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Tag der Pressefreiheit Von den USA bis Turkmenistan: So unfrei ist die Presse

Tag der Pressefreiheit: Von den USA bis Turkmenistan: So unfrei ist die Presse
© Statista
Am Sonntag wird weltweit an den Wert der Pressefreiheit erinnert, denn diese ist keineswegs selbstverständlich. Aktuell missbrauchen autoritäre Machthaber die Corona-Pandemie für weitere Einschränkung. 

Die Organisation Reporter ohne Grenzen veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking der Pressefreiheit für 180 Staaten. Dabei werden Faktoren wie Unabhängigkeit und Sicherheit der Journalisten analysiert und zu einer vergleichbaren Kennzahl zusammengefasst. Dass Deutschland es trotz soliden Verfassungsgarantien und unabhängigem Rechtssystem nicht in die Top 10 schafft, liegt unter anderem an gewaltsamen Übergriffen auf Journalisten und der zunehmenden Billigung von staatlicher Überwachung.

Einige Politiker unterstützen Rechtsverordnungen, die den Umgang mit durchgesickerten Daten kriminalisieren. Zudem denken sie über die Unterbindung von verschlüsselter Kommunikation via Smartphone durch den Geheimdienst nach. In beiden Fällen wären potentielle journalistische Quellen nicht ausreichend geschützt.

Als positives Beispiel für die Pressefreiheit gilt seit Jahren Norwegen. Obwohl die Konditionen für Journalisten bereits vorbildlich waren, rief die Regierung zudem eine Kommission ins Leben, welche die Ausbreitung von Fake News und Hate Speech im Internet hemmen soll. Des Weiteren sollen sie die Rolle der Presse als unabhängiges Überwachungsorgan schützen und das Aufdecken von Korruption erleichtern.

Sehr schlecht ist es um die Pressefreiheit von Staaten wie Eritrea, Turkmenistan und Nordkorea bestellt. Die dortigen Diktaturen beeinträchtigen das Arbeitsklima der Presse enorm. Oft kontrolliert der Staat hier die einzigen offiziellen Nachrichtenagenturen und bestimmt somit, was die Bürger erfahren dürfen und was nicht.

Zum Beispiel in Turkmenistan: Hier schweigen aktuell die staatlich kontrollierten Medien zum Thema Coronavirus. "Die Weigerung, Informationen herauszugeben, gefährdet die Menschen in Turkmenistan", warnt die Organisation Reporter ohne Grenzen. Die autoritäre Regierung will das Wort Coronavirus aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängen und verbietet nun dessen Gebrauch. Mehr dazu lesen Sie hier. 

ivi/Statista

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