Venezuela Regierung verschärft Druck auf oppositionellen Fernsehsender


Die Regierung in Venezuela hat ihren Druck auf den letzten kritischen Fernsehsender weiter verschärft. Der Besitzer des Senders Globovision, Guillermo Zuloaga, wurde am Donnerstag vorübergehend festgenommen.

Die Regierung in Venezuela hat ihren Druck auf den letzten kritischen Fernsehsender weiter verschärft. Der Besitzer des Senders Globovision, Guillermo Zuloaga, wurde am Donnerstag vorübergehend festgenommen. Es werde wegen Äußerungen ermittelt, die als Beleidigung von Präsident Hugo Chávez eingestuft worden seien, sagte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega. Zuloaga wurde später wieder freigelassen, darf das Land aber nicht verlassen.

Der Medienunternehmer wurde auf einem Flugplatz der nordwestlichen Region Falcon von Agenten des Militärgeheimdienstes festgenommen, als er mit seiner Frau zu einem Urlaub auf die Karibikinsel Bonaire fliegen wollte. Chávez hat Globovision wiederholt vorgeworfen, der Sender wolle seine Regierung untergraben.

Staatsanwältin Ortega sagte, Anlass der Ermittlungen gegen Zuloaga seien Bemerkungen bei einer Konferenz der Inter American Press Association auf der Karibikinsel Aruba. Dort warf Zuloaga der Regierung die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit vor. Der Präsident der Inter American Press Association, Alejandro Aguirre, sagte, die Verhaftung Zuloagas zeige, dass sich die Regierung Chávez "wie eine totalitäre Regierung verhält, wie Kuba".

Globovision ist der einzige verbliebene Sender in Venezuela, der noch eine kritische Haltung gegenüber der linksgerichteten Regierung einnimmt. Im Januar wurden bereits die Sendungen von RCTV über Kabel und Satelliten eingestellt, nachdem der kritische Sender bereits 2007 aus dem frei empfangbaren Fernsehen geworfen worden war.

APN APN

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