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News des Tages: Aufnahmestopp beschert Essener Tafel Anstieg bei Spenden

Augsburgs Torwart Hitz wechselt zum BVB +++ Aufnahmestopp beschert Essener Tafel Spenden-Anstieg +++ Mann droht in Bremer Supermarkt mit Bombe +++ Polizei stürmt Flüchtlingsheim in Ellwangen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Essener Tafel

Eine Bewerberin für die Neukundenausweise der Essener Tafel wartet vor der Ausgabestelle. 

DPA

Die Meldungen im Kurzüberblick:

  • Augsburgs Torwart Hitz wechselt im Sommer nach Dortmund (19.49 Uhr)
  • Aufnahmestopp beschert Essener Tafel Spenden-Anstieg (15.30 Uhr)
  • Mann tötet Nachbarin und zeigt sich selbst an (13.11 Uhr)
  • Bombendrohung in Bremer Supermarkt (12.16 Uhr)
  • Ellwangen: "Große Gefahr von rechtsfreiem Raum" (10.38 Uhr)
  • Milchpreise sinken, Butter wird teurer (5.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im  -Newsticker: 

+++ 19.49 Uhr: Augsburgs Torwart Hitz wechselt im Sommer nach Dortmund +++

Augsburgs Torwart Marwin Hitz wechselt nach Informationen der "Bild"-Zeitung in diesem Sommer zu Borussia Dortmund. Der 30 Jahre alte Schlussmann soll damit Nachfolger von Roman Weidenfeller werden, der nach dieser Bundesliga-Saison aufhört, wie das Blatt berichtet. Der FC Augsburg hatte kurz zuvor den Abschied seines Stammkeepers bekanntgegeben. "Marwin Hitz hat uns heute mitgeteilt, dass er den Verein im Sommer verlassen wird", sagte Trainer Manuel Baum vor dem letzten Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen FC Schalke 04. Wohin Hitz wechselt, teilte der FCA jedoch nicht mit. Hitz kann ablösefrei wechseln, weil sein Vertrag in diesem Sommer ausläuft. Beim BVB würde der Schweizer Konkurrent seines Landsmanns Roman Bürki werden, der derzeit Stammtorwart beim Pokalsieger ist.

+++ 19.24 Uhr: Lyft lässt selbstfahrende Autos in Las Vegas buchen +++

Der Uber-Rivale Lyft schickt 30 autonom fahrende Autos als Robotertaxis auf die Straßen von Las Vegas. Die Wagen mit Technologie des Autozulieferers Aptiv können über die App des Fahrzeugvermittlers gebucht werden und in ganz Las Vegas einsetzbar sein, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Die Partner hatten einen Testlauf mit Fahrten zu ausgewählten Hotels im Januar am Rande der Technik-Messe CES gestartet. Die von Aptiv zu Roboterwagen umgebauten BMW-Fahrzeuge sind mit Sicherheitsfahrern an Bord unterwegs, die in kritischen Situationen eingreifen sollen. Damit nehmen die Roboterwagen-Pläne von Lyft konkrete Formen an. Der Uber-Konkurrent will zur Plattform für selbstfahrende Autos verschiedener Anbieter werden. Auch der deutlich größere Lyft-Rivale Uber entwickelt eigene Roboterwagen-Technologie. Nach einem tödlichen Unfall setzte die Firma aber alle Testfahrten vorerst aus.

+++ 19.20 Uhr: Schwedische Akademie entscheidet über Pause bei Vergabe von Literatur-Nobelpreis +++

In Stockholm soll sich am Freitag entscheiden, ob in diesem Jahr der Literatur-Nobelpreis verliehen wird oder nicht. Die Schwedische Akademie, die infolge eines Missbrauchsskandals in einer tiefen Krise steckt, will ihre Entscheidung in einer Erklärung bekannt geben. Laut einem Zeitungsbericht soll der Ehemann von Akademie-Mitglied Katarina Frostenson über Jahre hinweg 18 weibliche Mitglieder der Akademie, Frauen oder Töchter von Akademiemitgliedern und Mitarbeiterinnen belästigt oder missbraucht haben. Wegen des Umgangs der Akademie mit den Vorwürfen legten mehrere Akademie-Mitglieder ihr Amt nieder, so dass nicht mehr die notwendigen zwölf Mitglieder zur Abstimmung über die Aufnahme neuer Mitglieder aktiv sind. Bislang fiel die Vergabe des Literatur-Nobelpreises erst sieben Mal aus, zuletzt 1943.

+++ 19.19 Uhr: Angler im Pech - Auto rollt in die Elbe +++

Weil ein 18 Jahre alter Angler sein Auto nicht hinreichend gesichert hat, ist es in die Elbe gerollt. Gegen den jungen Mann wird nach dem Vorfall in Mühlberg (Brandenburg) wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt, teilte die Polizei bei Facebook mit. An einer Sandbank wurde das Auto zunächst gestoppt, dann aber wieder von der Strömung mitgerissen. Der Wagen versank den Angaben zufolge schließlich in der Wasserstraße. Der Elbabschnitt wurde für die Schifffahrt gesperrt. Der junge Mann war am Fluss zum Angeln gewesen, als sein Fahrzeug sich selbstständig an einer abschüssigen Stelle vom Ufer ins Wasser bewegte. 

+++ 18.18 Uhr: Frau von Ex-Fernsehstar Cosby kritisiert "Lynchjustiz" gegen ihren Mann +++

Die Ehefrau des wegen sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochenen früheren US-Fernsehstars Bill Cosby hat den Schuldspruch gegen ihren Mann als "Lynchjustiz" kritisiert. "Dies ist Lynchjustiz, keine echte Justiz", erklärte Camille Cosby in einem Schreiben. Ihr Ehemann sei unschuldig, und der Schuldspruch müsse aufgehoben werden: "Diese Tragödie muss rückgängig gemacht werden - nicht nur um Bill Cosbys wegen, sondern für dieses Land." Ein Gericht hatte den 80-Jährigen in der vergangenen Woche des sexuellen Missbrauchs schuldig befunden. Der einstige Comedy-Star wird von etwa 60 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, jedoch sind die meisten Fälle verjährt. Vor Gericht musste er sich wegen eines Falls aus dem Jahr 2004 verantworten. Die Verkündung des Strafmaßes gegen den gefallenen Fernsehstar wird in den kommenden zwei Monaten erwartet. Der 80-Jährige befindet sich bis dahin gegen eine Million Dollar (830.000 Euro) Kaution in Hausarrest. Cosbys Anwalt hat bereits Berufung angekündigt.

+++ 18.14 Uhr: Zweites Brandopfer von Hamburg hirntot, aber noch am Leben +++

Nach einem Wohnhausbrand in Hamburg mit einem getöteten Bewohner ist nun auch eine Frau aus dem Haus hirntot. Entgegen ersten von der Polizei verbreiteten Erkenntnissen sei die 65-Jährige aber "noch nicht verstorben", sagte ein Polizeisprecher. Die 65-Jährige war nach dem Feuer am Mittwochmorgen reanimiert und dann ins Krankenhaus gebracht worden. Am Donnerstagmittag hatte die Polizei ihren Tod bekanntgegeben. Bei dem Brand kam ein 52-jähriger Mann ums Leben. 13 Bewohner mussten von der Feuerwehr gerettet werden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Gegen den 46-jährigen Bewohner einer Erdgeschosswohnung bestehe der Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung und der fahrlässigen Tötung, hieß es.
 

+++ 18.12 Uhr: Mit Pistole bedroht: Mann raubt 29-Jährigem auf A1 das Auto +++

Auf der A1 bei Münster hat ein Unbekannter einen 29-Jährigen mit einer Pistole bedroht und ihm das Auto geraubt. Das Opfer habe gerade an einer Raststätte getankt, als plötzlich der Täter vor ihm stand und auf die Waffe in seiner Hosentasche zeigte. Er zwang den 29-Jährigen demnach, sich auf den Beifahrersitz zu setzen und fuhr los. Der Unbekannte hielt dem Mann die Pistole an die Schläfe und ließ ihn nach wenigen Kilometern aus dem Wagen. Dann fuhr der Täter davon. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls.

+++ 17.49 Uhr: Teekanne nennt Kräutertee nicht mehr "Konzentration" +++

Das Düsseldorfer Teehandelsunternehmen Teekanne darf bestimmte Produktnamen für seinen Kräutertee nicht mehr benutzen. Auf Namen wie "Konzentration", "mentale Fitness" und "geistige Leistungsfähigkeit" muss das Unternehmen nach einem Streit mit der Verbraucherzentrale Hessen künftig verzichten. Beide Seiten hatten sich Ende April vor dem Landesgericht Düsseldorf auf einen Vergleich geeinigt, wie ein Gerichtssprecher nun bestätigte. Die Verbraucherzentrale hatte kritisiert, dass die Produktnamen eine gesundheitsfördernde Wirkung der Kräuterteemischung vorgäben, die nicht belegt sei. Gesundheitsversprechen, "'Health Claims' müssen von der EU zugelassen sein", teilte der Verein mit. "Weder für die Kräuterteemischung noch für einzelne Zutaten war das der Fall." Teekanne bestätigte den Vergleich mit der Verbraucherzentrale. Das beanstandete Produkt sei bereits vor mehr als einem Jahr aufgrund fehlender Verbraucherakzeptanz vom Markt genommen worden. "Vor diesem Hintergrund hat sich Teekanne dazu entschlossen, einem Vergleich zuzustimmen", teilte das Unternehmen mit.

+++ 17.44 Uhr: Millionenbußgelder für Abpackfirmen von Kartoffeln und Zwiebeln +++

Wegen Preisabsprachen für Kartoffeln und Zwiebeln sind zwei Abpackunternehmen vom Bundeskartellamt zu Bußgeldern von insgesamt 13,2 Millionen Euro verdonnert worden. Die beiden Firmen namens Hans-Willi Böhmer Verpackung und Vertrieb und Kartoffel-Kuhn sind die beiden Hauptlieferanten der Metro-Gruppe für abgepackte Kartoffeln und Zwiebeln. Sie hätten sich "über Jahre" bei ihren wöchentlichen Angeboten für die Metro-Gruppe abgesprochen, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Die Absprachen sollen seit Anfang 2005 gelaufen sein. Die beschuldigten konkurrierenden Firmen hätten den Preiswettbewerb "faktisch ausgeschaltet", monierte das Bundeskartellamt. Die Unternehmen sind für den Ankauf der Rohware, das Waschen und Verpacken sowie schließlich den Verkauf der Kartoffeln und Zwiebeln an den Handel verantwortlich.


+++ 17.43 Uhr: Angriffe gegen Polizisten und Rettungskräfte +++

Gleich in drei Fällen haben aggressive Männer Polizisten und Rettungskräfte attackiert. So griff ein 45-Jähriger in Erfurt (Thüringen) Polizisten an, die ein Wirt gerufen hatte, nachdem der Mann Gäste angepöbelt und nach dem Lokalbesitzer getreten hatte. In ein Krankenhaus gebracht, habe sich der 45-Jährige mit Tritten und Bissen gewehrt, teilte die Polizei mit. Dabei wurden eine Krankenschwester und zwei Polizisten leicht verletzt. Auch im thüringischen Mühlhausen griff ein 19-Jähriger, der über Atemnot geklagt hatte, die eingesetzten Sanitäter an, indem er sie trat und schlug. Beim Eintreffen der Polizei gab er an, von den Rettungskräften misshandelt worden zu sein. Allerdings konnten die Beamten keine entsprechenden Spuren ausmachen. Am Bahnhof von Hennef bei Bonn griffen zwei alkoholisierte Männer Sanitäter an. Dabei wurde ein 37 Jahre alter Rettungsassistent leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, waren die Rettungskräfte wegen eines am Boden liegenden, alkoholisierten Mannes gerufen worden. Der 28-Jährige sei zwar verbal aggressiv gewesen, habe sich jedoch zunächst behandeln lassen. Während der Behandlung kam ein zweiter, ebenfalls betrunkener Mann dazu, versuchte in den Rettungswagen zu gelangen und fing an, gegen die Türen zu treten. Eine Schiebetür wurde beschädigt. Daraufhin ging auch der 28 Jahre alte Patient auf die Helfer los und schlug auf sie ein. Die Männer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen.

+++ 17.23 Uhr: Helikopter-Einsatz gegen Schädling - Trauergemeinde nimmt Reißaus +++

Der Einsatz eines Helikopters gegen Raupenschädlinge hat auf einem Frankfurter Friedhof eine Trauergemeinde in die Flucht geschlagen. Der Hubschrauber war eine Stunde zu früh auf dem Waldfriedhof eingetroffen, als eine Urnenbeisetzung noch im Gange war. Der Nebel des Sprühmittels, das eigentlich dem Eichenprozessionsspinner galt, ging auch über die Trauernden nieder. Es sei niemand verletzt worden, sagte der Abteilungsleiter im Frankfurter Grünflächenamt, Bernd Roser. Verwendet wurde nach Rosers Angaben ein biologisches Präparat, das für den Menschen ungefährlich sei. Es sei allerdings ölhaltig und könne Kleidung verschmutzen. Möglicherweise kommt auf die Stadt also noch eine Rechnung der Trauergemeinde zu.

+++ 17.23 Uhr: Südafrikanische Minenarbeiter bekommen Entschädigung wegen Lungenkrankheit +++

Zehntausende südafrikanische Minenarbeiter, die nach dem Einatmen von Quarzstaub unter der Lungenkrankheit Silikose leiden, haben in einem Vergleich umgerechnet 330 Millionen Euro Entschädigung zuerkannt bekommen. Es handele sich um eine "historische Vereinbarung" in der "wichtigsten Sammelklage in der Geschichte des südafrikanischen Bergbausektors", begrüßte Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi die Einigung. Der Vergleich sei das Ergebnis jahrelanger "umfangreicher Verhandlungen", erklärten die beteiligten Bergbaukonzerne. Es ist das erste Mal, dass eine Sammelklage dieser Art in einem solchen Vergleich endet. Die Verhandlungen dauerten drei Jahre. Die Entschädigungen kommen etwa 100.000 ehemaligen Arbeitern und deren Angehörigen zugute, die im Zeitraum von 1965 bis heute für die Minenunternehmen African Rainbow Minerals, Anglo American SA, Anglogold Ashanti, Gold Fields, Harmony und Sibanye-Stillwater arbeiteten.

+++ 17.10 Uhr: Arzt soll 400.000 Euro für geschädigtes Kind zahlen +++

Das Oberlandesgericht Hamm hat wegen eines Behandlungsfehlers eines neun Jahre alten gehirngeschädigten Kind 400.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Der Gynäkologe habe vor der Geburt im November 2008 nach mehreren Warnzeichen nicht dafür gesorgt, dass die Mutter schnellstmöglich in ein Krankenhaus komme, teilte das OLG in Hamm mit. Das Kind kam wegen einer Unterversorgung mit Sauerstoff mit schweren Behinderungen auf die Welt und wird immer auf Hilfe angewiesen sein.


+++ 17.08 Uhr: Bundessozialgericht gibt Arbeitslosem in Streit um Sperrzeit Recht +++

Hat ein Arbeitsloser in kurzer Zeit drei Vermittlungsvorschläge erhalten und sich nicht auf die Stellen beworben, darf gegen ihn nur eine Sperrzeit verhängt werden. Das entschied das Bundessozialgericht im Fall eines Arbeitslosen aus Radeburg in Sachsen. Der Mann arbeitete den Angaben zufolge zuletzt als Küchenhilfe. Die Bundesagentur für Arbeit sandte ihm am 29. November 2011 zwei Vermittlungsvorschläge im gleichen Beruf ("Beikoch") in Hotels im Schwarzwald und in Bayern. Einen Tag später folgte ein weiteres Stellenangebot in einem Klinikum in Sachsen per Post. Am 16. Januar 2012 teilte der Mann mit, er habe sich auf keine der drei Stellen beworben. Er erhielt darauf drei Bescheide über Sperrzeiten, in denen er kein Geld von der Bundesagentur erhält, und zwar über drei, über sechs und über zwölf Wochen. Das Bundessozialgericht befand, wenn einem Arbeitslosen in derart kurzer Zeit mehrere Beschäftigungsangebote gemacht werden und sie ihm dadurch gleichzeitig vorliegen, sei "von einem einheitlich zu betrachtenden Lebenssachverhalt auszugehen". Infolgedessen liege auch ein "einheitliches versicherungswidriges Verhalten" vor, das nicht mehrfach sanktioniert werden dürfe.

+++ 17.04 Uhr: Reizspray in Turnhalle - Dutzende Kinder mit Atemwegsreizungen +++

In einer Turnhallen-Umkleide versprühtes Pfefferspray hat bei Dutzenden Kindern in Oberbayern Hustenanfälle und einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Nach dem Vorfall in Wolfratshausen litten 39 Jungen und Mädchen unter Atemwegsreizungen, wie die Polizei mitteilte. Notärzte behandelten 35 Kinder vor Ort - sie konnten wieder mit ihren Eltern nach Hause gehen. Vier Kinder wurden wegen stärkeren Hustens in Krankenhäuser gebracht, zwei Jungen im Alter von zehn und zwölf Jahren wurden dort am Donnerstag immer noch beobachtet. Insgesamt 50 Kinder und Jugendliche hatten sich an dem Training eines Turnvereins beteiligt. In den Umkleidekabinen wurde ein "undefinierbarer Geruch" bemerkt, und einige Kinder begannen zu husten. Wer das Pfefferspray dort versprühte, war zunächst unklar. Bei der Polizei seien zwar erste Hinweise eingegangen, eine heiße Spur gebe es aber noch nicht, hieß es in einer Mitteilung.

+++ 17.04 Uhr: Gericht: Ausweisung eines wegen Totschlags verurteilten Türken rechtmäßig +++

Ein vom Düsseldorfer Landgericht wegen Totschlags verurteilter 62-jähriger Türke darf ausgewiesen werden. Das entschied das Verwaltungsgericht der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Von dem seit mehr als 30 Jahren in Deutschland lebenden türkischen Staatsangehörigen gehe nach wie vor eine erhebliche Wiederholungsgefahr aus, begründete das Gericht sein Urteil. Der Mann war 2015 vom Landgericht zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er im Oktober 2014 einen in Düsseldorf lebenden Landsmann erstochen hatte. Außerdem war er bereits vor seiner Einreise nach Deutschland im Jahr 1977 in eine Auseinandersetzung verwickelt, bei der ein Mann erschossen wurde. Für diese Tat wurde der Mann von einem türkischen Strafgericht zu sechs Jahren Haft verurteilt. 

+++ 16.40 Uhr: Atomprotest gegen schwimmenden Meiler auf der Ostsee +++

Mit einer Aktion auf der Ostsee haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace gegen schwimmende russische Atommeiler protestiert. Anlass ist die Überführung der "Akademik Lomonosov" von St. Petersburg nach Murmansk. "Stoppt schwimmendes Tschernobyl - schützt die Arktis" stand den Angaben zufolge auf einem Banner am Greenpeace-Schiff "Beluga 2", das die Fahrt des Schleppverbandes durch die Ostsee begleitet. Greenpeace beklagt mangelnde Sicherheitsvorkehrungen. "Auf einem kaum geschützten Ponton wird die Risikotechnologie Atom noch riskanter", warnte der Atomexperte der Organisation, Heinz Smital.

+++ 16.25 Uhr: Betrunkener bedroht Menschen am Bahnhof Münster mit Machete +++

Ein Betrunkener hat am Bahnhof in Münster mit einer Machete einen Reisenden sowie eine Bahnmitarbeiterin bedroht. Der 31-Jährige war nach Polizeiangaben mit einem sogenannten Ninja Schwert mit 30 Zentimeter langer Klinge auf einen Reisenden auf dem Bahnsteig zugegangen und hatte ihn gezwungen, die Machete festzuhalten. Als er bemerkte, dass eine Bahnmitarbeiterin mit ihrem Handy die Polizei alarmierte, kam er mit dem Messer auf sie zu, entriss ihr das Handy und flüchtete über die Gleise.

Die Polizei konnte ihn schließlich hinter dem Bahnhof festnehmen. Ein Atemalkoholtest habe einen Wert von mehr als drei Promille ergeben, teilte die Polizei mit. Für ihre weiteren Ermittlungen sucht sie noch Zeugen - auch den zuerst bedrohten Mann, der den Bahnhof beim Eintreffen der Polizei bereits verlassen hatte. 

+++ 16.18 Uhr: Mann tötet Chefin und schreibt "Tyrann" auf Stirn - lange Haftstrafe +++

Ein Brite muss für mindestens 28 Jahre ins Gefängnis, weil er seine Chefin mit zahlreichen Messerstichen tötete und anschließend "Tyrann" auf ihre Stirn schrieb. "Der Schrecken und die Verletzungen in den letzten Minuten ihres Lebens sind unvorstellbar", sagte die Richterin im südenglischen Brighton. Täter und Opfer hatten an der Universität gearbeitet.

Der 52-jährige Mann gilt als sehr besitzergreifend, kontrollierend und eifersüchtig. Er hatte seiner Vorgesetzten Geschenke gemacht und Blumen geschickt. Die 46-Jährige erwiderte seine Gefühle nicht, wollte dem Mann aber bei seinen psychischen Problemen helfen, wie es vor Gericht hieß.

Nach einem gemeinsamen Essen tötete der zweifache Vater seine Chefin und postete auf Facebook einen Cartoon mit dem Spruch "Erhebt euch gegen Tyrannen, dann bringt sie um". Stunden später informierte er die Polizei und sagte: "Kurz zusammengefasst: Ich habe meine Chefin getötet." Die Richterin bezeichnete ihn als völlig gefühlslos. 

+++ 16.14 Uhr: Junger Mann in Altkleidercontainer eingeklemmt und gestorben +++

In einem Altkleidercontainer im bayerischen Landshut ist ein 18-Jähriger in der Nacht eingeklemmt worden und gestorben. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann beim Versuch, Kleidung aus dem Container zu holen, kopfüber im Einwurfschacht eingeklemmt. Nach ersten Erkenntnissen wurde ihm der Kipp-/ Schließmechanismus zum Verhängnis. Kurz nach Mitternacht hatten Passanten die Polizei alarmiert. Die Feuerwehr konnte den Mann nur noch tot bergen. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären, Fremd- oder Gewalteinwirkung schließen die Ermittler aus.

+++ 16.07 Uhr: Auto fährt Kinderwagen an: Säugling muss reanimiert werden +++

Eine 76 Jahre alte Autofahrerin hat zwei Mütter und deren Säuglinge verletzt. Ein drei Monate altes Baby musste reanimiert werden. Wie die Polizei zu dem Unfall in Frechen bei Köln mitteilte, sei die Seniorin aus einer Tiefgarage über die Straße und auf den gegenüberliegenden Bürgersteig gefahren. Sie stieß dabei gegen ein Absperrgitter, hinter dem die 31 und 32 Jahre alten Mütter mit ihren beiden drei Monate alten Säuglingen im Kinderwagen gingen. Ein Kinderwagen wurde von dem Auto gegen eine Hauswand gedrückt. Der zweite Kinderwagen kippte um. Die beiden Mütter und das zweite Kind wurden leicht verletzt.

+++ 16.05 Uhr: Eltern nach gewaltsamem Tod von Säugling in Nordrhein-Westfalen festgenommen +++

Nach dem gewaltsamen Tod eines achtmonatigen Säuglings aus dem nordrhein-westfälischen Mülheim an der Ruhr sind die Eltern festgenommen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, brachte der 22-jährige Vater das Mädchen am Sonntagabend in eine Klinik. Das Kind starb, Rechtsmediziner fanden bei einer Obduktion massive Kopfverletzungen.

Daraufhin wurden der Vater und die 17-jährige Mutter am Mittwoch festgenommen. Eine Mordkommission soll nun die Tatumstände aufklären. Der Vater brachte das Baby nach Angaben der Ermittler am späten Sonntag in ein Krankenhaus in Mülheim, von wo es zur weiteren Behandlung in die Universitätsklinik Essen verlegt wurde. Dort wurde auch der Tod des Kinds festgestellt.

+++ 15.58 Uhr: 13 Tote nach Angriff von Viehdieben in Nigeria +++

Bei Kämpfen zwischen Viehdieben und lokalen Milizen sind im Norden Nigerias 13 Menschen getötet worden. Dorfbewohner und Diebe hätten sich ein stundenlanges Feuergefecht geliefert, erklärte ein Sprecher der Polizei im Bundesstaat Zamfara. "Unsere Männer haben 13 Leichen der kriminellen Bande und der Bürgermiliz geborgen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Die bewaffnete Bande habe am Dienstagabend das Dorf Fankashi im Bezirk Maru gestürmt, um die Herden der Dorfbewohner zu stehlen, erklärte die Polizei. Daraus habe sich ein Kampf mit der Miliz entwickelt, der bis zum Mittwoch angedauert habe.

+++ 15.55 Uhr: Mord an Wuppertaler Rentner: Polizei fahndet nach zwei Verdächtigen +++

Durchbruch bei den Ermittlungen zum Mord an einem Wuppertaler Rentner: Einen Monat nach dem Verbrechen fahndet die Polizei nach zwei Verdächtigen. Gesucht werde ein 47-Jähriger wegen Mordes und eine drei Jahre jüngere Frau wegen Beihilfe zum Mord, sagte eine Sprecherin der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Das Duo habe das 83 Jahre alte Opfer gekannt. Das zuständige Amtsgericht habe bereits entsprechende Haftbefehle erlassen.

Die beiden Verdächtigen hätten sich noch vor der Aufdeckung des Verbrechens abgesetzt. Die halb nackte Leiche des alleinstehenden 83-Jährigen war in einem sechs Meter tiefen Parkhausschacht entdeckt worden. Das Opfer wohnte in der Nähe. Der Mann war vermutlich am Osterwochenende umgebracht worden.  

+++ 15.45 Uhr: Erster Nachwuchs auf dem Affenberg am Bodensee +++

Auf dem Affenberg in Salem am Bodensee gibt es den ersten Nachwuchs dieses Jahres: "Bislang sind schon zwei Babys geboren worden", sagte Parkdirektor Roland Hilgartner. "Wir rechnen aber noch mit 10 bis 15 weiteren." Auch im vergangenen Jahr sei eine ähnliche Anzahl an Affenbabys zur Welt gekommen. Die erste Zeit verbringe der Nachwuchs fast ausschließlich bei den jeweiligen Müttern, sagte Hilgartner. "Erst nach einigen Wochen fangen auch die anderen Affen an, sie umherzutragen."

Berberaffen sind in Marokko und Algerien beheimatet. Allerdings ist der Fortbestand der Affen in ihrer Heimat teils bedroht - sie stehen auch auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN). In dem rund 20 Hektar großen Salemer Waldgehege leben derzeit rund 200 der Tiere.

+++ 15.30 Uhr: Aufnahmestopp beschert Essener Tafel Anstieg bei den Spenden +++

Der vorübergehende Aufnahmestopp für Ausländer hat bei der Essener Tafel einen starken Anstieg der Geldspenden ausgelöst. Seit der Stopp am 22. Februar bekannt wurde, habe die Hilfsorganisation rund 50.000 Euro mehr erhalten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte der Leiter der Tafel, Jörg Sartor, dem "Zeit"-Magazin. Vor allem im März habe es viele Spenden gegeben, bestätigte Sartor auf dpa-Nachfrage. Aber auch jetzt träfen noch Überweisungen ein.

Es seien vor allem viele kleine Beträge, mit denen die Spender ihren Zuspruch für das Vorgehen der Tafel ausdrücken wollten, schreibt das "Zeit"-Magazin. "Vielen Dank für Ihren Mut" oder "Durchhaltespende", heiße es beispielsweise in der Betreffzeile der Banküberweisung.

+++ 15.20 Uhr: Indische Teeverkäufer sollen Getränk aus Zugtoiletten-Wasser aufgebrüht haben +++

Ein Ekel-Video schlägt Indiens Zugpassagieren auf den Magen: Die Aufnahmen sollen belegen, dass Teeverkäufer in einem Fernzug Wasser aus der Toilette entnahmen, um damit offenbar Tee für die Passagiere aufzubrühen. In den sozialen Medien des Landes fanden die Aufnahmen weite Verbreitung. Die Eisenbahngesellschaft zeigte sich empört und kündigte eine Bestrafung der Schuldigen an.

Einer der Verkäufer sei identifiziert und mit einer Strafe von umgerechnet 1250 Euro belegt worden, teilte die Bahn mit. Er habe angegeben, in der Toilette lediglich Milch von einer Kanne in eine andere umgefüllt zu haben. Dies wollte die Bahn aber nicht gelten lassen: Schon die reine Tatsache, dass Teekannen in eine Toilette gebracht werden, stelle ein Fehlverhalten dar, erklärte das Unternehmen.

+++ 15.15 Uhr: Bonn ist nicht mehr Goldbärchen-Hauptstadt +++

Der Süßwarenhersteller Haribo hat seine Hauptverwaltung und den offiziellen Firmensitz aus Bonn in die rund 20 Kilometer entfernte rheinland-pfälzische Gemeinde Grafschaft verlegt. Der Umzug am langen Wochenende sei reibungslos verlaufen, bestätigte ein Firmensprecher. Zuvor hatten unter anderem der "Bonner General Anzeiger" und der "WDR" darüber berichtet.

Die Entscheidung für den Umzug hatte das Unternehmen schon vor mehreren Jahren getroffen, da am Stammsitz in Bonn Platz für weiteres Wachstum fehlte. Betroffen waren rund 400 Mitarbeiter der Hauptverwaltung. In Grafschaft betreibt Haribo bereits ein Logistikzentrum. In den nächsten Monaten soll dort auch ein neues Produktionswerk in Betrieb gehen. 

Dennoch werden auch in Bonn weiter Lakritzen und Goldbärchen produziert. Die Stadt bleibe einer von insgesamt fünf Produktionsstandorten in Deutschland, betonte der Haribo-Sprecher. Schließlich ist das Unternehmen seit der Gründung durch Hans Riegel im Jahr 1920 eng mit der Stadt verbunden, steht doch der Name Haribo für HAns RIegel BOnn.

+++ 15.10 Uhr: Kanzlerin Merkel redet bei Karlspreisverleihung an Macron +++

Bei der Verleihung des diesjährigen Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron am 10. Mai in Aachen wird auch Kanzlerin Angela Merkel eine Rede halten. Das Karlspreis-Direktorium hoffe, dass von der Verleihung ein Dialog über die Vorschläge Macrons zur Erneuerung der Europäischen Union in Gang gesetzt werde, sagte Direktoriums-Sprecher Jürgen Linden. "Es ist die Möglichkeit für die deutsche Bundesregierung, eine konkretisiertere Antwort auf die Macron-Rede zur Erneuerung des europäischen Projektes zu geben, anstatt immer nur über Fahrpläne zu reden", erklärte Linden. Macron und Merkel wollen bis zum EU-Gipfel Ende Juni gemeinsame Reformvorschläge für eine Wiederbelebung Europas vorlegen.

+++ 14.55 Uhr: ETA bekräftigt Selbstauflösung in "abschließender Erklärung" +++

Die baskische Untergrundorganisation ETA hat noch einmal offiziell ihre Auflösung und das Ende "ihrer politischen Aktivität" verkündet. In einer "abschließenden Erklärung", die mehreren spanischen Medien zuging, bekräftigte die ETA ihren bereits am Vortag auf Baskisch bekannt gegebenen, historischen Schritt: "Die ETA hat all ihre Strukturen vollständig aufgelöst. Die ETA erklärt ihre gesamte politische Aktivität für beendet."

Die Erklärung mit Datum 3. Mai war mit dem ETA-Emblem einer Axt und einer Schlange versehen. Bereits am Mittwoch hatte das Online-Medium eldiario.es einen ETA-Brief in baskischer Sprache verbreitet, in dem die Organisation ihre Auflösung sowie das Ende ihrer politischen Aktionen bekannt gegeben hatte.

+++ 14.25 Uhr: Spinnenalarm in Esslinger Supermarkt +++

Eine Giftspinne hat einen Supermarkt in Esslingen lahmgelegt - und einer Angestellten eine echte Mutprobe beschert. Das acht bis zehn Zentimeter große Tier kletterte aus einem Bananenkarton aus Ecuador und krabbelte der Mitarbeiterin über den Arm, wie die Polizei in Reutlingen mitteilte. Der Supermarkt wurde am Mittwochabend daraufhin vorsorglich geräumt. Einem Team von Spinnenexperten gelang es schließlich, die Spinne ausfindig zu machen und zu töten. Es handelte sich demnach um eine sehr giftige, aber nicht tödliche Wanderspinne.

+++ 14.20 Uhr: Ex-Bürgermeister sieht keine Loveparade-Fehler bei der Stadt +++

Der frühere Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) ist überzeugt, dass die Stadt bei der Genehmigung der Loveparade 2010 keine Fehler gemacht hat. "Wenn ich Fehler hätte erkennen können, die aufseiten der Stadt Duisburg wirklich passiert wären, hätte ich mich im Nachgang anders verhalten, als ich mich verhalten habe", sagte er am zweiten Tag seiner Vernehmung vor dem Landgericht Duisburg als Zeuge. Der 62-Jährige verwies auf ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten, das das städtische Verwaltungshandeln nach der Katastrophe unter die Lupe genommen hatte. Dieses Gutachten veranlasse ihn auch weiterhin, davon auszugehen, "dass das, was wir in Duisburg als Verwaltung gemacht haben, nicht zu der Katastrophe geführt hat".


Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg starben in einem Gedränge 21 Menschen, mindestens 652 wurden verletzt. Der Prozess um die Verantwortung dafür gegen sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Beschäftigte des Veranstalters Lopavent hatte im Dezember begonnen.

+++ 14.19 Uhr: Auge von Johnny Knoxville springt beim Naseputzen heraus +++

Ex-"Jackass"-Star Johnny Knoxville ist ein schmerzhaftes Missgeschick passiert: Beim Naseputzen sei sein linker Augapfel herausgesprungen, sagte der frühere Star der US-Realityshow der Nachrichtenagentur AFP. Er habe sich nach dem Schreck allerdings selbst helfen können, das Auge genommen und wieder in die Augenhöhle gedrückt. Getrocknetes Blut in der Nase von einem misslungenen Stunt in Las Vegas habe ihn zuvor zum Schnäuzen veranlasst. "Ich gehe zurück in mein Hotelzimmer und putze die Nase, weil darin Blut war. Mein linker Augapfel springt dann einfach so aus meinem Kopf", sagte Knoxville. Die Situation sei wie in einem Zeichentrickfilm gewesen. "Ich dachte mir: 'Oh nein!'. Ich drückte das Auge wieder rein und rief den Produzenten an." Zuvor hatte sich Philip John Clapp junior, wie der Schauspieler tatsächlich heißt, beim Dreh seines Films "Action Point" verletzt. Bei einem Stunt sei er sechs Meter in die Tiefe gefallen und auf dem Gesicht gelandet. Er wurde mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht.

In der 2000 gestarteten Stunt-Comedy-Sendung "Jackass" legten Amateure vor der Kamera extreme Mutproben ab. Knoxville zählte dabei zu den draufgängerischsten Teilnehmern. Auch nach seinem Ausstieg bei "Jackass" drehte er weiter zahlreiche waghalsige Szenen, bei denen er sich viele Verletzungen zuzog.

+++ 14.16 Uhr: Thailändische Medizinstudenten bedanken sich bei von ihnen sezierten Leichen +++

Mit Blumen und Gebeten haben sich thailändische Medizinstudenten bei den Verstorbenen bedankt, die mit der Überlassung ihrer Leichen die Präparierkurse der angehenden Ärzte ermöglicht haben. In einer Zeremonie knieten die Studenten der Chulalongkorn-Universität in Bangkok vor den in Plastikfolien verpackten Leichen nieder. Ein Priester sprach Gebete, während die Studenten Jasmin-Girlanden in den Händen hielten. "Ich kenne die Leute nicht wirklich, aber für mich stehen wir uns nahe ... wir haben viel Zeit miteinander verbracht", sagte die 21-jährige Paspimol Kositchaiwat, die im zweiten Jahr Medizin studiert, über die von den Studenten sezierten Leichen. "Wir brauchten ihre Körper für's Studium und heute ist der Tag, an dem wir ihnen danken."

Nach ihrer Verwendung in den Anatomiekursen sollen die Leichen am Wochenende in verschiedenen Tempeln eingeäschert werden. Eine rituelle Ehrung von zu Forschungszwecken verwendeten Leichen ist in Thailand gängige Praxis. Bei den Zeremonien werden buddhistische mit hinduistischen Riten kombiniert.

+++ 14.09 Uhr: Zehnjährigem fliegt Radkappe an den Kopf - Autofahrer fährt weg +++

Ein Junge hat auf seinem Fahrrad fahrend in Neuss eine Auto-Radkappe an den Kopf bekommen und ist dabei leicht verletzt worden. Bei dem Vorfall gestern habe ein Auto die Radkappe verloren, als es den Zehnjährigen überholen wollte, teilte die Polizei mit. Die beiden Autoinsassinnen stiegen aus, sammelten die Kappe ein und fuhren davon. Der Fahrradhelm des Kindes war beschädigt worden. Der Zehnjährige erstattete später in Begleitung seiner Mutter Anzeige bei der Polizei.

+++ 14.05 Uhr: Alkoholisierte greifen Rettungssanitäter an +++

Zwei alkoholisierte Männer haben am Bahnhof von Hennef bei Bonn Rettungssanitäter attackiert. Dabei wurde ein 37 Jahre alter Rettungsassistent leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, waren die Sanitäter gestern wegen eines am Boden liegenden, alkoholisierten Mannes gerufen worden. Der 28-Jährige aus Hennef sei zwar verbal aggressiv gewesen, habe sich jedoch zunächst behandeln lassen. Während der Behandlung kam ein zweiter, ebenfalls alkoholisierter Mann dazu, versuchte in den Rettungswagen zu gelangen und fing an, gegen die Türen zu treten. Eine Schiebetür wurde beschädigt. Daraufhin ging auch der 28 Jahre alte Patient auf die Helfer los und schlug auf sie ein. Die Männer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen.

+++ 13.21 Uhr: Der Sommer kommt zurück - vorerst aber nicht in den Norden +++

Temperaturen bis 27 Grad und viel Sonne: Das Wochenende wird in Teilen Deutschlands wieder richtig sommerlich. Vor allem der Mitte und dem Süden stehen warme und wolkenfreie Tage bevor, wie der Deutsche Wetterdienst vorhersagte. Bereits am Freitag ist es nördlich des Mains sonnig und trocken, während der Himmel im Süden bedeckt bleibt. Am östlichen Alpenrand regnet es. Es wird zunächst 14 bis 22 Grad warm, an den Küsten bis 12 Grad. Nachts kühlt es auf 11 bis 2 Grad ab, stellenweise besteht Bodenfrostgefahr.

Ab 25 Grad sprechen Meteorologen von einem Sommertag - diese Marke kann ab Samstag in der Mitte und im Süden erreicht werden. Der Norden bleibt mit 16 bis 22 Grad darunter. Dazu scheint die Sonne, nur am Alpenrand halten sich der Vorhersage zufolge möglicherweise einige Wolken, aus denen es auch regnen kann. Bis auf 27 Grad erwärmt sich die Luft am Sonntag am Rhein, in der Mitte Deutschlands werden bis zu 24 Grad und an der Ostseeküste bis zu 14 Grad erreicht.

+++ 13.11 Uhr: Mann tötet Nachbarin und zeigt sich selbst an +++

Ein 63-Jähriger hat in Oberbayern seine Nachbarin umgebracht und sich selbst wegen Mordes bei der angezeigt. Wie die Kripo berichtete, rief der Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck gestern Abend bei den Beamten an. Er sagte, dass er seine Nachbarin ermordet habe und Selbstanzeige erstatten wolle. Als eine Streife zu dem Haus kam, wartete der 63-Jährige bereits auf der Straße. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. In der Wohnung der Nachbarin fanden die Beamten die 77-Jährige tot. "Der Leichnam wies zahlreiche Verletzungen auf, die auf stumpfe und spitze Gewalteinwirkung hindeuten", berichtete die Polizei. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion der Leiche an, zudem soll ein Haftbefehl wegen Mordes gegen den Täter beantragt werden.

In einer ersten Vernehmung des 63-Jährigen ergab sich noch kein konkreter Hinweis auf ein Motiv. Der Mann sei "psychisch auffällig", teilten die Ermittler mit.

+++ 12.39 Uhr: Entwarnung nach Räumung von Bremer Supermarkt +++

Nach einer Bombendrohung in einem in Bremen hat die Polizei Entwarnung gegeben. Zuvor hatte sie den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der Verdächtige habe mit einer Explosion gedroht, sei geflüchtet und habe dabei einen Rucksack in dem Geschäft zurückgelassen, teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Beamte hätten den Mann überwältigt. In seinem Rucksack habe sich allerdings kein Sprengstoff befunden. Entschärfer der Polizei untersuchten den Behälter. Er habe keine Bombe oder sonstigen gefährlichen Gegenstände enthalten, erklärten die Beamten. Die Behauptungen des Verdächtigen seien falsch gewesen. Die Ermittlungen zu dem Mann dauern noch an.

+++ 12.19 Uhr: Hebammenverband fordert mehr Unterstützung +++

Der Deutsche Hebammenverband hat mehr Unterstützung für die Zunft der Geburtshelferinnen gefordert. Aufgrund der schwierigen Arbeitsbedingungen übten derzeit im Schnitt nicht mehr als sieben Jahre ihren eigentlichen Beruf, erklärte der Verband anlässlich des internationalen Hebammentags.Die Geburtshilfe sei seit Jahren unterfinanziert, und der Personalmangel verschärfe sich. Vor allem in Kliniken hätten sich die Arbeitsbedingungen für Hebammen verschlechtert. "Immer mehr Kreißsäle schließen", warnte der Verband. Trotz der derzeit leicht steigenden Zahlen von Hebammen sowie von Ausbildungs- und Studienplätzen könne der Hebammenmangel "nur behoben werden, wenn sich die Arbeitsbedingungen verbessern".

+++ 12.16 Uhr: Mann droht mit Bombe - Polizei räumt Teile von Einkaufszentrum +++

Wegen einer Bombendrohung hat die Polizei ein Einkaufszentrum in Bremen teilweise geräumt. Die Einsatzkräfte konnten einen Verdächtigen überwältigen und festnehmen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Mann hatte in einem Supermarkt des Einkaufszentrums gedroht, eine Bombe hochgehen zu lassen. Er floh daraufhin, ließ aber seinen Rucksack zurück. Polizisten konnten ihn kurze Zeit später stellen. Bombenentschärfer und Sprengstoffhunde überprüfen den verdächtigen Gegenstand derzeit. Die Polizei räumte den Supermarkt und angrenzende Geschäfte und sperrte die Umgebung weiträumig ab.


+++ 12.16 Uhr: Zahl der Toten bei Sandstürmen in Indien auf 98 gestiegen +++

Nach den Sandstürmen im Norden Indiens ist die Zahl der Todesopfer auf 98 gestiegen. Es gebe 65 Todesfälle im Bundesstaat und 33 weitere im Nachbarstaat Rajasthan, teilten die dortigen Katastrophenschutzbehörden mit. Zuvor war von mindestens 77 Toten und 143 Verletzten die Rede gewesen. Die Stürme mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern hatten in der Nacht gewütet und Bäume und Mauern niedergerissen. Zu den am schwersten betroffenen Gebieten gehörte laut Medienberichten der Bezirk Agra in Uttar Pradesh, wo sich auch der berühmte Palast Taj Mahal befindet.

+++ 12.14 Uhr: Krankenkassen-Experten: Selbstzahler-Leistungen oft nutzlos +++

Beim Arzt häufig angebotene Selbstzahler-Leistungen sind aus Sicht von Medizinexperten der Krankenkassen oft nutzlos oder können Patienten sogar schaden. Früherkennungen per Ultraschall, Messungen des Augeninnendrucks und andere individuelle Gesundheitsleistungen (Igel) widersprächen teils den Empfehlungen von Fachverbänden, teilte der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen mit. Geschäftsführer Peter Pick sagte, die Angebote orientierten sich nicht am nachgewiesenen Nutzen, sondern an Vorlieben von Arztgruppen und Umsatzinteressen der Praxen. "Zum Teil werden Patienten unter Druck gesetzt, damit sie solche Leistungen annehmen. Das ist nicht hinnehmbar." Igel-Leistungen werden von den Kassen nicht bezahlt.

+++ 12.01 Uhr: Maas äußert sich nicht zu in Somalia entführter Deutschen +++

Eine deutsche Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ist in der somalischen Hauptstadt Mogadischu entführt worden. Das teilte die Hilfsorganisation mit. "Wir machen uns größte Sorgen um die Sicherheit unserer Kollegin", erklärte Daniel O'Malley, stellvertretender Leiter der IKRK-Mission in Somalia. Zu der Entführung kam es den Angaben zufolge am Mittwochabend, als bewaffnete Täter den IKRK-Komplex in Mogadischu stürmten. Derzeit liefen auf verschiedener Ebene Bemühungen, um die Freilassung der Frau zu erwirken, hieß es. Nähere Angaben zu der Entführten oder den Tätern machte ihr Arbeitgeber zunächst nicht. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte auf seiner Afrika-Reise in Addis Abeba, die Bundesregierung äußere sich wegen des Persönlichkeitsschutzes nie zu mutmaßlichen Entführungen. Er zollte aber den Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, die in Krisenregionen im Einsatz sind, seinen "größten Respekt".

+++ 11.47 Uhr: Vergewaltigungen im Ruhrgebiet - Anklage gegen Verdächtige erhoben +++

In einem Fall von Vergewaltigungen mehrerer Schülerinnen im Ruhrgebiet hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen fünf Tatverdächtige erhoben. Die Anklage gegen die Deutschen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren sei bei der Jugendkammer des Essener Landgerichts eingereicht worden, sagte Oberstaatsanwältin Anette Milk. Die Ermittlungen liefen weiter. Es gebe Anhaltspunkte, dass es weitere Täter und Opfer gebe. Den mutmaßlichen Tätern aus Gelsenkirchen, Essen und Wuppertal wird Vergewaltigung in sieben Fällen vorgeworfen. In drei Fällen sei es beim Versuch geblieben. Vier der Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Gegen den 16-Jährigen gab es aus Altersgründen keinen Haftbefehl.

Die Tatverdächtigen sollen laut Staatsanwaltschaft über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Schülerinnen hergestellt haben. Zunächst habe sich ein Mitglied der Gruppe mit einem Mädchen getroffen. Dann seien weitere dazugekommen. Mit einem Auto sei man gemeinsam durch die Stadt gefahren und habe dem Mädchen das Handy abgenommen, bevor es an entlegenen Orten zu den Sexualstraftaten gekommen sei.

+++ 11.44 Uhr: Australiens größte Bank findet Daten von 20 Millionen Kunden nicht mehr +++

Australiens größte Bank, die Commonwealth Bank, findet Daten von fast 20 Millionen Kunden nicht mehr. Zwei Datenträger mit Namen, Adressen, Kontonummern und Angaben zu Kontobewegungen für die Jahre 2000 bis 2016 seien nicht mehr auffindbar, erklärte die Bank. Der australische Fernsehsender ABC berichtete, die Datenträger seien einem Subunternehmer ausgehändigt worden, der sie zerstören sollte - die Bank habe aber nie eine Bestätigung erhalten, dass dies auch passiert sei. Das Kreditinstitut versichert, es bestehe kein Grund zur Sorge. Die Datenträger enthielten keine Passwörter oder PIN. Eine interne Ermittlung 2016 habe ergeben, dass die Daten "höchstwahrscheinlich" vernichtet worden seien. Niemand habe versucht, der Bank zu schaden. Dennoch würden die 19,8 Millionen betroffenen Konten kontinuierlich geprüft. Bei Betrug werde die Bank die Kunden entschädigen.

+++ 11.32 Uhr: Seehofer nennt Vorfall in Ellwangen "Schlag ins Gesicht der rechtstreuen Bevölkerung" +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Vorfälle in einer Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen als "Schlag ins Gesicht der rechtstreuen Bevölkerung" bezeichnet. In einer solchen Weise dürfe "das Gastrecht nicht mit Füßen getreten werden", sagte der CSU-Politiker in Berlin. "Diese Dinge müssen mit aller Härte und Konsequenz verfolgt werden und die zuständigen Stellen haben dabei meine vollständige Unterstützung." In der Nacht zu Montag hatten Flüchtlinge in der Einrichtung gewaltsam die Abschiebung eines Togolesen verhindert. Dies sei "ein empörender Sachverhalt", so Seehofer. Nun müsse über "Konsequenzen" nachgedacht werden, insbesondere gegenüber Beteiligten, die sich möglicherweise "strafrechtlicher Dinge schuldig" gemacht hätten.

+++ 11.27 Uhr: Statue von nacktem Trump für 28.000 Dollar versteigert +++

Nach der Ernennung von Donald Trump zum Kandidaten für die US-Präsidentschaft waren im Sommer 2016 in mehreren US-Metropolen Statuen aufgetaucht, die den heutigen Präsidenten nackt und nicht sehr vorteilhaft darstellen. Die wohl einzige dieser Statuen, die nicht zerstört wurde, kommt nun in ein Museum in Las Vegas. Der Fernsehmoderator Zak Bagans habe die Statue in Los Angeles für 28.000 Dollar (23.000 Euro) ersteigert, teilte das Auktionshaus Julien's mit.

Ein anarchistisches Künstlerkollektiv hatte die Statuen angefertigt und an öffentlichen Plätzen in Los Angeles, San Francisco, New York, Seattle und Cleveland aufgestellt. Die Werke mit dem Titel "The Emperor Has No Balls" (Der Kaiser hat keine Eier) zeigten Trump mit Schmerbauch, winzigem Penis und ohne Hoden. Vier der Statuen wurden beschlagnahmt oder zerstört, die Figur auf dem Hollywood Boulevard in Los Angeles wurde jedoch von der Galerie La Luz de Jesus gerettet. Sie soll demnächst in Bagans' Haunted Museum in der Casinometropole Las Vegas gezeigt werden, das sich mit übersinnlichen Phänomenen beschäftigt.

+++ 11.20 Uhr: Kirchenasyl schützt nicht vor Abschiebung +++

Das sogenannte Kirchenasyl schützt abgelehnte Flüchtlinge nicht vor einer Abschiebung. Dies entschied das Oberlandesgericht München im Fall des sogenannten Freisinger Kirchenasyls. Demnach ist das Kirchenasyl kein Bestandteil der deutschen Rechtsordnung und zwingt den Staat nicht zur Duldung. Nicht anerkannte Flüchtlinge, die Schutz in Kirchen suchen, haben demnach keinen Anspruch auf Aussetzung ihrer Abschiebung.

Im vorliegenden Fall, der als Freisinger Kirchenasyl Schlagzeilen machte, geht es um einen im November 2014 von Italien nach Deutschland eingereisten Nigerianer. Seinen Asylantrag lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Januar 2016 ab. Zugleich ordnete das Bamf die Abschiebung des Mannes nach Italien an. Der Flüchtling begab sich jedoch am 15. Juli 2016 in die Pfarrei Sankt Jakob in Freising und blieb dort bis zum 19. Oktober 2016 im Kirchenasyl. Der Pfarrer zeigte seine Aufnahme im Kirchenasyl unverzüglich der Ausländerbehörde beim Landratsamt Freising und beim Bamf an. Das Amtsgericht Freising entschied daraufhin, dass sich ein abgelehnter Asylbewerber im Kirchenasyl nicht des illegalen Aufenthalts schuldig macht. Begründung: Der Aufenthalt im Kirchenasyl sei ein "inlandsbezogenes Abschiebehindernis", das einen Duldungsanspruch begründe. Dem widersprach nun das OLG. Derzeit befinden sich nach Bamf-Schätzung bundesweit etwa 710 Menschen in Kirchenasyl.

+++ 10.53 Uhr: Witwe von chinesischem Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo will sterben +++

Der Witwe des chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo geht es nach acht Jahren Hausarrest offenbar zunehmend schlechter. Aus Protest gegen ihren Arrest wolle sie nun "zu Hause sterben", zitierte die in den USA ansässige Website "China Change" die Autorin Liu Xia. "Es ist leichter zu sterben als zu leben. Den Tod als Protest zu nutzen, könnte nicht leichter für mich sein", sagte Liu demnach vor Kurzem einem in Deutschland lebenden Freund. In einem mit Lius Erlaubnis veröffentlichten Telefonat bekräftigt die 56-Jährige: "Wenn ich tot bin, ist es damit getan." Die Website veröffentlichte auch einen Brief des in Berlin lebenden Freundes und Schriftstellers Liao Yiwu. Darin äußerte sich dieser entsetzt über die seelische Verfassung der Witwe und bat sie "abzuwarten".

Liu steht seit der Verleihung des Nobelpreises an ihren Mann 2010 unter Hausarrest. Sie wurde jedoch nie eines Vergehens angeklagt. 2014 erlitt sie nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation einen Herzanfall, nachdem bei ihr eine Depression diagnostiziert worden war. Der Tod ihres Mannes im Juli 2017 setzte ihr erheblich zu. Liu Xiabao war Mitglied der Demokratiebewegung auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 und Mitverfasser der Charta 08 für demokratische Reformen. Er wurde 2009 wegen "Subversion" zu elf Jahren Haft verurteilt. Im Juli starb er an den Folgen eines Leberkrebses.

+++ 10.43 Uhr: AS Rom klagt nach Champions-League-Aus über den Schiedsrichter +++

Der Fußballclub AS Rom hat nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen den FC Liverpool den Einsatz des Video-Assistenten auch in der Königsklasse gefordert. "Es waren zwei Elfmeter, die uns nicht gegeben wurden, mit dem ARV wäre das anders", sagte Roms Sportdirektor Monchi. "Der italienische Fußball muss seine Stimme erheben, weil ich denke, dass all das nicht normal ist."

Rom hatte zwar gestern im Halbfinal-Rückspiel 4:2 gewonnen, konnte damit aber nicht die 2:5-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen. Der FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp zog damit ins Finale ein. "Mit der Technik würde das Finale vielleicht Rom gegen Bayern heißen", sagte Monchi. Dem FC Bayern war beim Halbfinal-Aus gegen Real Madrid ebenfalls ein möglicher Elfmeter verweigert worden.

+++ 10.40 Uhr: Russisches Kampfflugzeug über dem Mittelmeer abgestürzt +++

Beim Absturz eines russischen Kampfflugzeugs über dem Mittelmeer sind die beiden Piloten getötet worden. Wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau berichteten, verunglückte die Maschine des Typs Su-30SM nach dem Start auf dem Stützpunkt im syrischen Hmeimim. Als das Flugzeug an Höhe gewann, stürzte es aus zunächst ungeklärter Ursache ins Meer. Die russischen Streitkräfte sind seit dem Herbst 2015 im Syrienkrieg im Einsatz. Dort unterhalten sie mehrere Militärstützpunkte.

+++ 10.38 Uhr: Polizei sah in Ellwangen "große Gefahr von rechtsfreiem Raum" +++

Nach der Großrazzia in einer Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen hat die Polizei sich zu dem Einsatz und dem am Montag gescheiterten Abschiebeversuch eines Mannes aus Togo geäußert: Demnach waren vier Beamte in zwei Streifenwagen zu der Flüchtlingsunterkunft gefahren, um den Mann zur Abschiebung nach Italien abzuholen. Dieses sei durch 150 bis 200 Asybewerber gewalttätig verhindert worden. Die Polizisten hätten bei ihrem Rückzug "sehr überlegt gehandelt",  sagte der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Aalen, Bernhard Weber. "Ich bin den Kollegen sehr dankbar." Er möge sich nicht vorstellen, was bei einer Eskalation der Lage geschehen wäre. In der Nachschau habe es "deutliche Hinweise" gegeben, dass sich innerhalb der Bewohnerschaft der Unterkunft "Strukturen organisiert haben, um behördliche Maßnahmen zu unterbinden". Es habe eine große Gefahr bestanden, dass sich dort ein rechtsfreier Raum etabliert. 

Einsatzleiter Peter Hönle

Einsatzleiter Peter Hönle: Die Situation war "angespannt und aufgeheizt"

Einsatzleiter Peter Hönle erklärte, Ziel der heutigen Razzia sei gewesen, "entschlossen, professionell aber sehr filigran in diesem Areal auf diese Personen zugehen, mit denen es die Kollegen am 30.4. zutun hatten".  Die Situation sei dabei "angespannt und aufgeheizt" gewesen. Der gesuchte 23-jährige Togolese wurde bei dem Einsatz gefunden und identifiziert. Er und andere 17 Bewohner, die nach Polizeiangaben in der Vergangenheit wiederholt als Unruhestifter aufgefallen waren, sollen in andere Landeserstaufnahmeeinrichtungen verlegt werden.

+++ 10.35 Uhr: EU-Begeisterung bei jungen Europäern wächst +++

Junge Europäer bekennen sich wieder stärker zur EU. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der TUI-Stiftung, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Bei einem Referendum über die EU-Mitgliedschaft des eigenen Landes würden 71 Prozent der befragten Jugendlichen gegen einen Austritt stimmen. Vor einem Jahr waren es nur 61 Prozent. In Deutschland stieg der Anteil der EU-Befürworter im gleichen Zeitraum sogar von 69 auf 80 Prozent. Im Auftrag der TUI-Stiftung hatte das Meinungsforschungsinstitut YouGov für die Studie 16- bis 26-Jährige in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Italien, Polen und Spanien befragt. Danach wächst zwar die Zustimmung zur EU, doch nur jeder Dritte vertraut Einrichtungen wie der EU-Kommission und dem Europaparlament.

Noch schlechter schneidet allerdings die nationale Politik ab: Nur jeder Sechste ist der Ansicht, dass das politische System im jeweiligen Heimatland so funktioniert wie es sollte. Während die Quote in Deutschland mit 39 Prozent noch vergleichsweise hoch ist, sagen das in Italien lediglich 5 Prozent der Befragten.

+++ 10.30 Uhr: Mutmaßliches IS-Mitglied in Baden-Württemberg festgenommen +++

Im baden-württembergischen Tübingen ist ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat festgenommen worden. Dem 25-jährigen Syrer Faisal A. H. wird vorgeworfen, in seiner Heimat für den IS spioniert zu haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Laut Haftbefehl war der Angeschuldigte seit 2013 im syrischen Bürgerkrieg Mitglied einer paramilitärischen Miliz, die sich dann dem IS anschloss. Dort sei A. H. zunächst wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit syrischen Sicherheitsbehörden gefoltert und religiös "umerzogen" worden. Danach habe er für den IS die syrische Stadt Tabka ausspioniert.

+++ 10.14 Uhr: Polizei findet Mann aus Togo bei Razzia in Flüchtlingsunterkunft +++

Die Polizei hat den gesuchten 23 Jahre alten Asylsuchenden aus Togo bei ihrer Großrazzia in einer Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen gefunden und identifiziert. Er und andere 17 Bewohner, die nach Polizeiangaben in der Vergangenheit wiederholt als Unruhestifter aufgefallen waren, sollen in andere Landeserstaufnahmeeinrichtungen verlegt werden. "Solche Maßnahmen zur Trennung von Unruhestiftern haben bereits in der Vergangenheit zum Erfolg der Befriedung in der Landeserstaufnahmeeinrichtung geführt", teilte die zuständige Polizei in Aalen mit. Der Togoer soll nach dem Dublin-Abkommen nach Italien zurückgeführt werden.

+++ 10.11 Uhr: Palästinenser stirbt nach Gaza-Protesten - 50 Tote insgesamt +++

Nach Konfrontationen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze ist ein Palästinenser seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 19-Jährige starb im Krankenhaus, wie das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilte. Damit steigt die Zahl der seit Ende März getöteten Palästinenser auf 50. Rund 7000 seien verletzt worden. Auslöser der Proteste ist der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung, den die Palästinenser als Katastrophe ansehen. Die israelische Armee hat mehrfach betont, sie schieße nur scharf, wenn eine Gefahr nicht anders abzuwenden sei. Die Proteste sollen bis zum 15. Mai dauern.

+++ 9.47 Uhr: Polizeigewerkschaft fordert Abschiebung der Angreifer von Ellwangen +++

Nach der verhinderten Abschiebung im baden-württembergischen Ellwangen verlangt die Deutsche Polizeigewerkschaft die Abschiebung der beteiligten Asylsuchenden. "Die Flüchtlinge, die in Ellwangen Polizisten angegriffen haben, müssen unverzüglich abgeschoben werden", sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt den Zeitungen "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen". "Wer Polizeikräfte angreift, darf keine Stunde mehr in Freiheit sein, bis er zurück in seinem Herkunftsland ist."

Asylbewerber hatten in der Nacht zu Montag in Ellwangen die Abschiebung eines Mannes aus dem westafrikanischen Kleinstaat Togo mit Gewalt verhindert. Die Polizisten brachen den Einsatz ab. Wendt verteidigte das Verhalten der Beamten: "Die Polizei hat sich beim ersten Einsatz absolut richtig verhalten. Taktischer Rückzug ist keine Kapitulation, sondern Klugheit zum Schutz der Einsatzkräfte." Für die Zukunft müsse aber ein Konzept für Einsätze in solchen Unterkünften her, damit es nicht mehr zu solchen Eskalationen komme.

+++ 9.26 Uhr: Sandra Bullock wurde als Teenager sexuell belästigt +++

Schauspielerin Sandra Bullock ("Gravity") ist als Teenager sexuell belästigt worden, wie sie der US-Zeitschrift "InStyle" sagte. "Es ist mir widerfahren, als ich 16 war. Und man ist zu einem gewissen Grad gelähmt und denkt: "Wird mir jemand glauben?"" Zu der damaligen Zeit sei die Antwort Nein gewesen. "Bis vor Kurzem war es das Opfer, das sich schämte, nicht der Täter", so die Oscar-Preisträgerin.

Es sei "unsere Pflicht", für die Opfer "zu tun, was wir können" erklärte Bullock. Die 53-Jährige engagiert sich für die Frauen-Initiative "Time's Up" gegen sexuelle Gewalt und Belästigung. "Es ist ein Leichtes, Leuten Geld zu geben, die so unglaublich mutig und offen sind", betonte sie in dem Interview. "Bei "Time's Up" geht es aber nicht nur um Schauspieler - es geht um die Alleinerziehende, die missbraucht, gemobbt und sexuell belästigt wurde und nur versucht, jeden Tag abzusichern."

+++ 9.18 Uhr: Sandstürme in Nordindien fordern mindestens 77 Todesopfer +++

Bei Sandstürmen im Norden Indiens sind mindestens 77 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem gebe es 143 Verletzte, teilten die Katastrophenschutzbehörden der Bundesstaaten Uttar Pradesh und Rajasthan mit. Die Stürme hatte demnach in der Nacht gewütet und Mauern und Bäume umstürzen lassen. 46 der zunächst bestätigten Toten stammten demnach aus Uttar Pradesh und 31 aus Rajasthan. Die Opferzahl drohe allerdings weiter zu steigen, erklärten die Behörden. Zu den am schwersten betroffenen Gebieten gehörte laut Medienberichten der Bezirk Agra, in dem sich auch der berühmte Palast Taj Mahal befindet.

+++ 9.09 Uhr: Marie und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen +++

Die beliebtesten Babynamen 2017 lauten Marie und Maximilian. Das ergab eine Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden. Auf den Plätzen zwei und drei folgen bei den Mädchen Sophie und Maria, bei den Jungen Alexander und Paul. Insgesamt gab es im Vergleich zum Vorjahr wenig Veränderung bei den zehn Vor- und Zweitnamen, die am häufigsten vergeben wurden. So rückten nur Luisa und Felix neu in die Top Ten auf und verdrängten Johanna und Luca.

Die GfdS wertete die Daten von rund 700 Standesämtern aus und erfasst nach eigenen Angaben 87 Prozent aller Namen. Wird lediglich auf den Erstnamen geschaut, dann landen Emma und Sophia sowie Ben und Paul vorne. Ein Baby erhielt in Deutschland im vergangenen Jahr im Durchschnitt 1,44 Namen.

+++ 8.28 Uhr: Mehrere Verletzte bei Polizeieinsatz in Flüchtlingsheim +++

Bei dem Großeinsatz der Polizei nach der gescheiterten Abschiebung eines 23-jährigen Asylbewerbers aus dem westafrikanischen Kleinstaat Togo sind mehrere Menschen verletzt worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sprangen Flüchtlinge aus den Fenstern der Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Ellwangen. Dabei hätten einige von ihnen Blessuren erlitten. Auch drei Polizeibeamte seien leicht verletzt worden, konnten ihren Dienst aber fortsetzen.

Afrikanische Asylbewerber hatten in der Nacht zum Montag die Abschiebung des Togolesen mit Gewalt verhindert. Die Polizei musste die Aktion abbrechen, weil die Situation für die Streifenwagenbesetzungen zu gefährlich geworden war. Rund 150 mutmaßliche Flüchtlinge sollen laut Darstellung von Zeugen die Streifenwagen umringt und die Polizisten bedrängt haben.

+++ 8.12 Uhr: Kollegah und Farid Bang wollen offenbar KZ-Gedenkstätte besuchen +++

Die umstrittenen Rapper Farid Bang (31) und Kollegah (33) folgen nach Angaben der "Bild"-Zeitung der Einladung des Internationalen Auschwitz-Komitees und wollen die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchen. "Wir nehmen die Einladung an", zitierte die Zeitung Farid Bang. Der Besuch soll demnach am 3. Juni stattfinden. Christoph Heubner, der geschäftsführende Vizepräsident des Komitees, hatte dieses Datum vorgeschlagen, da deutsche und polnische Jugendliche vor Ort sein werden, um den Mitarbeitern der Gedenkstätte auf dem Gelände zu helfen. "Ein solcher Besuch der beiden Rapper wäre auch ein Signal an ihre vielen Fans", hatte Heubner am Dienstag betont. Die Anregung zu dem Besuch kam von Musiker Marius Müller-Westernhagen.

Farid Bang und Kollegah waren trotz Antisemitismus-Vorwürfen vor Kurzem mit dem Echo ausgezeichnet worden. Besonders kritisiert wurde die Liedzeile "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen". Etliche Musiker gaben ihre eigenen Echo-Preise aus Protest zurück, die Auszeichnung selbst wurde daraufhin abgeschafft. Gestern wurde bekannt, dass die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung gegen die beiden Rapper ermittelt.

+++ 7.34 Uhr: Polizei nimmt Männer in Flüchtlingsheim Ellwangen in Gewahrsam +++

Nach der gescheiterten Abschiebung eines 23-jährigen Asylbewerbers aus dem westafrikanischen Kleinstaat Togo hat die Polizei am Donnerstagmorgen in der betroffenen Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Ellwangen mehrere Afrikaner in Gewahrsam genommen. Ob die anscheinend in Handschellen abgeführten Männer im Zuge ihrer Vernehmung auch festgenommen wurden, ist zunächst nicht bekannt gewesen. 

Am Morgen verließ zudem ein Rettungswagen mit Blaulicht und in Begleitung eines Einsatzfahrzeugs der Polizei das abgesperrte Gelände der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. 

+++ 7.23 Uhr: Iowa verabschiedet strengstes Abtreibungsgesetz der USA +++

Das Parlament im US-Bundesstaat Iowa hat das landesweit strengste Abtreibungsgesetz verabschiedet. Die mehrheitlich republikanischen Abgeordneten stimmten am Mittwoch für ein Gesetz, das Abtreibungen verbietet, sobald der Herzschlag des Kindes zu hören ist. Dies ist ab der sechsten Woche der Schwangerschaft möglich. Das Gesetz sieht aber auch Ausnahmen vor, etwa für Schwangerschaften nach Vergewaltigungen oder Inzest. Gegner der Initiative wandten ein, dass Abtreibungen für viele Frauen nicht mehr möglich seien, da sie ihre Schwangerschaft zu spät bemerkten. Das Gesetz muss noch von Iowas republikanischer Gouverneurin Kim Reynolds verabschiedet werden. Sie ließ bislang offen, ob sie das Gesetz unterzeichnet, allerdings ist Reynolds ebenfalls Abtreibungsgegnerin.

+++ 6.07 Uhr: US-Delegation für Gespräche über Handelsstreit in Peking eingetroffen +++

Auf der Suche nach einer Lösung im Handelskonflikt mit China ist eine US-Delegation um Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag in Peking eingetroffen. Die Gruppe, der auch US-Handelsminister Wilbur Ross, der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sowie Donald Trumps Berater Peter Navarro und Larry Kudlow angehören, soll auf ihrem Besuch bis Freitag unter anderem mit Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He zusammenkommen. Der Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hatte sich hochgeschaukelt, weil die USA mit Strafzöllen auf Waren im Wert von bis zu 150 Milliarden US-Dollar drohten. China kündigte Gegenmaßnahmen an. 

+++ 5.34 Uhr: Milchpreise sinken deutlich - Butter wird teurer +++

In den Supermarktregalen zeichnet sich ein deutlicher Preisrückgang bei der Milch ab. Der Discounter Aldi Süd kündigte am Mittwoch auf Nachfrage an, seine Preise für den Liter frische Vollmilch ab Donnerstag um 9 auf 69 Cent zu senken. Ein Liter fettarme Milch der Eigenmarke soll dann statt 68 Cent nur noch 61 Cent kosten. Das entspricht einem Preisrückgang von 11,5 Prozent bei Vollmilch und 10,3 Prozent bei fettarmer Milch.

Butter hingegen wird für die Kunden ab Donnerstag wieder teurer. Aldi Süd plant, den Preis für das 250-Gramm-Stück um 20 Cent auf 1,79 Euro zu erhöhen. Das bedeutet einen Anstieg um rund 12,6 Prozent.

Der 1. Mai ist der Stichtag für neue Halbjahres-Lieferverträge zwischen Molkereien und Handelskonzernen für Trinkmilch sowie eine Reihe von Milchprodukten in unteren Preislagen. Andere Supermarktketten orientieren sich in der Regel an den Preisen bei Aldi und dürften bald nachziehen. 

+++ 5.26 Uhr: Seehofer fordert schärfere Regeln für Menschen ohne Bleiberecht +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat erneut mehr Härte bei Abschiebungen gefordert. "Wir müssen für die Menschen, die kein Bleiberecht haben, die Regeln verschärfen, damit sie in ihre Heimat zurückkehren", sagte Seehofer der "Passauer Neuen Presse". Ausreisepflichtige sollten kein Geld mehr, sondern nur noch Sachleistungen erhalten. Mit Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) wolle er ein Programm aufstellen, das Hilfen für Flüchtlinge vorsehe, die in ihre Heimat zurückkehrten.

+++ 4.57 Uhr: Trump hat Anwalt Zahlung an Pornodarstellerin erstattet +++

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines neuen Anwalts, Rudy Giuliani, seinem Rechtsvertreter Michael Cohen die Zahlung von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels erstattet. Das Geld sei von Trumps Anwalt gezahlt worden, der Präsident habe es über mehrere Monate hinweg zurückerstattet, sagte Giuliani am Mittwoch im Sender Fox News. Giuliani betonte, die Zahlung habe keinen Verstoß gegen das Gesetz zur Wahlkampffinanzierung dargestellt.


+++ 4.47 Uhr: Feuerwehr sucht vier Vermisste nach Hochhausbrand in São Paulo +++

Nach dem Brand und Einsturz eines Hochhauses in São Paulo suchen die Rettungskräfte in den Trümmern nach vier Vermissten. "Wir rechnen mit vier Opfern", schrieb die Feuerwehr am Mittwoch auf Twitter. Die meisten Bewohner des 24-stöckigen Gebäudes waren zum Zeitpunkt des Unglücks offenbar nicht zu Hause.

Zuvor hatten die Behörden von über 40 Vermissten gesprochen, deren Verbleib unklar war. Allerdings wohnten in dem früheren Polizeigebäude vor allem Hausbesetzer, die sich kaum bei den Behörden gemeldet haben dürften. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden 428 Bewohner des Hauses in Notunterkünften untergebracht.

+++ 3.01 Uhr: Deutscher Radfahrer in Mexiko verschwunden +++

In Mexiko ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein deutscher Radfahrer verschwunden. Der Mann werde im südöstlichen Bundesstaat Chiapas vermisst, wo er sich auf einer Radtour befunden habe, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft von Chiapas teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, nach dem Deutschen werde gesucht. Die deutsche Botschaft in Mexiko steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den Behörden und der Familie des Mannes.

Der Bruder des Radfahrers hatte am Sonntag mit Hilfe eines Fotos einen Hilfsappell gestartet, nachdem es mehr als zehn Tage lang kein Lebenszeichen des Mannes mehr gegeben habe. Demnach befand sich der Deutsche seit vier Jahren auf einer Weltreise. Laut seinem Bruder verschwand der Radfahrer auf dem Weg von San Cristóbal nach Ciudad del Carmen in Chiapas.

+++ 2.23 Uhr: Erfinder des "Playboy"-Logos gestorben +++

Der Schöpfer des berühmten Hasen-Logos des Männermagazins "Playboy", Art Paul, ist tot. Der amerikanische Grafiker starb mit 93 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung, wie die "New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf Pauls Frau Suzanne Seed berichtete. Demnach starb er bereits am Samstag in seiner Heimatstadt Chicago.

+++ 1.42 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Absturz von US-Militärflugzeug +++

Beim Absturz eines Militärtransportflugzeugs im US-Bundesstaat Georgia sind am Mittwoch mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ C-130 Hercules der puertoricanischen Air National Guard sei gegen Mittag (Ortszeit) beim Flughafen Savannah verunglückt, teilten Behördenvertreter mit. Ein Sprecher von Puerto Ricos Nationalgarde sagte, an Bord seien insgesamt neun Menschen gewesen.

Zunächst war von fünf Insassen an Bord die Rede gewesen. Später hieß es, es seien vier weitere Menschen an Bord der Maschine gewesen. Alle Insassen waren demnach Militärangehörige. Der Sprecher konnte zunächst nicht sagen, ob alle neun getötet wurden, die Bilder des Absturzes seien jedoch eindeutig.

+++ 0.34 Uhr: Datenanalysefirma Cambridge Analytica stellt ihre Dienste ein +++

Nach dem Datenskandal bei Facebook stellt die umstrittene britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica  ihre Dienste ein. Cambridge Analytica und das Mutterhaus Strategic Communication Laboratories (SCL) hätten Insolvenzantrag in Großbritannien gestellt, hieß es am Mittwoch in einer Unternehmenserklärung. Es habe sich gezeigt, dass das Geschäftsmodell nicht länger "rentabel" sei. Als Grund nannte das Unternehmen "unbegründete Anschuldigungen".

Cambridge Analytica steht im Zentrum des Skandals um den Datenmissbrauch beim Online-Dienst Facebook. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, sollen "unverzüglich alle Tätigkeiten" in Großbritannien und den USA beendet werden. Auch in den USA werde in Kürze Insolvenzantrag gestellt.

mod / DPA / AFP