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Venezuela: Chavez nennt Bush einen "Kriegsherrn"

Der venezuelanische Präsident Hugo Chavez hat auf einer Kuba-Reise seiner Solidarität mit Fidel Castro Ausdruck verliehen.

Während einer Kuba-Reise hat Venezuelas Präsident Hugo Chavez am Sonntag US-Präsident George W. Bush als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet. Chavez wies zudem US-Vorwürfe zurück, er und der kubanische Präsident Fidel Castro würden für Unruhe in Lateinamerika sorgen.

"Die Wahrheit ist, dass sie diejenigen sind, die die Region am meisten destabilisieren", sagte Chavez während seiner wöchentlichen, fünfstündigen Fernsehshow, die aus dem kubanischen Sandino übertragen wurde. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte das Ölexportland Venezuela und seinen Verbündeten Kuba in der vergangenen Woche beschuldigt, Bolivien zu destabilisieren. Chavez hingegen machte die Freihandelspolitik der USA sowie US-gestützte Militärschläge für die Instabilität der Region verantwortlich. Wegen des Militäreinsatzes der USA im Irak nannte er Bush einen "Kriegsherrn".

Im Falle eines US-Angriffs auf Kuba würde Venezuela Truppen zu Kubas Verteidigung entsenden, sagte Chavez. "Wir wollen Frieden ... Wir werden alles Menschenmögliche tun, um eine imperialistische Aggression zu verhindern. Aber wenn es einem Verrückten einfallen sollte, wird er diese jungen Männer (venezuelanische Soldaten) und uns im Kommando finden, die Souveränität und Unabhängigkeit dieses Landes verteidigend", sagte Chavez in Kuba.

Venezuela ist ein wirtschaftlich wichtiger Verbündeter Kubas. Täglich liefert es 90.000 Barrel (ein Barrel = 159 Liter) Öl in das Land.

Anthony Boadle/Reuters / Reuters