USA düpieren Türkei Massaker an Armeniern als Völkermord eingestuft


Ungeachtet des Drucks der Regierung und der Türkei hat ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses das Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord eingestuft.

Ungeachtet des Drucks der Regierung und der Türkei hat ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses das Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord eingestuft. Der auswärtige Ausschuss stimmte am Donnerstag mit 23 zu 22 Stimmen für die rechtlich nicht bindende Resolution.

Die Türkei rief umgehend ihren Botschafter in den USA zu Beratungen zurück. Ministerpräsident Tayyip Erdogan erklärte, er sei sehr besorgt darüber, dass dieser Vorgang das Verhältnis der beiden Nato-Partner beeinträchtigen könnte. Armenien begrüßte hingegen das Ergebnis der Abstimmung. Es sei ein wichtiger Schritt hin zur Vermeidung künftiger Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sagte Außenminister Edward Nalbandian der Agentur Reuters.

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte noch am Mittwoch in einem Telefonat an den Ausschussvorsitzenden Howard Berman appelliert, das Vorhaben fallen zulassen, da es die türkisch-armenischen Beziehungen belasten könnte. Das Land am Bosporus ist einer der wichtigsten US-Verbündeten in der Region.

Die Türkei und Armenien streiten seit Jahrzehnten über den Umgang mit dem Massaker an Armeniern. Vor allem armenische Exilgruppen fordern, dass die Türkei die Massaker von 1915 als Völkermord anerkennt. Die Regierung in Ankara lehnt dies ab und erklärte mehrfach, es habe auf beiden Seiten viele Tote in dem Krieg gegeben.

Reuters Reuters

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