das nicht für manche, sondern Schritt für Schritt für alle". Es gehe darum, kleinere und mittlere Betriebe steuerlich zu entlasten. Es gelte, die zu entlasten, die Arbeitsplätze schafften. Seit ihrem Amtsantritt 2005 sei es gelungen, die Zahl der Arbeitslosen von fünf Millionen auf heute 2,5 Millionen zu halbieren. 

+++ 15.33 Uhr: Gericht macht Weg für großes Neonazi-Konzert in Thüringen frei +++

Der Weg für das bundesweit wohl größte Neonazi-Festival des Jahres in Südthüringen ist nun auch von rechtlicher Seite frei. Das Amtsgericht Hildburghausen hat die einstweiligen Verfügungen gegen die für Samstag angemeldete Veranstaltung in Themar (Landkreis Hildburghausen) abgewiesen, wie eine Sprecherin am Freitag sagte.

Themar mit weniger als 3000 Einwohnern wird am Samstag eine Stadt im Ausnahmezustand sein. Der Thüringer Verfassungsschutz erwartet mehr als 5000 Rechte - auch aus dem Ausland. Hinzu kommen rund 2000 Gegendemonstranten und knapp 1000 Polizisten.  

+++ 15.30 Uhr: Dramatische Rettung im Meer - Migranten springen in Panik von Bord +++

Frauen treiben Hilfe schreiend im Wasser, Menschen gehen über Bord: Die italienische Küstenwache hat ein Video mit dramatischen Rettungsszenen auf dem Mittelmeer veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie Migranten am Mittwoch von einem Holzboot panikartig ins Wasser springen. Die Retter versuchen, sie vor dem Ertrinken zu bewahren. Das Schiff "Diciotti" der Küstenwache kam am Freitag mit fast 1500 geretteten Flüchtlingen im Hafen von Catania auf Sizilien an.

Auch für private Hilfsorganisationen waren die letzten Tage wieder eine besondere Herausforderung, weil sich viele Migranten von Libyen aus auf den Weg in Richtung Europa gemacht hatten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa wurden in den vergangenen Tagen rund 7000 Migranten gerettet. Bisher kamen in diesem Jahr nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration mehr als 2300 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben. Die meisten Migranten kommen in Italien an.

+++ 15.00 Uhr: Sechs tote Zivilisten bei Razzia gegen Taliban in Südafghanistan +++

Bei einer Nachtrazzia von Sicherheitskräften gegen Mitglieder der radikalislamischen Taliban sind in der südafghanischen Provinz Urusgan mindestens sechs Zivilisten getötet worden. Das sagte der Sprecher der Provinzregierung, Dost Mohammed Najab, am Freitag. Weitere 14 Menschen seien verletzt worden. Unter den Opfern seien eine Frau und ein Kind gewesen.

Nach dem Einsatz gab es Spekulationen, wonach US-Streitkräfte beteiligt waren. Sprecher des US-Militärs antworteten zunächst nicht auf eine Anfrage. Die Menschen seien in einem Außenbezirk der Provinzhauptstadt Tirin Kot getötet worden, sagte der Leiter des Provinzrats, Amir Baraksai. Dort versuchen die Streitkräfte seit einer Woche, die Taliban zu vertreiben. Tirin Kot ist unter den bis zu fünf Provinzzentren, die die Taliban seit Monaten mit immer neuen Angriffen erobern wollen. 

+++ 14.52 Uhr: EU-Kommission sieht Lage in Polen "mit großer Sorge" +++

Die EU-Kommission wird sich kommende Woche mit den Plänen der polnischen Regierungspartei PiS befassen, den Obersten Gerichtshof dem Justizministerium zu unterstellen. Die Behörde sehe die jüngsten Entwicklungen in Polen "mit großer Sorge", sagte eine Sprecherin am Freitag in Brüssel. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe seinen für Rechtsstaatsfragen zuständigen Vertreter Frans Timmermans gebeten, das Kommissionskollegium am Mittwoch über die Lage zu informieren.

Die nationalkonservative Regierungspartei PiS hat nun am Donnerstag einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, mit dem Richter des Obersten Gerichtshofs, die vom Justizminister nicht gebilligt werden, in den Ruhestand gezwungen werden sollen. Die Opposition verurteilte den Plan als "Ankündigung eines Putsches". Wegen umstrittener Justizreformen hatte die EU-Kommission im Januar 2016 ein Verfahren wegen Gefährdung der Rechtstaatlichkeit gegen Warschau eingeleitet. Grund war damals die Reform des Verfassungsgerichts, die aus Sicht Brüssels die Unabhängigkeit der Richter und letztlich die Demokratie in Gefahr bringt. 

+++ 14.39 Uhr: Opposition nun doch zu Putsch-Gedenken im Parlament eingeladen +++

Die türkische Opposition ist nun doch zur zentralen Gedenkveranstaltung im türkischen Parlament anlässlich des Jahrestages des gescheiterten Putsches eingeladen worden.
CHP-Sprecher Bülent Tezcan sagte am Freitag in Ankara, nach Protesten habe Parlamentspräsident Ismail Kahraman, der zur AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan gehört, eine Einladung geschickt. Die CHP werde teilnehmen. Die zweitgrößte Oppositionspartei - die pro-kurdische HDP - kündigte dagegen an, die Veranstaltung mit einer Ansprache Erdogans um 2.32 Uhr in der Nacht zu Sonntag zu boykottieren. Zu dem Zeitpunkt hatten vor einem Jahr Putschisten das Parlament in Ankara bombardiert.

+++ 14.32 Uhr: Israelische Polizei nimmt Großmufti von Jerusalem fest +++

Nach dem tödlichen Angriff auf Polizisten in Jerusalem hat die israelische Polizei nach Angaben der Familie den obersten muslimischen Geistlichen der Stadt festgenommen. Die Polizei habe Großmufti Muhammad Ahmad Hussein in der Altstadt abgeführt, sagte sein Sohn Dschihad der Nachrichtenagentur AFP. Ein Leibwächter des Großmuftis bestätigte dies, Israels Polizei wollte sich zunächst nicht zu den Angaben äußern.

Zuvor hatten Angreifer in der Altstadt von Jerusalem zwei Polizisten durch Schüsse tödlich verletzt. Sicherheitskräfte riegelten daraufhin die gesamte Altstadt ab, die Freitagsgebete in der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg wurden abgesagt. Der Großmufti hatte die Absage scharf kritisiert. Mit seinen Anhängern protestierte Hussein in Jerusalems Altstadt gegen diesen Schritt. Der Großmufti ist der höchste islamische Würdenträger in Jerusalem.

+++ 14.31 Uhr: Schulz für Investitionspflicht +++

Die SPD will nach der Wahl eine staatliche Investitionspflicht einführen. Sobald die Haushaltslage des Bundes Spielräume lasse, müssten die Gelder unter anderem in den Ausbau von Internet, Straßen und Schienen, Forschung, Bildung und Gesundheit fließen, heißt es in einem dem "Spiegel" vorliegenden Papier über "das moderne Deutschland", das SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Sonntag in Berlin vorstellen wird.

Dazu wollen die Sozialdemokraten eine "Mindestdrehzahl für Investitionen" vorgeben, die in der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes verankert werden soll. Mithilfe der neuen Vorschrift sollten in den kommenden vier Jahren zusätzliche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur im Umfang von 30 Milliarden Euro ermöglicht werden.  

+++ 14.24 Uhr: Oberstes Gericht in Hongkong schließt vier China-kritische Abgeordnete aus +++

Das Oberste Gericht der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong hat den umstrittenen Ausschluss von vier Oppositionsabgeordnete aus dem Parlament für rechtmäßig erklärt. Mit ihrem Urteil vom Freitag folgten die Richter einem Antrag der Peking-nahen Hongkonger Regierung. Diese hatte den Ausschluss damit begründet, dass die Abgeordneten bei Ablegung ihres Amtseids auf Distanz zu Peking gegangen waren. Aktivisten warfen der chinesischen Regierung die Entmachtung des Hongkonger Parlaments vor.

Mit dem Ausschluss der vier Abgeordneten verlieren die pro-demokratischen Kräfte ihre Sperrminorität in der Versammlung. Außerdem verlieren die Peking-kritischen Parlamentarier eines ihrer prominentesten Gesichter: Unter den ausgeschlossenen Mandatsträgern ist Nathan Law, Anführer der Massendemonstrationen für demokratische Reformen in Hongkong im Jahr 2014.

+++ 14.09 Uhr: Mehr als eine Million Menschen flohen vor den Kämpfen um Mossul +++

Wegen der Kämpfe um die nordirakische Stadt Mossul haben nach Angaben von Experten mehr als eine Million Menschen die Flucht ergriffen. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mitteilte, konnten rund 825.000 Menschen noch nicht wieder in ihre Wohnungen und Häuser in der Stadt zurückkehren. Das entspreche rund 137.000 Familien. Die IOM beruft sich bei ihren Angaben auf Zählungen von Mitarbeitern vor Ort.

Die militärische Offensive zur Rückeroberung der nordirakischen Stadt aus den Händen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte im Oktober begonnen. Als IS-Kämpfer im Juni 2014 die Stadt am Ufer des Tigris überrannt und dort ein "Kalifat" ausgerufen hatten, zählte die Stadt zwei Millionen Einwohner. Am Montag gab die irakische Regierung die Rückeroberung der Stadt bekannt.

+++ 14.04 Uhr: FC Bayern bestätigt: Gnabry wechselt auf Leihbasis nach Hoffenheim +++

Bayern Münchens Neuzugang Serge Gnabry wechselt mit sofortiger Wirkung auf Leihbasis vom deutschen Fußball-Rekordmeister zum Bundesliga-Konkurrenten 1899 Hoffenheim. Das teilten die Bayern am Freitag, dem 22. Geburtstag von Gnabry, mit. Der U21-Europameister wird für ein Jahr, bis zum 30. Juni 2018, an den Europapokal-Starter ausgeliehen. Gnabry spielte in der vorigen Saison noch bei Werder Bremen; im Juni unterschrieb er einen Dreijahresvertrag beim FC Bayern.

"Es war der ausdrückliche Wunsch von Serge, noch für ein Jahr ausgeliehen zu werden, damit er mehr Spielpraxis erhalten könne", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Dies sei "in Hoffenheim auch auf hohem Niveau gewährleistet". "Nach einem Jahr wird Serge Gnabry zum FC Bayern zurückkehren", kündigte Rummenigge an.

+++ 13.56 Uhr: AfD-Vorsitzender Meuthen kündigt Kampfkandidatur gegen Petry an +++

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat für den geplanten Parteitag im Dezember eine Kampfkandidatur gegen die Co-Vorsitzende Frauke Petry angekündigt. Sollte sich Petry erneut um den Parteivorsitz bewerben, werde er gegen sie antreten, sagte Meuthen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Für eine erneute Doppelspitze mit Frauke Petry kann ich nicht zur Verfügung stehen." Über Meuthens Pläne für den Parteitag hatte zuerst das Magazin "Focus" berichtet.

Meuthen sagte, er sei bereit, die Partei alleine oder im Team zu führen, aber nicht gemeinsam mit Petry. Er arbeite mit der sächsischen AfD-Vorsitzenden zwar im Moment noch zusammen. Ideal sei die Situation aber nicht. Petry und Meuthen stehen seit dem Essener Parteitag vom Juli 2015 gemeinsam an der Spitze der Partei. 

+++ 13.52 Uhr: Regierung will Ausnahmezustand in der Türkei verlängern +++

Ein Jahr nach der Verhängung des Ausnahmezustands in der Türkei in Folge des Putschversuches will die Regierung die umstrittene Maßnahme erneut verlängern. Ministerpräsident Binali Yildirim kündigte am Freitag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu an, die Regierung werde den Vorschlag beim Nationalen Sicherheitsrat einreichen. Der Ausnahmezustand ermöglicht es Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, per Dekret zu regieren.

Im Ausnahmezustand steht Erdogan sowohl dem Kabinett als auch dem Sicherheitsrat vor. Anschließend muss der Verlängerung noch das Parlament zustimmen, in dem Erdogans AKP über die absolute Mehrheit verfügt. Die Zustimmung gilt in beiden Gremien als sicher. 

+++ 13.49 Uhr: Italien blockiert EU-Mission: Mehr Hilfe bei Flüchtlingen gefordert +++

Italien blockiert die Verlängerung der EU-Marine-Mission "Sophia" vor Libyen. Die italienische Regierung habe kurzfristig Vorbehalte gegen einen am kommenden Montag beim Treffen der EU-Außenminister geplanten Beschluss zur Mandatsverlängerung geltend gemacht, sagte ein EU-Diplomat. Demnach will die italienische Regierung mehr Unterstützung aus der EU bei der Versorgung von Bootsflüchtlingen. Rom beharrt demnach zudem darauf, dass auch andere EU-Staaten ankommende Flüchtlinge aufnehmen. In diesem Jahr kamen bereits fast 89.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer in Italien an - rund ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum. Rund 90 Prozent kommen dabei über Libyen. Italien sieht sich inzwischen an seiner Aufnahmegrenze und verlangt unter anderem die Öffnung von Häfen anderer EU-Staaten für Flüchtlingsboote. Dies lehnen die anderen EU-Regierungen bisher aber ab.

+++ 13.29 Uhr: Taliban verbieten in Südafghanistan Impfung gegen Kinderlähmung +++

Die radikalislamischen Taliban haben in Teilen der südafghanischen Provinz Kandahar Impfkampagnen gegen Kinderlähmung gestoppt. Es handele sich um teils dicht besiedelte Gegenden, sagte ein Mitarbeiter der nationalen Anti-Polio-Kampagne, Hedaiatullah Staneksai. In Kandahar war am Donnerstag der fünfte Polio-Fall in Afghanistan in diesem Jahr identifiziert worden. Das 18 Monate alte Mädchen lebt in einem der vom Impfbann betroffenen Bezirke. In den vergangenen Jahren waren die Zahlen neuer Erkrankungen in Afghanistan gesunken. 2015 wurden 20 Fälle erfasst, 2016 noch 13. Nun fürchten Beobachter, dass es wegen der neuen Zugangsprobleme für Impfteams wieder mehr Fälle geben könnte. Nun sollen Verhandlungen mit den Taliban angestrebt werden.

+++ 13.05 Uhr: Spur der Verwüstung - Polizei stoppt LKW +++

Einen "außer Kontrolle geratenen Sattelschlepper" haben aufgeregte Anwohner im nordrhein-westfälischen Essen der Polizei gemeldet. Wie die Beamten mitteilten, stieß eine Streife nach diversen Notrufen auf eine Spur der Verwüstung, an deren Ende sich ein tonnenschwerer Lastwagen rückwärtsfahrend vom Unfallort entfernte. Demnach hatte der 71-jährige Fahrer bereits mehrere Autos, einen Baum und eine Hecke angefahren.

Erst als ein beherzter Polizist die Fahrerkabine enterte und den um sich tretenden Fahrer heraus zog, konnte die zerstörerische Fahrt des Sattelzugs endgültig gestoppt werden. Ob der Mann, der gefesselt werden musste, möglicherweise "beeinflussende Substanzen" zu sich genommen hatte, sollte eine Blutprobe klären.

+++ 12.59 Uhr: VW löst Mercedes als Generalsponsor beim DFB ab +++

 Der Automobilkonzern Volkswagen löst Mercedes-Benz von 2019 an als Generalsponsor beim Deutschen Fußball-Bund ab. Das gab der DFB nach einer Präsidiumssitzung bekannt. "Wir freuen uns sehr, Volkswagen ab 2019 als Mobilitätspartner an unserer Seite zu haben. Es passt zum DFB, dass VW mit seinem Engagement den gesamten Fußball von der Spitze bis zur Basis im Blick hat", erläuterte DFB-Präsident Reinhard Grindel in einer Mitteilung. Mercedes-Benz war 45 Jahre lang Partner des DFB. "Auch wenn wir getrennte Wege gehen werden, so blicken wir auf über vier Jahrzehnte einer spannenden und überaus erfolgreichen Partnerschaft zurück, in der wir gemeinsam fünf Fußballweltmeister- und elf Europameistertitel feiern konnten", sagte eine Mercedes-Sprecherin.

+++ 12.14 Uhr: Zoll stellt 30.000 Euro teuren Gürtel sicher +++

Der Zoll am Düsseldorfer Flughafen hat einen traditionellen, goldenen Hochzeitsgürtel im Wert von etwa 30 000 Euro beschlagnahmt. Eine Niederländerin, die aus der Türkei einreiste, habe das 21-karätige Stück in ihrer Handtasche bei sich gehabt, teilte das Hauptzollamt mit.

Der hinterzogene Steuerbetrag für den Gürtel beträgt laut Zoll mehr als 6500 Euro. Gegen die 28-Jährige, die mit ihrem Mann und ihrem Kind unterwegs war, sei ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet worden.

Da die Familie den Angaben zufolge keinen Wohnsitz in Deutschland hat und die Sicherheitsleistung für die Abgaben und die zu erwartende Strafe nicht leisten konnte, stellten die Zöllner den Goldschmuck sicher. 

+++ 11.49 Uhr: Drohung gegen Polizisten und Ärzte: Polizei gibt erste Entwarnung +++

Nach einer Drohung gegen Polizisten und Ärzte hat die Polizei in Ludwigshafen eine erste Entwarnung gegeben. "Alle polizeilichen Überprüfungen verliefen negativ. Die bisherigen Ermittlungen ergaben keine konkrete Gefährdungssituation", erklärte die Polizei in Rheinland-Pfalz. Die Fahndung nach dem Unbekannten laufe aber noch. Der Hinweis einer Zeugin auf einen Mann, der gedroht habe, Ärzte oder Polizisten töten zu wollen, hatte am Morgen einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Schwer bewaffnete Beamte wurden in die Stadt geschickt, um Arztpraxen und ein Krankenhaus zu überprüfen und schützen.

+++ 11.38 Uhr: Beyoncé zeigt ihre Zwillinge +++

US-Sängerin Beyoncé (35) hat die Geburt ihrer Zwillinge bestätigt. Am Freitag postete die Frau von Rapper Jay-Z (47) auf Instagram ein Bild von sich, auf dem sie die beiden Babys im Arm hält. Dazu schrieb sie knapp: "Sir Carter und Rumi heute ein Monat alt".

Mit Rumi und Sir Carter haben die beiden nun drei Kinder. Ihre erste Tochter Blue Ivy ist fünf Jahre alt. Der Rapper spricht auf seinem neuen Album "4:44", das vor zwei Wochen erschien, bereits über seine "Zwillinge". Offiziell bestätigt hatte das Paar die Geburt aber bislang nicht.

Sir Carter and Rumi 1 month today. 🙏🏽❤️👨🏽👩🏽👧🏽👶🏾👶🏾

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+++ 9.56 Uhr: Nach stern TV-Bericht: Anzeige gegen NRW-Agarministerin +++

Wegen des Vorwurfs tierquälerischer Haltungsbedingungen im familiären Schweinemastbetrieb hat eine Stiftung Strafanzeige gegen die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) erstattet. Die in einem stern TV-Bericht gezeigten "Aufnahmen aus den Ställen der Landwirtschaftsministerin zeigen zum einen das übliche Leid in der Massentierhaltung und gängige Verstöße gegen das Tierschutzrecht", erklärte die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt in Berlin. Zum anderen seien "viele Tiere in einem besonders desolaten Zustand" gewesen.

Aus Sicht der Stiftung habe sich "die zur Ministerin avancierte Landwirtin deshalb strafbar gemacht", hieß es weiter. Schulze Föcking versuche indes, "sich jetzt aus der Verantwortung zu stehlen, indem sie Distanz zum Skandalbetrieb aufbauen will und ihn als Betrieb ihres Manns bezeichnet". "Fakt ist aber, dass sie zum Zeitpunkt der Aufnahmen Betriebsleiterin war und somit voll verantwortlich für die gefilmten Missstände ist", erklärte die Stiftung.

stern TV hatte am Mittwochabend von der Tierschutzorganisation Tierretter.de bereitgestellte Bilder ausgestrahlt, die Aufnahmen von Schweinen mit angefressenen und entzündeten Schwänzen sowie mit Bisswunden zeigen. Außerdem sollen auf dem Hof die Nippeltränken nachts abgestellt worden sein, so dass die Tiere nicht wie vorgeschrieben jederzeit Zugang zu frischem Wasser hatten. Dem Bericht zufolge war Schulze Föcking bis zu ihrem Amtsantritt zu 50 Prozent an dem Hof beteiligt.


+++ 9.45 Uhr: Angreifer töten elf Menschen bei Kinderfest +++

In einem Blutbad hat ein Kinderfest im Zentrum Mexikos geendet: Maskierte Angreifer stürmten die Feier in der Stadt Tizayuca und ermordeten elf Menschen, wie Behörden und Zeugen berichteten. Sieben Frauen, zwei Männer und zwei Kinder seien ermordet worden, sagte Generalstaatsanwalt Javier Lara. Offenbar sei der Gastgeber der Kinderparty in organisierte Kriminalität verstrickt gewesen. Der Hausherr habe ein längeres Strafregister, darunter Entführungen, und habe deswegen auch im Gefängnis eingesessen, sagte Lara bei einer Pressekonferenz. Die Ermittler gingen davon aus, dass es sich um eine Abrechnung handelte. Es gebe Beweise dafür, dass ein Killerkommando in das Haus geschickt worden sei.

Nachbarn berichteten, vier Unbekannte seien in ein großes weißes Partyzelt vor dem Familienhaus gestürmt, wo die Kinderfeier stattfand. Ein überlebendes Kind sagte der Zeitung "Excelsior", die maskierten Angreifer hätten Polizeiuniformen getragen und alle Erwachsenen getötet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist unter den Opfern auch ein Angestellter der Sicherheitsbehörden von Mexiko-Stadt.

+++ 9.37 Uhr: Einjähriges Kind von Auto erfasst und getötet +++

Ein Autofahrer ist in Hagen von der Straße abgekommen und in eine Fußgängergruppe gefahren. Dabei sei ein einjähriges Kind gestorben, teilte die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mit. Seine Mutter erlitt einen Schock.Das Kind starb demnach in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Ein weiteres vierjähriges Kind wurde bei dem Unfall schwer, eine ältere Frau Passantin leicht verletzt. Den Angaben der Polizei zufolge war der 34-jährige Autofahrer beim Verlassen eines Kreisverkehrs von der Fahrbahn abgekommen. Zur möglichen Unglücksursache äußerten die Beamten sich zunächst nicht.

+++ 9.34 Uhr: Olaf Scholz: "Polizeigewalt hat es nicht gegeben" +++

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat die Arbeit der Polizei rund um den G20-Gipfel erneut verteidigt. Auf die Fragen, ob die Polizei zu hart vorgegangen sei und ob es Anzeichen für Polizeigewalt gebe, sagte dem Radiosender NDR 90,3: "Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zurückweise." Auch bei Demonstrationen mit überwiegend friedlichen Teilnehmern hatte die Polizei teilweise Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt.

Am Freitag vergangener Woche eskalierte die Gewalt dann im Schanzenviertel. "Ich will ausdrücklich sagen: Es gab sehr besonnene, sehr mutige, sehr schwierige Einsätze der Polizei. Und die Polizei hat wirklich alles getan, was möglich gewesen ist", sagte Scholz. Im Nachgang zu einem solchen Gipfel werde immer alles aufbereitet.

Das anonym betriebene Portal "G20-Doku" sammelte auf seiner Seite bislang Dutzende Fälle von mutmaßlicher Polizeigewalt. Laut Bericht der "Welt" sind inzwischen 35 Strafanzeigen gegen Polizisten gestellt worden, die meisten wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt.

+++ 9.17 Uhr: Arbeiter stirbt bei Unfall in Nachtbaustelle +++

An einer Nachtbaustelle auf der Autobahn 6 in Bayern ist ein Arbeiter von einem Lastwagen erfasst und getötet worden. Der Mann starb am frühen Morgen noch an der Unfallstelle nahe Herrieden, wie die Polizei mitteilte. Nähere Angaben zu dem Toten machte sie zunächst nicht. Der Lkw war aus bisher ungeklärter Ursache in die Baustelle gefahren und dort mit einem Baustellenfahrzeug zusammengestoßen. Der Fahrer und ein Kollege des Getöteten erlitten einen Schock. Die beiden Fahrzeuge landeten in der Böschung. Wegen der Bergungsarbeiten blieb die Autobahn in Richtung Nürnberg mehrere Stunden lang gesperrt. Es kam zu längeren Staus.

+++ 9.15 Uhr: Geldautomat gesprengt: Haus muss geräumt werden +++

Nach einer versuchten Geldautomatensprengung ist ein Wohnhaus in Aachen geräumt worden. "Wir haben rund um die Einsatzstelle Explosionsgefahr", sagte ein Feuerwehrsprecher. Acht Menschen mussten den Angaben zufolge ihre Wohnungen verlassen, der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. In dem Gebäude befindet sich eine Bank, deren Eingangsbereich sei bei der versuchten Sprengung am frühen Morgen erheblich beschädigt worden. Die Täter konnten zunächst flüchten. "Wir gehen von einem explosiven Gasgemisch aus", sagte der Feuerwehrsprecher. Laut Polizei ist ein Entschärfer des Landeskriminalamtes angefordert worden.

+++ 8.08 Uhr: Software-Fehler: Schiff läuft auf der Ems manövrierunfähig +++

Wegen eines Softwarefehlers ist ein mit Autos beladenes Schiff auf der Ems fast auf Grund gelaufen. Der 53 Jahre alte Kapitän konnte nicht mehr lenken, erklärte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Das unter liberianischer Flagge laufende Schiff berührte daraufhin den Grund. Es war der Wasserschutzpolizei zufolge erst zehn Tage alt. Der Kapitän habe zwei Schlepper angefordert, die den Frachter in den Emder Hafen zogen. Taucher stellten nach dem Zwischenfall keine Schäden am Rumpf fest.

+++ 7.27 Uhr: Polizisten töten Attentäter auf dem Tempelberg +++

Israelische Polizisten haben drei Attentäter bei einem Angriff am Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem erschossen. Die Palästinenser hätten die Sicherheitskräfte beschossen, teilte die israelische Polizei mit. Die Angreifer seien in Richtung des Tempelbergs geflohen und von Polizisten getötet worden. Drei Menschen wurden zudem verletzt, zwei davon schwer. Der Tempelberg wurde laut Polizei geschlossen. Dies gelte auch für die Freitagsgebete der Muslime. Seit Beginn einer Gewaltwelle vor knapp zwei Jahren sind bei ähnlichen Attacken rund 300 Palästinenser getötet worden. Die meisten kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben. Mehr als 40 Israelis wurden in dem Zeitraum getötet. 

+++ 6.14 Uhr: China weist Kritik an Tod von Liu Xiaobo zurück +++

China hat nach dem Tod des Dissidenten Liu Xiaobo andere Regierungen dazu aufgefordert, sich "nicht in die inneren Angelegenheiten" der Volksrepublik einzumischen. Staaten, die Peking wegen seines Umgangs mit dem am Donnerstag verstorbenen Nobelpreisträgers kritisiert hatten, sollten "Justiz und Souveränität respektieren", sagte ein Sprecher des Außenministeriums laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. "Der Umgang mit dem Fall von Liu Xiaobo gehört zu Chinas inneren Angelegenheiten, und andere Länder sind in keiner Position, unsachgemäße Bemerkungen zu machen." Der 61 Jahre alte Bürgerrechtler, der 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden war, starb am Donnerstag nach einem schweren Krebsleiden in einem Krankenhaus.

+++ 6.03 Uhr: Polizei in Kolumbien fasst Guerilla-Kommandeur +++

Während der laufenden Friedensverhandlungen hat die kolumbianische Polizei einen mächtigen Kommandeur der linken Guerillaorganisation ELN gefasst. "Mateo" sei nahe der Großstadt Medellín im Department Antioquia festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dem mutmaßlichen Anführer der ELN-Einheiten im Zentrum des Landes werden versuchter Mord, unerlaubter Waffenbesitz und Diebstahl vorgeworfen. Nachdem die größte Guerillaorganisation Farc ihre Waffen bereits niedergelegt hat, verhandelt derzeit auch die ELN mit der Regierung über ein Friedensabkommen. Bislang gilt noch kein Waffenstillstand.

+++ 5.49 Uhr: Maas fordert Parteien-Verzicht auf Social Bots +++

Bundesjustizminister wendet sich gegen den Einsatz sogenannter Social Bots in der Politik. "Politische Parteien sollten im Wahlkampf und auch sonst komplett auf den Einsatz von Social Bots verzichten", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Wenn Social Bots massenhaft Beiträge in sozialen Netzwerken posteten und fälschlich den Eindruck erweckten, es würden Menschen miteinander kommunizieren, bestehe die Gefahr, dass Meinungen beeinflusst und manipuliert würden. "Das steht im Widerspruch zu unserer pluralistischen Gesellschaft", sagte Maas. Mit Social Bots, also bestimmten Computerprogrammen, können Einträge bei Diensten wie Twitter und Facebook automatisch hergestellt werden, die so aussehen wie Texte von menschlichen Nutzern.

+++ 5.47 Uhr: Gesuchter Polizeipilot zeigt sich bei Demo in Venezuela +++

Gut zwei Wochen nach seinem Angriff mit einem gekaperten Polizeihubschrauber auf den Obersten Gerichtshof Venezuela hat sich der mutmaßliche Pilot bei einer Demonstration gegen die Regierung gezeigt. "Wir sind auf der Straße, um das Volk zu verteidigen", sagte Óscar Pérez in der Hauptstadt Caracas. "Es ist an der Zeit, dass diese Regierung der Drogendealer stürzt." Umgeben war der Mann, der nach eigenen Angaben bei der Polizei arbeitete, von maskierten Demonstranten. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte den mysteriösen Angriff als "Putschversuch und Terrorakt" eingestuft. Nach dem Piloten wird gefahndet.


+++ 5.18 Uhr: Fiese Schleimaale machen US-Highway unbefahrbar +++

Aalplaning in Oregon: Eine glitschige Ladung Schleimaale hat einen Highway-Abschnitt im US-Westküstenstaat zeitweise unbefahrbar gemacht. Nachdem Frachtcontainer mit den zappeligen Tieren von einem Lastwagen gestürzt waren, krachten vier Autos auf der schmierigen Straße ineinander, teilte die Polizei mit. Der Lkw war mit mehr als drei Tonnen Schleimaalen beladen. Glücklicherweise sei bei dem Auffahrunfall aber niemand ernstlich verletzt worden, hieß es. Die Bilder vom Unfallort erinnern an einen Horrorfilm. Einer der Unfallwagen war mit einer glibberigen Masse überzogen. Feuerwehrleute spritzten mit großen Wasserschläuchen die bis zu 60 Zentimeter langen wurmförmigen Tiere von der Straße. In Stress-Situationen gäben Schleimaale ein zähes Sekret ab, erklärte die Polizei.


+++ 4.09 Uhr: Mindestens 200 Umweltschützer weltweit getötet +++

Mindestens 200 Umweltschützer, Landaktivisten und Wildhüter sind nach Angaben der Organisation Global Witness im vergangenen Jahr weltweit getötet worden. Die gefährlichste Region war Lateinamerika, mit Brasilien und Kolumbien an der Spitze, wie aus einem Bericht der Organisation hervorgeht. "Diese Welle der Gewalt wird ausgelöst von einem heftigen Kampf um Ländereien und natürliche Ressourcen. Unternehmen aus den Bereichen Bergbau, Holzwirtschaft, Wasserkraft und Landwirtschaft treten in ihrem Streben nach Gewinnen Menschen und die Umwelt mit Füßen", heißt es in dem Bericht.  

+++ 4.04 Uhr: Kardinal Marx fordert Bayern zu Verfassungsklage gegen "Ehe für alle" auf +++

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Münchner Kardinal Reinhard Marx hat der Bayerischen Staatsregierung eine Verfassungsklage gegen die " für alle" nahegelegt. Er würde eine Klage Bayerns gegen das vom Bundestag beschlossene Gesetz "sehr begrüßen", sagte der Erzbischof von München und Freising der "Augsburger Allgemeinen". Er wüsste gerne, wie das Bundesverfassungsgericht zur Ausweitung der Ehe für Homosexuelle stehe, sagte Marx. Die neue Regelung definiere Ehe anders als das Grundgesetz, führte der Erzbischof weiter aus. "Für den Rechtsfrieden in Deutschland" wäre ein Urteil gut, unabhängig von seinem Ausgang. Zugleich räumte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Versäumnisse der katholischen Kirche im Umgang mit Homosexuellen ein: Sie sei bei den Rechten von Homosexuellen nicht "unbedingt Vorreiter", sagte er.

+++ 3.07 Uhr: Kleinbus fährt in Gegenverkehr: Acht Verletzte +++

Acht Menschen sind bei einem schweren Verkehrsunfall in Baden-Württemberg verletzt worden. Der Kleinbus eines 74-Jährigen geriet nahe Böblingen in den Gegenverkehr und prallte mit einem entgegenkommenden Auto zusammen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann und seine fünf Begleiter - darunter zwei Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren - wurden verletzt. Der 73-jährige Fahrer des anderen Wagens und seine 71 Jahre alte Beifahrerin kamen ebenfalls ins Krankenhaus. Der Unfallverursacher hatte nach Polizeiangaben vermutlich ein gesundheitliches Problem und fuhr wohl deshalb auf die Gegenspur. Der Schaden beträgt rund 10.000 Euro.

+++ 2.49 Uhr: Neuer Tarifvertrag bei McDonald's und Co. +++

Die großen Schnellrestaurant-Ketten und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich in der Nacht auf einen neuen Tarifvertrag für die bundesweit rund 100.000 Beschäftigten der Gastro-Ketten geeinigt. Wie die NGG in München mitteilte, sieht der Kompromiss Lohnerhöhungen zwischen 7,3 und 8,7 Prozent in drei Stufen vor. Das Einstiegsgehalt liegt ab 1. August 2017 bei 9,00 Euro pro Stunde. Der neue Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019, hieß es weiter. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen demnach in den kommenden 29 Monaten in allen drei Ausbildungsjahren um 60 Euro.

+++ 2.39 Uhr: 3000 Asylanträge aus Türkei seit Jahresbeginn +++

Angesichts des harten Vorgehens der gegen angebliche Regierungsgegner und Kurden haben im ersten Halbjahr mehr als 3000 Türken Asylanträge in Deutschland gestellt. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Nach dem Umsturzversuch am 15. Juli 2016 war die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei deutlich gestiegen. Seitdem haben laut BAMF auch 209 Diplomaten und weitere 205 Staatsbedienstete Asyl in Deutschland beantragt.

Jörg Meuthen von der AfD: Klage gegen ARD und ZDF für mehr Auftritte in Polittalkshows

Fühlt sich von ARD und ZDF vernachlässigt: AfD-Vorsitzender Jörg Meuthen will vor Gericht mehr Talkshow-Auftritte für seine Partei erzwingen.


+++ 2.07 Uhr: Klage angedroht: AfD will häufiger in die Polit-Talkshows eingeladen werden +++

Die fühlt sich in den Polit-Talkshows von ARD und ZDF nicht angemessen vertreten und erwägt deshalb eine Klage gegen die Fernsehsender. "Es ist schwer, mit Themen durchzudringen, wenn sie vor allem von den öffentlich-rechtlichen Medien nicht transportiert werden", sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen dem "Focus". "Wir überlegen gerade, ob wir uns in die Talkshows einklagen. Rechtlich ist das möglich." Nach einer parteieigenen Auswertung seien unter den insgesamt 162 eingeladenen Politikern der vier großen Talkshows von Frank Plasberg, Maybritt Illner, Sandra Maischberger und Anne Will im ersten Halbjahr 2017 nur vier AfD-Vertreter gewesen, sagte Meuthen dem Magazin. Das seien gerade einmal 2,5 Prozent. Meuthens Kritik stößt bei den Sendern auf Unverständnis. "Die Talkredaktionen entscheiden selbst, welche Gäste sie zu welchen Themen einladen. Es gibt keine Quotierung bei der Auswahl", sagte ARD-Chefredakteur Rainald Becker.

+++ 0.59 Uhr: 20-Jähriger gesteht Beteiligung an Vierfachmord in USA +++

Ein 20 Jahre alter Mann hat gestanden, an der Ermordung von vier jungen Männern in der Nähe von Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) beteiligt gewesen zu sein. Der Mann war bereits am Mittwoch festgenommen worden und legte nun ein Geständnis ab, wie sein Anwalt mitteilte. Im Gegenzug hätten die Behörden erklärt, ihm werde die Todesstrafe erspart, berichteten die "Washington Post" und andere US-Medien. Die Todesstrafe werde seit 2015 jedoch in Pennsylvania ohnehin nicht mehr angewandt. Ob es weitere Tatbeteiligte gibt, blieb zunächst unklar. US-Ermittler hatten auf einem Grundstück nahe Philadelphia zunächst die Leiche eines jungen Mannes ausgegraben und später weitere Leichenteile ausgegraben. Der 19-Jährige ist einer von vier jungen Männern im Alter zwischen 19 und 22 Jahren, die vorige Woche als vermisst gemeldet wurden.

+++ 0.57 Uhr: Irak verspricht Untersuchung von Folter- und Tötungsvorwürfen +++

Irakische Militärvertreter haben Ermittlungen zu Vorwürfen angekündigt, Soldaten würden in der von ihnen zurückeroberten Stadt Mossul mutmaßliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz IS foltern und töten. Jeder, der Menschenrechte oder das Kriegsrecht verletze, werde zur Rechenschaft gezogen, sagte der irakische Militärsprecher Jahja Rasul im US-Verteidigungsministerium. Auf einem am Donnerstag bekannt geworden Video im Internet war zu sehen, wie irakische Soldaten in Uniform einen bärtigen Gefangenen schlagen, zu einem Felsen schleppen, ihn von der Klippe stoßen und auf seinen leblosen Körper und einen weiteren Körper am Fuß des Felsens schießen. Rasul sagte, der Vorfall werde sorgfältig geprüft, und mögliche Täter würden bestraft.


dho/wue/DPA/AFP

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