US-Verteidigungsminister
Hegseth spricht von „Invasion“ an Europas Stränden – beim Gedenken an D-Day

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth
Auf dem D-Day-Gedenktag zieht US-Minister Pete Hegseth Parallelen zwischen der Landung der Alliierten 1944 und heutiger Migration
© Jeremias Gonzalez/AP / DPA

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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nutzte das D-Day-Gedenken für einen Angriff auf Europas Migrationspolitik und stellte die Frage, ob es nicht bereits zu spät sei.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei seiner Rede zum D-Day einen provokanten Vergleich zwischen der Landung der Alliierten 1944 und der heutigen Migration gezogen. An den Stränden in Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien kämen heute Menschen und Schiffe an, die „gefährliche Ideologien“ mit sich brächten, sagte Hegseth auf dem US-Friedhof in Colleville-sur-Mer beim Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie vor 82 Jahren.

„Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es bereits zu spät?“, fragte Hegseth weiter. Die Verbündeten hätten noch Zeit, einzulenken, sagte er weiter.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat ihre europäischen Verbündeten wiederholt wegen angeblicher Gefahren durch eine „Invasion“ von Einwanderern kritisiert und den Europäern eine fehlgeleitete Migrationspolitik vorgeworfen.

Nicht nur Pete Hegseth: Auch J. D. Vance hetzte gegen Migration

Zuletzt hatte Vizepräsident J. D. Vance in einem X-Post zu „gerechtem Zorn“ aufgerufen und den Mord an einem 18-Jährigen im südenglischen Southampton auf eine angebliche „Masseninvasion von Migranten“ zurückgeführt. Die britische Regierung rief in der Folge dazu auf, von „Spaltung, Hass oder Spannungen“ abzusehen.

Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft. Zur Streitmacht der Alliierten gehörten damals vor allem US-Amerikaner, Briten, Kanadier, Polen und Franzosen.

DPA
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