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Wahlsieg im Iran Hassan Ruhani verspricht Mäßigung und Transparenz


Der gemäßigte Kleriker will im Atomstreit "mehr Transparenz an den Tag legen, um das Vertrauen (der Welt) zu stärken". Ruhani hat im ersten Wahlgang auf Anhieb mit 50,7 Prozent gewonnen.

Irans neu gewählter Präsident, der moderate Kleriker Hassan Ruhani, hat Mäßigung versprochen. "Das war mehr als eine Wahl, es war der Ruf der Mehrheit der Menschen nach Mäßigung und Respekt und gegen Extremismus", sagte Ruhani am Montag in Teheran in seiner ersten Pressekonferenz nach dem überraschend deutlichen Sieg. "Der Iran hat ein neues Kapitel der Mäßigung eingeleitet."

Der 64 Jahre alte Kandidat des Reformlagers sicherte außerdem mehr Transparenz beim iranischen Atomprogramm zu. "Um den Atomstreit beizulegen, werde ich zuerst mehr Transparenz an den Tag legen, um das Vertrauen (der Welt) zu stärken", sagte Ruhani.

Er verurteilte jedoch internationale Sanktionen gegen den Iran. Die Menschen in seinem Land hätten diese nicht verdient. Das iranische Atomprogramm sei legal und in Einklang mit internationalen Vorgaben. Der Westen verdächtigt den Iran, im Geheimen an Atomwaffen zu arbeiten, was Teheran bestreitet.

Er werde seine Wahlversprechen nicht vergessen, versprach Ruhani. "Aber was ich schon jetzt sagen kann, ist, dass die Zeit der Traurigkeit vorbei ist", sagte er mit Blick auf die achtjährige Präsidentschaft des international umstrittenen Mahmud Ahmadinedschad. Ruhani hatte die Wahl auf Anhieb mit 50,7 Prozent der Stimmen gewonnen. Im August tritt er Ahmadinedschads Nachfolge an.

amt/DPA DPA

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