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Welternährungsgipfel in Rom: Mugabe verteidigt seine Bodenreform gegen Kritik

Der simbabwische Präsident Robert Mugabe hat die umstrittene Bodenreform in seinem Land auf dem Welternährungsgipfel gegen westliche Kritik verteidigt. Die Reform, bei der vor neun Jahren Tausende weiße Landbesitzer enteignet wurden, habe "Gleichheit und Gerechtigkeit" schaffen sollen, sagte Mugabe am Dienstag in Rom.

Der simbabwische Präsident Robert Mugabe hat die umstrittene Bodenreform in seinem Land auf dem Welternährungsgipfel gegen westliche Kritik verteidigt. Die Reform, bei der vor neun Jahren Tausende weiße Landbesitzer enteignet wurden, habe "Gleichheit und Gerechtigkeit" schaffen sollen, sagte Mugabe am Dienstag in Rom. Kritiker sehen in der Bodenreform einen der Gründe für die Hungersnot der vergangenen Jahre in Simbabwe.

Mugabe machte dagegen "feindselige Interventionen neokolonialistischer Feinde", die Sanktionen gegen seine Regierung verhängt haben, für die Wirtschaftskrise in Simbabwe verantwortlich. Gegen Mugabe und seine engsten Mitarbeiter wurden Einreiseverbote verhängt, außerdem wurde Vermögen im Ausland eingefroren. Für UN-Gipfel gelten diese Maßnahmen aber nicht. Mugabe hat in den vergangenen Jahren mehrfach Treffen der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) als Podium für Angriffe gegen Kritiker genutzt. Am Dienstag forderte er die westlichen Staaten auf, ihre "illegalen und unmenschlichen" Sanktionen gegen sein Land aufzuheben.

AP / AP
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